Finanzwissen Persönliche Finanzen

Kleine Schritte, große Wirkung

So trainieren Sie mit einem Tagesgeld Ihren Geldumgang

Finanzprodukte und Anlagestrategien – klingt trocken? Stimmt! Deshalb haben die wenigsten Menschen Lust, sich durch diesen Dschungel zu wühlen. Aber auch schade, denn deshalb bleibt oft alles beim Alten: Geld und Finanzen laufen ohne Kontrolle nebenher, irgendwie fehlt der Überblick, und angeblich soll Geld ja auch für Sie arbeiten können.
Die gute Nachricht: Sie brauchen kein Finanzstudium und keine komplizierte App, um Ordnung in Ihr Geldleben zu bringen. Sie müssen nur einen kleinen, bewussten Schritt gehen: mit einem Tagesgeldkonto. Mit einem Tagesgeldkonto bringen Sie ganz einfach Ordnung in Ihre Finanzen – ohne Risiko, aber mit einem guten Gefühl von Kontrolle und Wirkung.

Ordnung im Geld-Alltag: der Tagesgeld-Hack

Je einfacher, desto besser: rein intuitiv hört sich das gut an. Beim Girokonto gerät das aber schnell an seine Grenzen: Hier laufen sämtliche Ausgaben über ein einziges Konto – das ist zwar „einfach“, aber weder übersichtlich noch hilfreich.
Das Zauberwort heißt: Struktur. Wie beim Aufräumen in Ihrer Wohnung, wenn nicht mehr das komplette Chaos herrscht, sondern eine gewisse Ordnung. Oder wie bei Apps, bei denen es sinnvoll ist, die wichtigsten Favoriten auf die Startseite zu legen.
 

Statt also ein einziges Konto für alles zu nutzen, schaffen Sie Struktur: 

  • Sie nutzen nach wie vor ein Girokonto. Das bleibt Ihr Alltagskonto – für Überweisungen, Einkäufe, Gehaltseingang und so weiter.
  • Zusätzlich nutzen Sie ein Tagesgeldkonto. Das ist Ihr Aufräum- und Vorratskonto. Darauf legen Sie Geld, das Sie nicht direkt brauchen.


Mit einem Tagesgeld ziehen Sie eine klare Linie und ordnen Ihr Geld in zwei Bereiche: in ein Konto mit vielen Bewegungen, das eben unübersichtlich sein kann, und ein Konto, auf dem Sie wichtiges Geld übersichtlich parken und ruhen lassen – und das dabei auch noch Zinsen abwirft.

Warum ein Tagesgeld Ihnen mehr bringt als Zinsen

Ein Tagesgeld kann noch mehr Wirkung haben als nur Zinsen. Es bringt Struktur in Ihr Geldleben. Und diese Struktur erlaubt es Ihnen, mehr Überblick über Ihr Geld zu haben und leichter Geld beiseitezulegen. Und das geht eigentlich ganz einfach:

  • Sparen am Monatsanfang: Überweisen Sie zum Beispiel Ihr Guthaben per Dauerauftrag direkt ein paar Tage nach dem Gehaltseingang aufs Tagesgeldkonto. So kommt Routine in Ihr Sparen.
  • Sparen am Monatsende: Sie checken einmal monatlich vor dem Gehaltseingang, wie Sie dastehen. Sie sind deutlich im Plus? Dann sofort rüber damit aufs Tagesgeldkonto, wo es Zinsen abwirft. (Ein bisschen was kann natürlich auf dem Girokonto bleiben.)

 

Schon mit diesen zwei einfachen Gewohnheiten entwickeln Sie eine erste Finanzroutine, die Ihnen hilft, Schritt für Schritt Vermögen aufzubauen. Wichtiger Tipp: Überziehungszinsen sind höher als Tagesgeldzinsen, daher lohnt es sich nicht, auf dem Girokonto im Minus zu sein und auf dem Tagesgeldkonto im Plus. Was sich aber ebenfalls nicht lohnt: auf dem Girokonto zinslos im Plus zu sein – wo es auf dem Tagesgeldkonto doch Zinsen für Ihr Geld geben könnte.

Hier noch drei Tipps, wie Sie mit einem Tagesgeld mehr Struktur schaffen:

  • Mikro-Ziele: Sparen ist immer abstrakt. Setzen Sie sich konkrete Sparziele – etwa „500 Euro für eine Reparatur“ oder „1.000 Euro für den Trip nach …“. Das motiviert Sie, weiterzumachen. Sie können beispielsweise Daueraufträge vom Girokonto aufs Tagesgeldkonto zeitlich begrenzen – und so über Monate hinweg einen konkreten Betrag aufs Tagesgeldkonto sparen.
  • Anti-Prass-Taktik: Bringen Sie überraschenden Überfluss sofort in Sicherheit. Geld von der Oma? Bonus im Job? Zusätzliche Einkünfte durch Nebenverdienst? Sie könnten sich jetzt sofort irgendeinen Firlefanz gönnen – oder das Geld direkt aufs Tagesgeldkonto überweisen. Dann haben Sie es in der Rückhand, wenn eine wichtige Ausgabe ansteht.
  • Gehaltserhöhungs-Ausgleich: Sie bekommen mehr Geld? Wie großartig! Doch möchten Sie ab jetzt plötzlich luxuriöser leben? Wenn nicht: Richten Sie einen Dauerauftrag in gleicher Höhe ein (oder fügen Sie dem vorhandenen die Gehaltserhöhung hinzu). Vorteil: Sie haben kein Verlustgefühl, denn alles bleibt beim Alten. Aber wenn Sie das Tagesgeldkonto checken, finden Sie dort plötzlich Ihr Erspartes.

 

Das Tagesgeldkonto bringt Ihnen noch etwas: Sie entwickeln damit ganz ohne Risiko eine Routine, aktiv mit Geldanlagen umzugehen. Und das bringt Ihnen langfristig Gelassenheit im Umgang mit Geld. Haben Sie ein Jahr Tagesgeld hinter sich, werden Sie feststellen: Finanzprodukte sind gar nicht so kompliziert – und Ihr erstes haben Sie schon gemeistert! Dann sind Sie bereit für die nächste Stufe, zum Beispiel Festgeld.

Egal wie: Mit einem Tagesgeldkonto schaffen Sie sich einen Puffer und können Reparaturen oder anderen unerwarteten Ausgaben entspannt begegnen. Oder, wenn nichts davon eintritt, sich über das gesparte Geld (und die Zinsen) freuen. 

Und Sie können sich darüber freuen, dass Ihr Geld wirkt. Aber wie wirkt Tagesgeld denn?

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Noch immer parken viele Menschen ihr Vermögen auf unverzinsten Konten wie dem Girokonto, weil sie Wertpapiere für zu riskant halten. Gerade für Neulinge könnten sich aber möglicherweise auch Fonds anbieten. Mit einigen Tipps wird der Einstieg leichter.

Banken können mit dem Geld, das auf Tagesgeldkonten liegt, arbeiten. Wie das geschieht, entscheidet jede Bank auf ihre Weise. Häufig fließen Gelder daher in Kohle und Öl, Nahrungsmittelspekulation oder Rüstung. Nachhaltige Banken schließen das aus.

Also noch einmal in aller Kürze: 

  • Auf ein Tagesgeld haben Sie jederzeit vollen Zugriff.
  • Es gibt kein Risiko und keine Bindung.
  • Ihr Guthaben ist bis 100.000 Euro gesetzlich abgesichert.
  • Ihr Geld wirft Zinsen ab, anders als beim Girokonto.
  • Bei nachhaltigen Banken wie der UmweltBank kann Ihr Geld in nachhaltigen Projekten wirken.
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