
Lebensadern unter Druck
Warum gesunde Flüsse jetzt entscheidend sind
Die Klimakrise fordert neue Antworten. Eine davon liegt direkt vor unserer Haustür: unsere Flüsse. Wenn sie wieder Raum bekommen, können sie Hochwasser abfedern, Dürren abpuffern und Lebensräume sichern. Der NABU-Flussfonds unterstützt dabei, Flüssen diesen Raum zurückzugeben.
Hochwasser zerstört Existenzen. Dürreperioden legen Landschaften lahm. Die Klimakrise zeigt sich längst nicht mehr abstrakt in Grad-Zahlen – sie zeigt sich in überfluteten Kellern, ausgetrockneten Böden und kippenden Ökosystemen. Besonders von der Klimakrise betroffen: unsere Flüsse.
Über Jahrzehnte wurden Flüsse begradigt, eingedeicht, vertieft. Die natürlichen Flussauen wurden abgetrennt, Überflutungsflächen bebaut. Was einst dynamische Lebensräume waren, wurde technisch reguliert. Mit Folgen: Wasser fließt schneller ab, Hochwasserspitzen steigen, Böden trocknen schneller aus.
Heute wird deutlich, wie sehr uns intakte Flusslandschaften fehlen. Flussauen gehören zu den weltweit am stärksten gefährdeten Ökosystemen – sie verschwinden dreimal schneller als Wälder.
Warum Flüsse Schlüsselakteure der Klimaanpassung sind
Naturnahe Flüsse können das, was wir in Zeiten der Klimakrise dringend brauchen, nämlich Extreme abpuffern.
- Sie bremsen Hochwasser. Wenn Auen wieder überflutet werden, entstehen natürliche Rückhalteräume. Das senkt Hochwasserspitzen und ergänzt bauliche Schutzmaßnahmen wirksam.
- Sie speichern Wasser für Trockenzeiten. Auen und Uferzonen wirken wie Schwämme. Sie nehmen Wasser auf und geben es zeitverzögert wieder ab.
- Sie sind wichtige Ökosysteme. Intakte Flusslandschaften bieten Raum für mehr Biodiversität – ein zentraler Faktor für Resilienz gegenüber Klimaveränderungen.
Renaturierung ist deshalb kein Naturschutz „für später“, sondern eine konkrete Maßnahme zur Klimaanpassung im Hier und Jetzt.
Der NABU-Flussfonds: Renaturierung mit System
Genau hier setzt der NABU mit seinem Flussfonds an. Hierbei handelt es sich nicht um einen Investmentfonds, sondern um einen zweckgebundenen Spendenfonds. Die Mittel fließen direkt in Projekte zum Schutz und zur Wiederherstellung von Flüssen und Auen.
Unterstützt wird insbesondere das NABU-Institut für Fluss- und Auenökologie (IFA). Es plant, begleitet und realisiert Renaturierungsmaßnahmen an verschiedenen deutschen Flüssen – darunter Aller, Alte Dosse, Elbe, Havel, Rhein, Schwarze Elster und Weser.
Ein Leuchtturmprojekt ist die Untere Havelniederung in Brandenburg und Sachsen-Anhalt: Auf rund 90 Kilometern entsteht hier Schritt für Schritt Europas größte Flussrenaturierung. Ufer werden abgeflacht, 14 Altarme fließen wieder, 45 alte Flutrinnen sind reaktiviert. Und auch an Land verändert sich viel: 120 Hektar Auenwald wurden neu begründet – das entspricht etwa 170 Fußballfeldern.
Schritt für Schritt entsteht wieder ein Fluss, der Raum hat – und der Raum gibt:
Altarme fließen wieder
Flutrinnen sind reaktiviert
Hektar Auenwald wurden neu begründet
Gemeinsam für lebendige Flüsse
Gerade angesichts zunehmender Extremwetterereignisse ist längst klar: Wer Flüssen Flächen zurückgibt, investiert in Zukunftsfähigkeit. Der NABU-Flussfonds bündelt Engagement für genau diese Aufgabe – und die UmweltBank unterstützt diesen Fonds nun mit ihrer Startprämie: Für jedes neu eröffnete UmweltGiro erhalten nämlich nicht nur die Kund:innen 100 Euro Startguthaben, die UmweltBank spendet auch 50 Euro an den NABU-Flussfonds.* Damit lohnt sich das Konto nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Umwelt.
Das Girokonto wird so zu einem Beitrag, der über den eigenen Kontostand hinaus wirkt. Nachhaltiges Banking beginnt hier nicht erst bei großen Investitionen, sondern im Alltag – bei der Entscheidung für ein nachhaltiges Girokonto.
*Es gelten die Teilnahmebedingungen zur Startprämie unter umweltbank.de/praemie
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