Wohlstand im Alter, ein Polster für die Kinder oder einfach mehr Unabhängigkeit im Leben – es gibt viele Gründe dafür, ein Vermögen aufzubauen. Vielleicht haben Sie geerbt oder eine Immobilie verkauft. Auch in diesen Fällen macht es Sinn, sich mit einer Anlagestrategie zu befassen. Denn Geld kann sich vermehren, trotz Inflation und Niedrigzinsphase. Sie müssen es nur richtig anpacken.

Wie funktioniert Vermögensaufbau?

Das Grundprinzip des Vermögensaufbaus besteht darin, Geld anzulegen und für sich arbeiten zu lassen: Ihre Geldanlage sollte Rendite, also Erträge wie Zinsen, Gewinnbeteiligungen (z. B. Dividende) oder Mieteinnahmen erwirtschaften.

Falls Sie bereits eine größere Summe zu Seite gelegt oder beispielweise geerbt haben, können sie diese einmalig anlegen. Je länger Sie das Geld liegen lassen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie bei positiver Kursentwicklung vom Zinseszinseffekt profitieren werden. Auch wenn Sie momentan nur wenig oder gar nichts gespart haben, bauen Sie mit kleineren monatlichen Spareinlagen ein Vermögen auf. 
Eine Kombination aus Einmalanlage und regelmäßiger Sparrate ist ebenso möglich und sehr effektiv.

Was ist eigentlich ein Vermögen?
 

Umgangssprachlich ist „Vermögen“ ein abstrakter Begriff, den viele völlig unterschiedlich verstehen. Für manche Menschen kann eine Fernreise bereits ein „Vermögen kosten“, für Personen mit gehobenem Einkommen beginnt ein Vermögen in höheren Sphären. Wirtschaftlich betrachtet stellt ein Vermögen den Geldbetrag dar, den Sie theoretisch bekommen würden, wenn Sie Ihren gesamten Besitz verkaufen, abzüglich aller Schulden. Beim Vermögensaufbau geht es darum, diese Summe über die Jahre sukzessive zu erhöhen.

Gut vorbereitet: Die Basis Ihrer Geldanlage

Um mit einer regelmäßigen Einlage ein Vermögen aufzubauen, brauchen Sie am Ende des Monats einen Überschuss. Sie müssen dazu also mehr Geld einnehmen als Sie ausgeben. Wir empfehlen, über zwei bis drei Monate ein Haushaltsbuch zu führen, um über alle Ein- und Ausgaben einen Überblick zu erhalten. Danach sollten Sie wissen, wieviel Geld Sie monatlich investieren können.

 Bevor Sie damit beginnen, sollten Sie folgende Grundlagen schaffen:

Es macht meist wenig Sinn, mit dem Anlegen zu starten, wenn Sie noch Schulden mit sich herumschleppen. Denn Kreditzinsen kosten Geld, das beim Anlegen fehlt. Allerdings kommt es auf die Höhe und die Art der Schulden an. Wenn Sie einen Studienkredit mit moderaten Zinsen abzahlen und diesen nicht auf einen Schlag begleichen können, sollten Sie trotzdem mit dem Vermögensaufbau beginnen. Denn je früher Sie damit starten, desto besser. Dazu weiter unten mehr. Gleiches gilt für einen langfristigen Immobilienkredit. Konsumschulden wie Darlehen für einen Urlaub oder Möbel sollten Sie besser vorab begleichen, weil hierfür in der Regel höhere Zinsen anfallen.

Irgendetwas geht immer schief: Die Waschmaschine geht plötzlich kaputt, das Auto muckt oder eine unerwartete Steuernachzahlung flattert ins Haus. Unvorhersehbare Ausgaben können jederzeit entstehen. Darum ist es wichtig, einen Notgroschen anzulegen, bevor Sie mit dem Anlagen beginnen. Dieser sollte drei bis sechs Monatsgehältern entsprechen und auf einem Tagesgeldkonto jederzeit verfügbar sein. Das bringt aufgrund des momentan sehr niedrigen Zinsniveaus keine Erträge, stellt aber einen wichtigen Baustein für Ihre finanzielle Sicherheit dar.

Je weniger Sie ausgeben, desto mehr bleibt für den Vermögensaufbau übrig. Manche Menschen entscheiden sich deswegen für eine minimalistische Lebensweise, die sich bewusst auf das Nötigste beschränkt. Dank der niedrigen Ausgaben sind Minimalist_innen teilweise recht früh finanziell unabhängig. Soweit müssen Sie nicht gehen, aber vielleicht gibt es in Ihrer Lebensführung Sparpotenzial: Laufen beispielsweise Abos von digitalen Diensten weiter, die Sie gar nicht mehr nutzen? Sind Ihre Versicherungspolicen auf dem aktuellsten Stand? Können Sie bei Stromkosten oder Handygebühren durch neue Verträge Geld einsparen? Es lohnt sich, bei den Ausgaben genauer hinzuschauen.

Eine weitere Herangehensweise ist es, Einnahmen zu erhöhen. Das ist natürlich nicht ganz so einfach, wenn Sie bereits zeitlich voll ausgelastet sind. Vielleicht ist es ein guter Zeitpunkt, eine Gehaltserhöhung anzusprechen oder zu prüfen, ob Sie von dem oder der Arbeitgeber_in vermögenswirksame Leistungen erhalten können. Denn dieses „Extrageld“ vom Betrieb ist genau für den Vermögensaufbau eingeführt worden.

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Die richtige Anlagestrategie für Ihren Vermögensaufbau

Wer finanziell vorsorgen, kommt momentan an der Börse nicht vorbei. Denn einige bei den Deutschen sehr beliebte Anlagen wie Banksparpläne oder europäische Staatsanleihen werfen kaum noch Rendite ab. Gleiches gilt für Zinsprodukte wie Festgeld- oder Tagesgeldkonten: Mehr als 0,5 Prozent Zinsen werden kaum mehr angeboten – das gleicht noch nicht einmal die Inflation aus. Ihr Geld verliert damit also an Kaufkraft, statt sich zu vermehren. Mehr als den Notgroschen sollten Sie hier nicht „parken“. Eine Investition in Aktien schreckt risikobewusste Anleger_innen zu Unrecht ab. Denn mit der richtigen Strategie können die Risiken eines Börseninvestments reduziert werden. Dabei sind zwei Aspekte maßgeblich: der Anlagehorizont und die Diversifizierung des Portfolios.

Faktor Zeit: Kursschwankungen ausgleichen

Die Börsenkurse schwanken, keine Frage. Doch Kursschwankungen wirken sich bei einem langen Anlagehorizont von beispielsweise zehn Jahren auf den Vermögensaufbau oft weniger stark aus als bei kurzfristigen Investitionen. Von kurzfristigen Rücksetzern sollten Sie sich nicht beeindrucken lassen. Am Ende zählt, zu welchem Kurs Sie Ihre Anteile wieder verkaufen. Denn erst mit dem Verkauf realisieren Sie Kursgewinne oder -verluste.

Diversifizierung: Breit gestreut, nie bereut

Einzelne Aktien auszuwählen ist schwierig und risikoreich. Besser ist es, das Geld auf verschiedene Werte aufzuteilen. Damit reduziert man das Verlustrisiko, weil negative Kursentwicklungen regelmäßig von anderen positiven Entwicklungen überkompensiert werden. Genau das tun Investmentfonds: Sie sind sozusagen ein ganzer Strauß an Aktien, in die Sie gleichzeitig investieren, wenn Sie Fondsanteile erwerben. Das Portfolio des Fonds stellen Fondsmanager_innen zusammen.

Starthilfe: 4 Tipps für Ihr Sparvorhaben

Sie sehen: Sie müssen kein Börsengenie sein und können auch mit überschaubaren Beträgen anfangen. Mit den folgenden Tipps gehen Sie den Vermögensaufbau bestmöglich an:
 

1. Jetzt ist der beste Zeitpunkt

Wenn Sie ein Geld anlegen möchten, beginnen Sie so früh wie möglich damit, ganz egal, wie groß oder klein Ihre Spareinlage ist. Der amerikanische Investor Kenneth Fisher hat es so auf den Punkt gebracht: „Time in the market beats timing the market“ (dt.: Die Zeit im Markt schlägt den Einstiegszeitpunkt.). Statt auf den richtigen Moment zu warten, um ihr Geld zu investieren, starten Sie besser sofort mit dem, was Sie haben. Denn die Zeit spielt für Ihre Geldanlage.
 

2. Den Zinseszins mitnehmen

Beim Vermögensaufbau spielt Zeit eine wichtige Rolle – insbesondere dann, wenn Sie mit kleineren Spareinlagen Ihr Geld vermehren möchten. Denn dabei können Sie nicht nur Kursschwankungen entspannt aussitzen, sondern auch den Zinseszins für sich arbeiten lassen. Beim Fondssparen mit Investmentfonds beispielsweise erhalten Sie Erträge (z. B. Dividenden oder Zinsen). Wenn Sie diese direkt reinvestieren, werden diese Erträge in der nächsten Periode mitverzinst. Thesaurierende Fonds investieren den Betrag automatisch. Auf einen langen Anlagehorizont von zehn oder zwanzig Jahren können abhängig von der Sparrate durch den Zinseszins beträchtliche Zuwächse entstehen. Nicht umsonst hielt Albert Einstein den Zinseszins für die größte Erfindung des Menschen.
 

3. Sparplan anlegen

Ein Sparplan ist sehr praktisch: Einmal eingerichtet, funktioniert er wie ein Dauerauftrag. Für ein festgelegtes Budget investieren Sie regelmäßig in die Fonds Ihrer Wahl. Das geht bei der UmweltBank übrigens schon ab 25 Euro im Monat. Der Sparplan hilft nicht nur, sich zu disziplinieren, sondern sorgt dafür, dass Kursschwankungen nicht zu stark ins Gewicht fallen. Denn in Zeiten fallender Kurse erwerben Anleger_innen mehr Fondsanteile für die Sparrate, bei steigenden Kursen ist es andersherum. Unterm Strich ergibt sich ein Durchschnittskurs. Man nennt dieses Phänomen auch den Durchschnittskosteneffekt oder Cost-Average-Effekt.
 

4. Nachhaltig investieren

Wer für die Zukunft vorsorgen möchte, sollte sich auch überlegen, in welche Branchen und Unternehmen das Geld fließt. Denn Investments gestalten unsere Zukunft stets mit. Darum werden nachhaltige Geldanlagen beim Vermögensaufbau immer beliebter. Die Werte, die in einen nachhaltigen Fonds aufgenommen werden, müssen nicht nur im Hinblick auf Rendite, Verfügbarkeit oder Sicherheit punkten. Ökologische, ethische und soziale Aspekte sind ebenso von Bedeutung. Nachhaltige Geldanlagen wie Umweltfonds verbinden auf diese Weise die strategischen Vorteile eines Investmentfonds mit einer nachhaltigen Strategie. Hinzu kommt, dass sich nachhaltige Fonds in den letzten Jahren als äußerst krisensicher gezeigt haben. Gutes tun und dabei eine attraktive Rendite zu erzielen, ist längst kein Widerspruch mehr.

 

Wer den Vermögensbau regelmäßig und mit Geduld angeht, kann durchaus eine ansehnliche Summe ansparen. Ganz gleich, ob Sie sich damit den Start in die Selbstständigkeit ermöglichen, ein paar Jahre im Ausland gönnen, ein Tiny House leisten oder einfach ein solides Fundament für das Alter schaffen – sparen lohnt sich, und das erst recht mit grünen Geldanlagen.

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So einfach funktioniert's

Der Kurs von Fondsanteilen unterliegt Schwankungen und kann – vor allem bei einer negativen Wirtschafts- oder Börsenentwicklung – auch dauerhaft und sehr deutlich unter dem Kaufkurs liegen. Der Fonds ist nicht geeignet für Anleger_innen, die eine risikolose Anlage anstreben oder die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren aus dem Fonds wieder zurückziehen wollen.

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