
Nachhaltigkeit im UmweltHaus – transparent erklärt
Was hinter unseren Aussagen zum UmweltHaus steckt
Wenn wir das UmweltHaus mit Nachhaltigkeit in Verbindung bringen, möchten wir transparent machen, worauf sich diese Aussagen stützen. Die Planung des Gebäudes berücksichtigt verschiedene Aspekte rund um Energie, Ressourcen, Materialien, Begrünung und Mobilität. Auf dieser Seite zeigen wir, wie diese im UmweltHaus konkret umgesetzt werden.
Das UmweltHaus ist Nürnbergs neues Leuchtturmprojekt für moderne Büroimmobilien. Gebaut in Holz-Hybridbauweise, zukunftsfähig im Betrieb, flexibel in der Nutzung.
Zwischen Stadtleben und Zukunftsanspruch entsteht in Nürnberg ein Bürogebäude, das Maßstäbe setzt. Gebaut aus Holz. Gedacht für Wandel – gemacht für Beständigkeit.
Das UmweltHaus in Zahlen
13 Vollgeschosse
auf rund 52 Metern Gebäudehöhe
ca. 17.000 m² Gesamtfläche
für Büroflächen der UmweltBank und weitere Unternehmen
ca. 3.000 m³ Holz
in der Holz-Hybridkonstruktion
ca. 2.700 m² Photovoltaikflächen
mit ca. 480 kWp Photovoltaikleistung an der Fassade und auf dem Dach
KfW Effizienzgebäude 40
als energetischer Gebäudestandard
DGNB Platin – vorzertifiziert (Stand 2025)
Die endgültige Zertifizierung erfolgt nach Abschluss des Zertifizierungsprozesses.
Erdwärme, Sonnenenergie und Bioerdgas für ein effizientes Gesamtkonzept
Der Energiebedarf der Gebäude soll überwiegend durch vor Ort verfügbare Energiequellen in einem stabilen und effizienten Gesamtsystem mit unterschiedlichsten Bausteinen der erneuerbare Energieerzeugung gedeckt werden. Geothermie, Photovoltaik und Fernwärme versorgen UmweltHaus und UmweltQuartier mit der nötigen Energie für warmes Trinkwasser und die Flächenheizungen. Vor Ort gewonnener Strom aus Photovoltaik und Blockheizkraftwerk treibt eine Wärmepumpe an, die wiederum den Warmwasserkreislauf des Gesamtareals mit Heißwasser aus den bis zu 60 Meter tiefen Erdwärmesonden versorgt. Sogar die Abwärme des im UmweltHaus geplanten Biofachmarktes wird mittels Wärmetauscher zurückgewonnen und kann so in den Kreislauf mit einfließen. In den Sommermonaten übernimmt die Geothermieanlage zusätzlich die Kühlung der Gebäude. Die Wärme, die dem Erdreich im Winter entzogen wird, wird diesem im Sommer über die Kühlung wieder zugeführt. Die Stromversorgung erfolgt zum Großteil durch Photovoltaik-Module auf den Dächern des Quartiers sowie an den Fassaden des UmweltHauses und wird mit Strom aus einem mit Bioerdgas betriebenen Blockheizkraftwerk effizient ergänzt. Im Bedarfsfall kann das Gesamtsystem mit zertifiziertem Strom aus erneuerbaren Energien aus dem Netz unterstützt werden. Überschüssiger Strom fließt in einen Stromspeicher und die E-Ladesäulen in der Tiefgarage des Quartiers.
Holz als wichtiger Teil der Konstruktion
Die UmweltBank realisiert das UmweltHaus als eines der ersten Bürogebäude in Deutschland nach dem Energieeffizienz-Standard „KfW Effizienzhaus 40 NH“. Holz prägt dabei die Konstruktion des UmweltHauses maßgeblich: Das Gebäude wurde in Holz-Hybridbauweise errichtet, insgesamt kommen rund 3.000 m³ Holz zum Einsatz. Davon sind 760 m³ Baubuche und 2184 m³ Fichtenholz.
Begrünung schafft mehr als nur Aufenthaltsfläche
Dach und Außenflächen sind nicht ausschließlich Gebäudeflächen: Ein Teil davon wurde gezielt begrünt und mit unterschiedlichen Strukturen gestaltet. Hinzu kommen Vegetationsflächen im Außenbereich.
Staudenflächen für Bienen und Schmetterlinge, Totholzbereiche, Gabionen und Bienenkästen schaffen unterschiedliche Strukturen, die von verschiedenen Tierarten genutzt werden können. Bei der Pflanzplanung wurde außerdem berücksichtigt, keine invasiven Pflanzenarten vorzusehen.
Regenwasser möglichst auf dem Areal halten
Auch Wasser spielt bei der Gestaltung des Areals eine Rolle. Ziel ist es, Regenwasser dort, wo es möglich ist, direkt auf dem Grundstück versickern oder zurückhalten zu können, anstatt es unmittelbar abzuleiten.
Dafür werden unter anderem durchlässige Flächen und Grünflächen genutzt. Wo eine Versickerung aufgrund der örtlichen Bedingungen nicht möglich ist, wird Regenwasser in einem unterirdischen Rückhaltebecken gesammelt und anschließend weitergeleitet.
Gut angebunden – auch ohne Auto
Das Mobilitätskonzept schafft verschiedene Möglichkeiten, das UmweltHaus ohne eigenen Pkw zu erreichen.
Mit dem Fahrrad führt eine eigene Rampe direkt in die Tiefgarage. Dort und im Außenbereich befinden sich Fahrradstellplätze. Zusätzlich sind Lademöglichkeiten für Zweiräder, Duschen, Trocknungsräume und Spinde vorgesehen.
Direkt am UmweltHaus befindet sich außerdem die U-Bahn-Haltestelle Nordwestring.
Vielseitiges und umfassendes Umweltmanagementsystem im Rahmen von EMAS
Ein durchdachtes Gebäudekonzept berücksichtigt viele Aspekte – von der CO₂e-Bilanz über die Wärmeversorgung bis hin zur tierweltverträglichen Gestaltung. Um diesen Punkten die entsprechende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, betreibt die UmweltBank ein Umweltmanagementsystem nach EMAS.
DGNB Platin – vorzertifiziert
Für das Holzhochhaus wird eine Platin-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) angestrebt. Das Bewertungssystem berücksichtigt unterschiedliche Bereiche eines Gebäudes – beispielsweise CO2e-Bilanz des Gebäudes, Materialien, Energieversorgung, technische Qualität, Nutzung und Standort. Da das Projekt die strengen Kriterien schon in der Bau- und Planungsphase umfassend erfüllt, wurde im Rahmen des Richtfests am 14.02.2024 dem UmweltHaus offiziell das Vorzertifikat nach dem Platin-Standard der DGNB verliehen. „Der Neubau liefert als Holz-Beton-Hybridbau einen Beitrag zu ökologischer Nachhaltigkeit, Reduktion von Treibhausgas und Energieeffizienz sowie zur Ressourcenschonung“, erklärt Prof. Amandus Samsøe Sattler, Präsident der DGNB. Die endgültige Zertifizierung erfolgt nach Abschluss des Zertifizierungsprozesses.
Ausgezeichnet mit IHK-Immobilienpreis Mittelfranken 2025
Der neue Firmensitz der UmweltBank wurde bereits vor seiner Fertigstellung am 27. Juni 2025 von der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken mit dem Sonderpreis Innovation ausgezeichnet. Besonders positiv bewertete die Jury unter anderem das innovative und ausgeklügelte Energiekonzept sowie die Bemühungen, die Artenvielfalt auf dem Areal zu fördern. Von den zahlreichen Bewerbungen hob sich das UmweltHaus als Leuchtturmprojekt mit seinem richtungsweisenden Gesamtkonzept ab. Nach dem Urteil der Jury sei das Projekt „ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger urbaner Transformation und ein Vorbild für kommende Generationen von Büro- und Quartiersentwicklungen“. Die UmweltBank habe mit dem UmweltHaus buchstäblich Grenzen verschoben, hieß es zudem in der Laudatio im Rahmen der Preisverleihung.
Räume zum Arbeiten und Wohlfühlen
Auch im Inneren wurde das UmweltHaus so geplant, dass unterschiedliche Arbeitsweisen ihren passenden Platz finden. Neben klassischen Arbeitsplätzen gibt es Fokusboxen, Besprechungsräume, Co-Working-Flächen sowie offene Bereiche für Austausch und Zusammenarbeit.
Rückzugsorte und Begegnungsflächen ergänzen das Konzept: Dazu gehören unter anderem Lounges und Nischen, eine Cafeteria sowie ein begrünter Innengarten im 6. Obergeschoss.
So entstehen Räume für konzentriertes Arbeiten ebenso wie für Besprechungen, kreative Zusammenarbeit oder eine kurze Pause.
UmweltQuartier: Soziales Miteinander in lebenswerter Umgebung
Als konsequente Fortsetzung des UmweltHauses und als klares Bekenntnis zu ihrer Heimat Nürnberg treibt die UmweltBank die Planungen für das angrenzende UmweltQuartier weiter voran. Das Ziel ist eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die den angespannten Wohnungsmarkt entlastet. Der aktuelle Planungsstand sieht rund 300 Wohnungen – die zum Teil öffentlich gefördert werden – sowie ca. 215 Apartments für Studierende vor. Öffentlich zugängliche Grünflächen ermöglichen die Durchwegung des Quartiers und schaffen Räume für Begegnung und Gemeinschaft. In der Projektentwicklung legt die UmweltBank großen Wert auf Begegnung und Gemeinschaft, um mit dem UmweltQuartier eine lebenswerte Umgebung für die Bewohnerinnen und Bewohner von St. Johannis und Wetzendorf zu schaffen. Im UmweltHaus werden daher neben weiteren Büroflächen auch ein Bio-Fachmarkt und ein Café Platz finden.
Der nächste Meilenstein in der Planungsphase ist es, gemeinsam mit der Stadt Nürnberg den Bebauungsplan zu finalisieren. Der entsprechende Billigungsbeschluss könnte nach aktuellem Stand Mitte 2027 erfolgen.
Worauf beruhen unsere Angaben?
Unsere Aussagen zum UmweltHaus beruhen auf konkreten Planungs-, Bau- und Gebäudedaten. Die Umsetzung wird fachlich begleitet und dokumentiert. Neben Fach- und Freiraumplanern und unseren eigenen Expert:innen berät ein Baubiologe einzelne Themen und hilft uns, unsere Ziele zu erreichen.
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