Pressemitteilung

Marktumfeld trübt Halbjahresergebnis und Prognose

  • Solide Nachfrage nach grünen Finanzierungen
  • Ergebnisprognose für 2022 angepasst
  • Möglicher Sondererlös durch Verkauf eines Windparks
Die Vorstände der UmweltBank: Heike Schmitz, Jürgen Koppmann, Goran Bašić (v.l.n.r.).
Die Vorstände der UmweltBank: Heike Schmitz, Jürgen Koppmann, Goran Bašić (v.l.n.r.).

Das Geschäft der UmweltBank AG hat sich im ersten Halbjahr 2022 schwächer entwickelt als vom Vorstand mit Blick auf das Gesamtjahr erwartet. Das Ergebnis vor Steuern lag zum 30.06.2022 mit 14,0 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres (21,7 Mio. Euro). „Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine haben sich die Aussichten eingetrübt. So halten sich unsere Kundinnen und Kunden bei Wertpapieranlagen zurück“, bemerkt Jürgen Koppmann, Sprecher des Vorstands. Zusätzlich wirken eine höhere Vorsorge für operationelle Risiken und regulatorisch veranlasste Einmalaufwendungen für die Bankenbranche, insbesondere die sogenannte Bankenabgabe, belastend auf das Ergebnis.

Solide Nachfrage nach Umweltkrediten

Die Bilanzsumme wuchs im ersten Halbjahr 2022 um 4,2 % auf rund 6,2 Mrd. Euro. Dabei stieg das Volumen der Umweltkredite auf 3,6 Mrd. Euro. „Zwar verläuft das Kredit-Neugeschäft aufgrund der gestiegenen Zinsen und der hohen Materialpreise derzeit etwas abgebremst, aber mit 325 Mio. Euro lag es trotzdem auf hohem Niveau“, kommentiert Goran Bašić, Mitglied des Vorstands.
 


Die Zinswende ist da

Ende Juli erhöhte die EZB erstmals seit über einem Jahrzehnt die Leitzinsen um 0,5 % und stellte weitere Zinserhöhungen in Aussicht. „Der Zinsanstieg wird mittel- bis langfristig eine positive Wirkung auf die Zinsmarge der UmweltBank entfalten. Im Geschäftsjahr 2022 wird der Effekt jedoch noch nicht spürbar sein, da die höheren Zinsen auf das Neugeschäft und Verlängerungen wirken, nicht aber auf den zinsgebundenen Darlehensbestand“, erläutert Heike Schmitz, Mitglied des Vorstands.
 

Fondsmarke UmweltSpektrum erhält Zuwachs

Die UmweltBank bietet seit April dieses Jahres die global investierenden Aktienfonds UmweltSpektrum Natur sowie UmweltSpektrum Mensch an. Mit den beiden neuen Fonds können Anlegerinnen und Anleger gezielt in ausgewählte Nachhaltigkeitsthemen investieren. Insgesamt betrug das Fondsvolumen der UmweltSpektrum-Familie zum 30. Juni 2022 rund 120 Mio. Euro, ein Plus von 20 % seit Jahresbeginn.
 

Prognose für 2022 angepasst

Auf Basis der Halbjahreszahlen 2022 und der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat der Vorstand die Erwartungen für das Gesamtjahr 2022 neu eingeschätzt. Nachdem bisher ein Ergebnis vor Steuern auf dem Niveau des Vorjahres (38,1 Mio. Euro) erwartet wurde, geht der Vorstand nun von einem Ergebnis in Höhe von etwa 34 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2022 aus.

Unabhängig davon hat der Vorstand entschieden, eine Beteiligung an einem Windpark aufgrund günstiger Marktbedingungen zu veräußern. Der Vorstand hält im Erfolgsfall einen außerordentlichen Ertrag im niedrigen zweistelligen Millionen-Eurobereich für erzielbar. Der Abschluss des Verkaufs wird für das zweite Halbjahr 2022 angestrebt. Dieser außerordentliche Ertrag ist in der angepassten Prognose für das Geschäftsjahr 2022 noch nicht berücksichtigt.

 

Weiterführende Informationen

Die Geschäftszahlen der UmweltBank finden Sie hier.