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ETFs mit Nachhaltigkeits- und ESG-Kriterien

ESG, Artikel 8 oder Artikel 9: Wie streng filtern nachhaltige ETFs?

Marketingmitteilung

Das Angebot an ETFs mit Nachhaltigkeits- und ESG-Kriterien wächst. Doch finanzieren diese Fonds tatsächlich gezielt Unternehmen mit positiver Umwelt- oder Sozialwirkung, oder greifen die Auswahlkriterien zu kurz? Und wie lassen sich ETFs mit strengen Umwelt- und Sozialstandards gezielt finden? Eine Übersicht über die aktuelle Marktlage und anhand welcher konkreten Indikatoren und Ausschlusskriterien Sie entsprechende Fonds erkennen.

Kurz vornweg: Was sind ETFs?

Exchange Traded Funds, kurz ETFs, sind Fonds, die einen Index nachbilden. Dementsprechend entwickeln sie sich so wie der dazugehörige Index. Zum Beispiel bündelt ein DAX-ETF Aktien von allen Unternehmen, die im Deutschen Aktienindex (DAX) enthalten sind. Steigt der DAX, steigt auch der dazugehörige ETF. Gleiches gilt natürlich für sinkende Kurse. Im Deutschen spricht man daher oft auch von Indexfonds.  

Die Vorteile von ETFs

ETFs sind im Vergleich zu manch anderen Finanzprodukten relativ günstig. Der Grund: Anders als beispielsweise aktiv gemanagte Fonds haben sie kein Fondsmanagement, das Wertpapiere auswählen, gewichten und überwachen muss. Dadurch verursachen sie weniger Aufwand, was sich in niedrigen Gebühren niederschlägt.

Privatanleger:innen können ihre Investition mit wenigen oder sogar nur einem ETF breit streuen. Schließlich investiert man damit in viele Unternehmen gleichzeitig. Ein bekanntes Beispiel für einen breiten Marktindex ist der MSCI World, der über 1.400 Unternehmen aus 23 Industrieländern abbildet. Standard-Indizes wie der MSCI World enthalten allerdings auch Branchen wie fossile Energien oder Rüstung.

Viele ETFs sind sparplanfähig. Je nach Anbieter können Anleger:innen bereits ab einem Euro pro Monat in einen ETF investieren und so schrittweise Vermögen aufbauen.

Welche Kriterien prägen ETFs mit Umwelt- und ESG-Fokus?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an ETFs, die sich auf bestimmte Schwerpunkte spezialisieren – etwa auf geografische Regionen oder einzelne Branchen. Eine eigene Kategorie bilden ETFs mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG). Diese Fonds kombinieren die Struktur klassischer Indexfonds mit festgelegten Umwelt- und Sozialstandards. Je nach Anlagestrategie werden dafür nur Unternehmen berücksichtigt, die vordefinierte Ausschluss- oder Positivkriterien erfüllen.

EU-Regulierung sorgt für mehr Transparenz bei Nachhaltigkeits-ETFs

Aber welche Kriterien bestimmen eigentlich die Umwelt- und Sozialstandards eines ETFs? Die Definition, was unter Ausdrücken wie „nachhaltig“ oder „ökologisch“ zu verstehen ist, variierte bisher stark. Für Anlegende war daher oft nicht transparent, nach welchen konkreten Regeln ein Finanzprodukt investiert.

Mit der EU-Taxonomie-Verordnung und der Offenlegungsverordnung (SFDR) hat die Europäische Union verbindliche Rahmenbedingungen geschaffen. Diese Regulierungen verpflichten Fondsgesellschaften dazu, die genauen Umwelt- und Sozialkriterien ihrer Produkte sowie deren Kennzahlen offenzulegen. Das erhöht den Schutz vor irreführenden Umweltaussagen (Greenwashing) und bietet Anlegenden eine verlässlichere Informationsbasis für ihre Investitionsentscheidungen.

  • Anlageform: Aktien-ETF, thesaurierend
  • Region: Weltweit
  • Ausrichtung: Breit diversifiziert über Unternehmen verschiedener Größenklassen und Branchen.

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  • Anlageform: Aktien-ETF, thesaurierend
  • Region: Europa
  • Ausrichtung:  Breit diversifiziert über Unternehmen verschiedener Größenklassen und Branchen.
  • Anlageform: Anleihen-ETF, ausschüttend
  • Region: Schwerpunkt Europa
  • Ausrichtung: Staats- & Unternehmensanleihen 

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  • Anlageform: Anleihen-ETF, ausschüttend
  • Region: Schwerpunkt Europa
  • Ausrichtung: Unternehmensanleihen

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  • Anlageform: Anleihen-ETF, ausschüttend
  • Region: Schwerpunkt Europa
  • Ausrichtung: Staatsanleihen     

ESG, SRI & Co.: Welche Typen von Nachhaltigkeits-ETFs gibt es?

Die steigende Nachfrage nach Anlageprodukten mit Umwelt- und Sozialkriterien sorgt dafür, dass das Angebot an entsprechenden ETFs kontinuierlich wächst. Häufig lässt sich die angewendete Filterstrategie bereits am Namen des Fonds ablesen.

Am verbreitetsten sind ETFs mit den Kürzeln „ESG“ oder „SRI“. Sie wählen Titel nach definierten Kriterien im Bereich Umwelt und Soziales aus:

  • ESG steht für Environmental, Social and Governance (Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung). ETFs mit diesem Zusatz berücksichtigen diese drei Dimensionen bei der Bewertung von Unternehmen.
  • SRI steht für Socially Responsible Investment (sozial verantwortliches Investieren). SRI-Indizes legen in der Regel strengere Filter und Ausschlusskriterien an als Standard-ESG-Indizes.

 

Neben ESG- und SRI-Ansätzen gibt es eine Vielzahl von ETFs mit spezifischen Negativkriterien, erkennbar an Zusätzen wie „ex Weapons“, „ex Tobacco“, „ex Gambling“ oder „ex Alcohol“. In diesen Fällen werden Unternehmen der entsprechenden Wirtschaftssektoren (Rüstung, Tabakwaren, Glücksspiel oder Alkohol) aus den zugrunde liegenden Indizes ausgeschlossen.

Weitere Indizes richten ihren Fokus auf gezielte Zukunftsthemen oder Branchen – wie etwa erneuerbare Energien, Elektromobilität oder Geschlechtergerechtigkeit. Durch die verbindlichen Vorgaben der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) sind Fondsanbieter verpflichtet, die hinter diesen Namenszusätzen stehenden Kriterien und Kennzahlen transparent offenzulegen.

Tipps für Anlegende: Worauf Sie bei der Auswahl von ESG-ETFs achten sollten

Anlegerinnen und Anleger, denen strenge Umwelt- und Sozialkriterien bei der Geldanlage wichtig sind, sollten vor einer Kaufentscheidung das angewendete Auswahlverfahren genau prüfen. Wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, nutzen viele Indizes Best-in-Class-Ansätze oder Toleranzschwellen, was die Auswirkung einzelner Filter reduzieren kann.

Einen gesetzlich geregelten Orientierungsrahmen bietet die EU-Offenlegungsverordnung (SFDR). Sie teilt Finanzprodukte in drei Transparenzkategorien ein:

  • Artikel 6 (Kein Nachhaltigkeitsfokus): Finanzerzeugnisse, die keine konkreten ESG-Ziele oder -Merkmale verfolgen. Fondsanbieter müssen lediglich offenlegen, wie Nachhaltigkeitsrisiken bei Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden.
  • Artikel 8 (Fonds mit ESG-Merkmalen): Finanzprodukte, die neben finanziellen Zielen auch ökologische oder soziale Merkmale fördern. Diese Produkte binden beispielsweise Ausschlusskriterien oder Positivfilter ein, ohne jedoch ein reines nachhaltiges Investitionsziel als Hauptfokus zu haben.
  • Artikel 9 (Fonds mit nachhaltigem Investitionsziel): Finanzprodukte, die ein explizites und messbares nachhaltiges Investitionsziel verfolgen (z. B. die Reduktion von Treibhausgasen nach dem Pariser Klimaabkommen). Sie unterliegen den strengsten Offenlegungspflichten.

Die Einstufung nach der SFDR hilft Anlegenden, die regulatorische Intensität und die Offenlegungspflichten eines ETFs zu vergleichen. Finanzprodukte, die als Artikel 9 eingestuft sind, müssen das Erreichen ihres konkreten Nachhaltigkeitsziels anhand messbarer Indikatoren nachweisen.

Während die Mehrheit der am Markt erhältlichen Nachhaltigkeits-ETFs die Transparenzkriterien nach Artikel 8 erfüllt, entsprechen Produkte mit strengem Fokus – wie beispielsweise die UmweltBank-ETFs – der Klassifizierung nach Artikel 9.

Fazit: Wie lassen sich Umwelt- und ESG-Kriterien bei ETFs einordnen?

Das Angebot an ETFs mit spezifischen Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien wächst stetig, da die Nachfrage nach transparenten Geldanlagen hoch ist. Indexfonds bieten durch ihre Struktur eine breite Risikostreuung (Diversifikation), einfache Handelbarkeit und eine vergleichsweise günstige Kostenstruktur.

Gleichzeitig zeigen der Best-in-Class-Ansatz und unterschiedliche Toleranzschwellen, dass der Grad der Filtereinstellungen am Markt stark variieren kann. Anlegerinnen und Anleger, denen ein verbindliches und messbares Nachhaltigkeitsziel wichtig ist, können sich an der SFDR-Klassifizierung nach Artikel 9 orientieren – wie sie beispielsweise von den UmweltBank-ETFs erfüllt wird. Solche Produkte bieten eine transparente Basis für den Aufbau eines ESG-orientierten Portfolios.

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