
Der Traum vom Eigenheim ist vielerorts nur noch schwer zu erfüllen. Geeignete Grundstücke sind rar, und die Preise steigen unaufhörlich. Innovative Baugemeinschaften machen vor, wie es in der Gruppe trotzdem funktionieren kann – ökologisches Wohnen inklusive.
Die Zahlen sehen nicht rosig aus: Die Preise für Bauland in Deutschland sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Laut dem Statistischen Bundesamt (Stand 2025) lag der durchschnittliche Kaufwert für baureifes Land zuletzt bei rund 250 Euro pro Quadratmeter. In besonders gefragten Regionen und Großstädten werden jedoch weiterhin deutlich höhere Preise erzielt – teilweise mehrere hundert Euro pro Quadratmeter. Besonders starke Preissteigerungen zeigen sich in Ballungsräumen und Süddeutschland: In Bayern lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für baureifes Land (Stand 2025) im Jahr 2024 bereits bei 381 Euro. In Oberbayern wurden im Schnitt sogar 978 Euro pro Quadratmeter gezahlt (Stand 2025).
Kurz gesagt: In beliebten Gegenden wie Bayern, Berlin, Hamburg oder Baden-Württemberg ist ein Hausbau für viele Familien daher kaum noch zu realisieren.
Wie wollen wir wohnen?
Ein Weg zu bezahlbarem Wohnraum können Baugemeinschaften sein. Bei dieser Lösung schließen sich Bauwillige zusammen und stemmen den Hausbau gemeinsam. Dafür kaufen sie ein Grundstück, das nach den eigenen Vorstellungen bebaut wird: Vom Reihen- bis zum Mehrfamilienhaus ist alles möglich.
Abgesehen von der Gebäudeform entwickeln Baugruppen ein Konzept für das spätere Wohnen auf dem Gelände, beispielsweise ein aktives Miteinander oder eine generationenübergreifende Nachbarschaft. Den nötigen Raum für Begegnung schaffen in diesen Projekten Gemeinschaftsküchen, Gärten, Spielplätze oder Veranstaltungsräume.
Auch ökologische Aspekte spielen für Baugemeinschaften oftmals eine große Rolle. Sie entscheiden sich für eine nachhaltige Bauweise, nutzen nachwachsende Ressourcen und energiesparende Wohnkonzepte.
In der Baugemeinschaft wird's günstiger
Innerhalb der Baugemeinschaft sind solche Ideen leichter umzusetzen als im Alleingang, sofern die Baugruppe ohne Bauträger ans Werk geht. Denn so bewahren sich die Bauleute den größtmöglichen Einfluss auf das Ergebnis.
Gleichzeitig spart das gemeinsame Bauen viel Geld, schließlich verteilen sich alle Erwerbsnebenkosten, wie Grunderwerbssteuer, Makler- oder Notarkosten, auf mehrere Schultern; gleiches gilt für die Erschließung des Geländes. Außerdem benötigt die Baugemeinschaft für Reihen- oder Mehrfamilienhäuser weniger Grundstücksfläche als für mehrere Einfamilienhäuser. Das senkt die Anschaffungskosten.
Die größten Vorteile von Baugemeinschaften
- Geringe Kosten
- Mehr Individualität
- Hoher ökologischer Standard
Die gängigste Rechtsform von Baugemeinschaften
In einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) haftet jeder Gesellschafter unbeschränkt auch mit seinem Privatvermögen. Dafür ist diese Rechtsform verhältnismäßig unkompliziert zu gründen. Nach abgeschlossenem Bau kann die GbR aufgelöst und stattdessen eine Wohnungseigentümergesellschaft gebildet werden.
So geht gemeinsames Leben in der Baugemeinschaft
Egal in welcher Rechtsform, Baugemeinschaften können der Einstieg in ein neues Wohnmodell sein. Dafür brauchen die Beteiligten aber nicht nur Geduld und Kompromissbereitschaft, sondern vor allem eine gemeinsame Vision von gemeinschaftlichem Wohnen.
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