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So versteht die UmweltBank Nachhaltigkeit

Transparent erklärt: Was hinter unseren Nachhaltigkeitsaussagen steht

Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, möchten wir transparent machen, was wir damit meinen. Auf dieser Seite erläutern wir, worauf sich unsere Nachhaltigkeitsaussagen beziehen, welche Kriterien dabei relevant sind und auf welchen Grundlagen unsere Aussagen beruhen.

Unser Verständnis von Nachhaltigkeit basiert auf konkreten Kriterien für  unsere Geschäftstätigkeit. Für uns bedeutet das: Finanzierungen und Geldanlagen so auszurichten, dass sie einen positiven Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten können – und gleichzeitig transparent nachvollziehbar zu machen, wie wir als Bank handeln. Nachhaltigkeit ist für uns kein pauschales Versprechen, sondern ein Anspruch, den wir anhand konkreter Kriterien, Prozesse und Ausschlüsse beschreiben und nachvollziehbar machen möchten.

Die Marke UmweltBank

Die UmweltBank heißt UmweltBank, weil ökologische und soziale Kriterien seit ihrer Gründung fest im Geschäftsmodell verankert sind. Wir finanzieren und investieren gezielt in erneuerbare Energien sowie ökologische und soziale Immobilienprojekte. Verbindliche Positiv- und Ausschlusskriterien bestimmen, welche Projekte und Unternehmen für eine Finanzierung oder Anlage infrage kommen. Ergänzend gelten eigene Nachhaltigkeitsanforderungen für Kreditvorhaben und Eigenanlagen. Begleitet wird dies durch einen externen Umweltrat und eine unternehmenseigene Klimastrategie. Die Details dazu erklären wir ausführlich auf dieser Seite.

Grundlagen unserer nachhaltigkeitsbezogenen Ausrichtung

Nachhaltigkeitsaspekte sind in der UmweltBank auf verschiedenen Ebenen im Unternehmen verankert. Grundlage dafür sind definierte Rahmenwerke, interne Leitlinien und externe Standards, die unsere Geschäftstätigkeit strukturieren und Orientierung für Entscheidungen geben.

Diese Grundlagen wirken sowohl auf unsere Bankprozesse als auch auf die Ausgestaltung unserer Produkte. Sie dienen dazu, Nachhaltigkeitsaspekte nachvollziehbar in der Steuerung des Unternehmens zu berücksichtigen.

Die Klimastrategie der UmweltBank

Die UmweltBank ist 1,5-Grad-konform

Die Geschäftstätigkeit der UmweltBank AG ist bereits heute im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen. Bestätigt wird dies durch eine externe Validierung der Science Based Targets Initiative (SBTi). Die UmweltBank nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein: Ihr Kreditportfolio muss nicht erst an den Pariser Klimazielen ausgerichtet werden, sondern ist bereits heute 1,5-Grad-konform.
 

Validierte Maintanance Targets

Die UmweltBank ist weltweit das erste und bislang einzige Finanzinstitut, dem es gelungen ist, sogenannte Maintenance Targets von der SBTi validieren zu lassen. Diese Ziele sind besonders anspruchsvoll, da sie nur von Unternehmen definiert werden können, deren Geschäftsmodell bereits heute mit dem 1,5-Grad-Ziel im Einklang steht (Stand 02/2026).

Transparenz durch Nachhaltigkeitsberichterstattung

In unserem jährlichen Nachhaltigkeits- und Geschäftsbericht veröffentlichen wir ausführliche Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung der UmweltBank im jeweiligen Geschäftsjahr. Darüber hinaus berichten wir umfassend über die Nachhaltigkeitsleistung – von CO2e-Bilanz über gesellschaftliches Engagement bis zur Personalpolitik.

Der Umweltrat als externes Kontrollgremium

Seit Gründung der UmweltBank im Jahr 1997 existiert neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Aufsichtsrat ein weiteres Expertengremium: der Umweltrat. Dessen Mitglieder beraten die Bank, wie sie im Bankgeschäft – insbesondere bei Finanzierungen und ausgegebenen Anlagen – die Nachhaltigkeitsanforderungen (siehe Abschnitt "Kreditvergabe") einhalten können. Zudem begleitet der Umweltrat die Anwendung und Weiterentwicklung dieser Anlagekriterien der UmweltBank

Positiv- & Ausschlusskriterien

Damit Finanzierungen und Investitionen zu den Werten der UmweltBank passen, haben wir eigene Positiv- und Ausschlusskriterien festgelegt. Jede Finanzierung und jedes Investment wird sorgfältig bewertet und nur umgesetzt, wenn es zu diesen Kriterien passt. Die Anwendung der Kriterien ist für uns verbindlich und wird durch den externen Umweltrat begleitet (siehe "Umweltrat").

Grundlage für die Positivkriterien sind die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (siehe "SDGs"). Im Mittelpunkt stehen Themen wie erneuerbare Energien, lebenswerte Städte und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen. Die Ausschlusskriterien legen fest, welche Geschäftsfelder, Praktiken oder Kontroversen wir nicht fördern wollen. Dazu gehören zum Beispiel fossile Energien, Atomenergie, Rüstung, industrielle Massentierhaltung, schwerwiegende Umweltverstöße sowie Verstöße gegen Menschenrechte.

Grafik zeigt die SDGs der Vereinten Nationen Übersicht in der Übersicht

Die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs)

Wir orientieren uns an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, bekannt als Sustainable Development Goals (SDGs). Dabei handelt es sich um eine universelle Agenda, die darauf abzielt, Armut zu beenden, den Planeten zu schützen und sicherzustellen, dass alle Menschen bis zum Jahr 2030 Frieden und Wohlstand genießen. Die SDGs sind in der Präambel der Satzung der Bank verankert.

Weitere Aspekte der Nachhaltigkeit im eigenen Bankbetrieb

Unsere Vision „Gemeinsam schaffen wir eine lebenswerte Welt für uns und kommende Generationen“ prägt auch unseren Arbeitsalltag. Deshalb berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsaspekte in vielen weiteren Bereichen unseres Bankbetriebs – etwa bei der Energieversorgung, unserem Gebäude oder Maßnahmen zur Förderung von Biodiversität.

Logo der EMAS

Unser Umweltmanagementsystem EMAS

Das Umweltmanagement der UmweltBank ist EMAS-zertifiziert. EMAS (Eco-Management und Audit Scheme) ist ein freiwilliges Umweltmanagementsystem der EU, geregelt durch die EMAS-Verordnung (EG) 1221/2009. Damit erfassen und bewerten wir unsere Umweltauswirkungen – etwa bei Energie, Emissionen, Ressourcenverbrauch, Mobilität und Abfall – und leiten daraus konkrete Ziele und Maßnahmen ab. Mithilfe von EMAS werden unsere Fortschritte  regelmäßig überprüft und transparent gemacht, um unser Umweltmanagement systematisch zu verbessern und zu kommunizieren.

1. Grundvoraussetzungen

  • Umweltprüfung: Erstbewertung aller direkten und indirekten Umweltaspekte (Energie, Abfall, Emissionen, Wasser etc.)
  • Umweltmanagementsystem: Aufbau eines Systems, das die Anforderungen der ISO 14001 einschließt und erweitert
  • Rechtskonformität: Nachweisliche Einhaltung aller relevanten Umweltvorschriften

 

2. Laufender Betrieb

  • Kontinuierliche Verbesserung: Messbare Verbesserung der Umweltleistung über die Zeit (nicht nur Einhaltung des Status quo)
  • Mitarbeitereinbindung: Aktive Beteiligung der Belegschaft am Umweltmanagement
  • Interne Umweltbetriebsprüfung: Regelmäßige Audits (i.d.R. jährlich)

 

3. Externe Prüfung & Veröffentlichung

  • Umwelterklärung: Erstellung eines öffentlich zugänglichen Berichts mit Kennzahlen zur Umweltleistung
  • Validierung: Prüfung durch einen zugelassenen, unabhängigen Umweltgutachter
  • Registrierung: Eintragung bei der zuständigen Stelle (in Deutschland z. B. IHK), erst danach darf das EMAS-Logo verwendet werden 
     

Der neue Standort der Bank: Das UmweltHaus

Unseren neuen Firmensitz wird derzeit als Holzhybridgebäude mit 13 Vollgeschossen gebaut. Bei der Bauausführung spielt insbesondere der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle. Die UmweltBank realisiert das Gebäude (als eines der ersten Nichtwohngebäude) nach dem Standard „KfW Effizienzhaus 40 NH“ und strebt eine Platin-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) an. Das entsprechende Vorzertifikat hat die DGNB der UmweltBank bereits im Februar 2024 im Rahmen des Richtfests übergeben.

Logo der DGNB Vorzertifikat in Platin

Das UmweltHaus wird über Photovoltaikflächen an der Fassade und auf dem Dach mit Strom versorgt. Geothermie und Wärmepumpen sorgen für Heizen und Kühlen, ergänzt durch ein Biomasse-Blockheizkraftwerk und einen Gas-Spitzenlastkessel. Eine intelligente Steuerung des außenliegenden Sonnenschutzes sowie eine tageslichtabhängige Lichtregelung reduzieren den Energiebedarf zusätzlich.

Strom aus 100 % erneuerbaren Energien

Der Energiebedarf der UmweltBank wird durch Strom und Fernwärme gedeckt. Beim Energiebezug legt die Bank Wert darauf, die Umweltbelastungen  so gering wie möglich zu halten. Den benötigten Strom bezieht die UmweltBank daher zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Der Partner dafür ist der Anbieter naturstrom.

Engagement für Bienen

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich auch über den Berufsalltag hinaus – beispielsweise kümmern sie sich um unsere hauseigenen Honigbienen.

Gemeinsam für eine bessere Welt

Unterstützung gemeinnütziger Initiativen und Vereine, wie beispielsweise durch eine Partnerschaft mit dem  Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V.  oder regelmäßige Spenden an den Verein Viva con Aqua.

Girokonto

"UmweltGiro"

Ein Girokonto dient in erster Linie dem täglichen Zahlungsverkehr. Es ist seiner Sache nach weder nachhaltig noch nicht nachhaltig, da es letztlich ein neutrales Gerüst für den Zahlungsverkehr darstellt. Eine Bank hat keinen Einfluss darauf, ob über ein Girokonto Zahlungen für nicht nachhaltige Zwecke abgewickelt werden. 

Eine Bank kann jedoch Einfluss darauf nehmen, wie sie die ihr anvertrauten Gelder anlegt. Die Kundeneinlagen, die bei der UmweltBank liegen, stärken die Refinanzierungsbasis und damit das Geschäftsmodell der UmweltBank (siehe Abschnitt "Kreditvergabe"). Diese richtet insbesondere ihr Kreditgeschäft und ihre Eigenanlagen an Positiv- und Ausschlusskriterien aus. Zudem erhalten die Kunden Zahlungskarten aus Holz und rPVC (siehe "Nachhaltige Karten").

Bild zeigt die Holz-Kreditkarte der UmweltBank vor einem grünen Hintergrund

Nachhaltige Karten

Die UmweltBank setzt bei ihrer Kreditkarte auf eine Karte aus naturbelassenem Holz. Sie ist genauso alltagstauglich wie eine klassische Plastikkarte – und gleichzeitig besonders stabil. Das Holz stammt aus Wäldern in der EU und der Schweiz. Nur die technischen Komponenten wie Chip und Magnetstreifen sind nicht biologisch abbaubar.

Die girocard besteht aus 97 % recyceltem PVC (rPVC). Für die Herstellung des rPVC werden recycelte Kunststoffmaterialien eingesetzt, die unter anderem aus industriellen Materialströmen stammen, beispielsweise aus dem Fensterbau oder dem Automobilsektor.

Tagesgeldkonto

"UmweltFlexkonto"

Ein Tagesgeldkonto dient in erster Linie der verzinslichen und zugleich flexiblen Anlage von Kundengeldern. Ähnlich wie das Girokonto, ist das Produkt selbst ist seiner Sache nach weder nachhaltig noch nicht nachhaltig, da es zunächst ein neutrales Instrument zur Geldanlage und zur kurzfristigen Liquiditätsverwaltung darstellt. Eine Bank hat keinen unmittelbaren Einfluss darauf, für welche Zwecke Kundinnen und Kunden die auf dem Tagesgeldkonto angelegten Gelder wirtschaftlich einsetzen.

Die UmwelBank kann jedoch Einfluss darauf nehmen, wie sie die ihr anvertrauten Kundeneinlagen im Rahmen ihres Geschäftsmodells verwendet (siehe Abschnitt "Kreditvergabe"). Die auf Tagesgeldkonten bei der UmweltBank gehaltenen Einlagen stärken deren Refinanzierungsbasis und damit das Geschäftsmodell der UmweltBank. Die UmweltBank richtet insbesondere ihr Kreditgeschäft und ihre Eigenanlagen an definierten Positiv- und Ausschlusskriterien aus.

Festgeldkonto

"UmweltFestzins"

Ein Festgeldkonto dient in erster Linie der verzinslichen Anlage von Kundengeldern für eine vereinbarte Laufzeit. Ähnlich wie das Giro- und Tagesgeldkonto ist das Produkt selbst seiner Sache nach weder nachhaltig noch nicht nachhaltig, da es zunächst ein neutrales Instrument zur Geldanlage darstellt. Eine Bank hat keinen unmittelbaren Einfluss darauf, für welche Zwecke Kundinnen und Kunden die auf dem Festgeldkonto angelegten Gelder wirtschaftlich einsetzen.

Die UmweltBank kann jedoch Einfluss darauf nehmen, wie sie die ihr anvertrauten Kundeneinlagen im Rahmen ihres Geschäftsmodells verwendet (siehe Abschnitt "Kreditvergabe"). Die auf Festgeldkonten bei der UmweltBank gehaltenen Einlagen stärken deren Refinanzierungsbasis und damit das Geschäftsmodell der UmweltBank. Die UmweltBank richtet insbesondere ihr Kreditgeschäft und ihre Eigenanlagen an definierten Positiv- und Ausschlusskriterien aus.

Wertpapiere – Aktive Fonds, ETFs und Co.

Bei unseren Wertpapierangeboten berücksichtigen wir neben den grundlegenden Standards in unserem Bankgeschäft auch Nachhaltigkeitsaspekte auf Basis gesetzlich anerkannter Standards. Unsere Fonds und ETFs sind nach Artikel 9 der EU-Offenlegungs-Verordnung als "dunkelgründe Fonds" qualifiziert.

Bei der Auswahl der Fonds und ETFs der UmweltBankBank spielen neben Rendite und Risiko je nach Produkt weitere Kriterien eine Rolle. Diese legen fest, in welche Unternehmen, Branchen oder Geschäftsfelder investiert werden darf und welche ausgeschlossen sind. Welche Kriterien für ein Produkt gelten und wie die Anlagen ausgewählt werden, ist in den jeweiligen Produktinformationen beschrieben.

Ausgezeichnet mit dem FNG-Siegel

Das FNG-Siegel, jährlich vergeben vom Forum Nachhaltige Geldanlagen e. V. (FNG), gilt als führender Qualitätsstandard für nachhaltige Fonds. Es bietet Anleger:innen eine verlässliche Orientierung und prüft, ob Fonds nachhaltige Kriterien konsequent umsetzen. Fondsanbieter, die das Siegel erhalten möchten, müssen sich einem umfassenden Prüfprozess unterziehen und Jahr für Jahr nachweisen, dass sie den Anforderungen an eine nachhaltige Anlagestrategie gerecht werden.

Dunkelgrüne Fonds nach Artikel 9

Die UmweltBank bietet drei eigene nachhaltige aktive Fonds und einige ETFs an. Alle UmweltBank-Fonds und ETFs qualifizieren sich als sogenannte Artikel 9-Produkte: Sie erfüllen damit die Anforderungen, die die EU in ihrer Offenlegungsverordnung (Nr. 2019/2088) an nachhaltige Geldanlagen stellt. Die UmweltBank Fonds und ETFs zählen gemäß Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung zu den sogenannten „dunkelgrünen“ Fonds*. Darunter fallen nur Finanzprodukte, die einen positiven Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen leisten. Sie haben dabei strengere Anforderungen als konventionelle oder sogenannte „hellgrüne“ Finanzprodukte. Auch wenn die EU Kernenergie und Erdgas unter bestimmten Voraussetzungen inzwischen als nachhaltig einstuft, bleiben die UmweltBank Produkte auch weiterhin frei von Atom und Gas.

* Einstufung laut EU-Offenlegungsverordnung nach Selbsteinschätzung der Fondsgesellschaft

Kreditvergabe

Die UmweltBank finanziert seit ihrer Gründung Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Immobilien. Die Finanzierung fokussiert sich dabei auf großvolumige Vorhaben von gewerblichen Kunden. Diese können auf eine persönliche Betreuung, fast 30 Jahre Erfahrung und eine langfristig ausgelegte Partnerschaft bauen. Ein zentraler Bestandteil sind hierbei die Kriterien, nach denen wir Kreditentscheidungen treffen. Sie definieren, welche Arten von Projekten grundsätzlich finanziert werden können und welche ausgeschlossen sind.

Kreditvolumen 2025

Kreditkuchen & Kreditvolumen

Das Herzstück der Bank – unser Kreditgeschäft – besteht aus überwiegend nachhaltigen Projekten. Der Kreditbestand belief sich Ende 2025 auf 3,2 Mrd. Euro, wovon rund 60 % auf Darlehen für Projekte aus dem Bereich erneuerbare Energien sowie rund 40 % auf Finanzierungen für Immobilien entfielen. Dazu zählen beispielsweise energieeffiziente Gebäude nach dem Standard der KfW-Energieeffizienzklassen, Wohnprojekte und soziale Infrastruktur. Diese Ausrichtung entsteht nicht zufällig: Vor einer Kreditentscheidung wird geprüft, ob ein Vorhaben zu den Positiv- und Ausschlusskriterien der UmweltBank passt. Damit wird festgelegt, welche Projektarten grundsätzlich finanziert werden können und welche Branchen oder Geschäftspraktiken ausgeschlossen sind.

Umweltrating Baufinanzierung

Das UmweltRating dient dazu, Immobilienfinanzierungen anhand definierter ökologischer und sozialer Kriterien zu bewerten. Dabei bewertet die UmweltBank einerseits bauliche Kriterien, vor allem die Energiebilanz in der Nutzung und den Ressourcenverbrauch im Bau. Auch Kriterien wie Baustoffwahl, Flächenverbrauch oder die Einbindung von Flora und Fauna werden berücksichtigt. Parallel bewertet die UmweltBank soziale Kriterien, die sich aus Wohnform, der Nutzung der Gebäude und der Einbindung in ein Mobilitätskonzept ergeben. Darüber hinaus differenziert das Rating zwischen Neubauprojekten und Bestandsimmobilien sowie wohnwirtschaftlichen und gewerblichen Bauvorhaben. Das UmweltRating wurde gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) entwickelt und seitdem regelmäßig evaluiert.

Energieeffizienzklassen des Immobilienportfolios

Rund 88 % der von der UmweltBank finanzierten Immobilien erreichen die Energieeffizienzklassen A+, A oder B. (Stand 08/26) Die Angabe bezieht sich auf die Anzahl der finanzierten Immobilien im Portfolio und zeigt den hohen Anteil besonders effizienter Gebäude. Zum Vergleich: Eine CBRE-Analyse des deutschen Wohnungsbestands kommt zu dem Ergebnis, dass Wohngebäude in Deutschland im Durchschnitt der Energieeffizienzklasse D entsprechen.

Gebäude werden im Energieausweis von A+ für sehr effiziente Gebäude bis H für sehr ineffiziente Gebäude eingestuft. Die Verteilung im Immobilienportfolio der UmweltBank zeigt damit, dass ein großer Teil der finanzierten Gebäude deutlich oberhalb dieses Vergleichswerts liegt. Die Energieeffizienzklasse ist jedoch nicht das einzige Kriterium in der Bewertung von Immobilienfinanzierungen. Neben energetischen und weiteren ökologischen Kriterien berücksichtigt die UmweltBank auch die Nutzung und den gesellschaftlichen Zweck eines Gebäudes. Das ist insbesondere bei Projekten relevant, die soziale Infrastruktur bereitstellen, etwa Kindergärten, Studierendenwohnheime oder andere gemeinschaftliche Nutzungen.

Energieeffizienzklassen 2025

So erklärt sich auch der verbleibende Anteil im Portfolio: Während der Großteil der finanzierten Immobilien über sehr hohe Energieeffizienzklassen eingeordnet werden kann, stehen bei einzelnen Vorhaben zusätzlich oder stärker soziale Kriterien im Fokus. Damit wird jede Immobilienfinanzierung anhand definierter Nachhaltigkeitskriterien bewertet – je nach Projekt mit unterschiedlichen Schwerpunkten (siehe "UmweltRating Baufinanzierung").

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Wir sind auf dem 1,5-Grad-Pfad des Pariser Klimaabkommens. Unsere Klimastrategie zeigt, wie wir diesen Weg konsequent weitergehen – mit klaren Zielen, messbaren Ergebnissen und einer bewährten Methodik.
 

So definiert die UmweltBank nachhaltige Geldanlage

Wie wir wirtschaften und Verantwortung übernehmen: Unsere Nachhaltigkeits- und Geschäftsberichte bieten detaillierte Einblicke.