Wir wollen eine lebenswerte Welt für kommende Generationen erhalten und schaffen. Den größten Beitrag dazu leisten wir mit unseren Krediten, mit denen Kundinnen und Kunden bereits über 23.500 nachhaltige Projekte realisiert haben. Allein 2019 konnten dadurch über 630.000 Tonnen Treibhausgase eingespart werden.

In unserer Geschäftstätigkeit orientieren wir uns an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und haben klare Anlagekriterien festgelegt. Außerdem stehen wir klar zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens. Neben diesen globalen Zielen vertreten wir die Werte Menschenorientierung, Ehrlichkeit und Transparenz. Daher streben wir zusätzlich zum Umweltschutz auch nach Geschlechtergleichstellung und treten allen Formen von Diskriminierung entschieden entgegen.

Wir bekennen uns klar zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft in einer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung. Diese lädt dazu ein, zu diskutieren, zu streiten und am Ende so die besten Lösungen zu finden. Gewalt als Mittel des politischen Diskurses lehnen wir strikt ab. Außerdem distanzieren wir uns ausdrücklich von extremistischen Ideologien und Einstellungen.

Unsere Haltung zu einzelnen Themen

Sozial-ökologische Marktwirtschaft

Wir halten die Marktwirtschaft für das effizienteste und gerechteste System, um Wohlstand, individuelle Freiheit und Gesundheit für alle zu sichern. Selbstredend muss der Markt dabei in soziale und ökologische Leitplanken eingehegt werden, was bedeutet, dass vor allem bei der Preisbildung sämtliche Umwelteffekte mit einkalkuliert werden. Wir sind der festen Überzeugung, dass wenn der Preis die ökologische Wahrheit sagt, der Markt das Handeln von Unternehmen und Verbraucher_innen in die richtigen Bahnen lenkt.

Sozialer Wohnungsbau / Mietendeckel

In zahlreichen deutschen Städten steigen die Mieten seit Jahren rasant an. Dies belastet vor allem Geringverdienende, Alleinerziehende sowie Rentnerinnen und Rentner. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist eines der Kernthemen unseres Geschäftsmodells. Mit unseren Projekten beweisen wir, dass verträgliche Mieten – auch in Großstädten wie Berlin – möglich sind. Der regulierende Eingriff des Staates sollte sich dabei unseres Erachtens auf Anreize und Förderungen konzentrieren und weniger auf Verbote und Gebote. Ein Mietendeckel ist für uns daher nicht mit der Idee einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft vereinbar.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Wir halten die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommen grundsätzlich für gut und unterstützenswert. Für uns sind aber noch zu viele Fragen zu einer möglichen Umsetzung offen, um eine klare Position einzunehmen. Vor allem ist aus unserer Sicht wichtig, das Grundeinkommen, sonstige staatliche Transferleistungen und das Steuersystem sinnvoll zu harmonisieren.

Fridays for Future & Co.

Wir unterstützen ausdrücklich den Einsatz und den öffentlichen Protest junger Menschen für mehr Klimaschutz. Es hat sich gezeigt, dass die Bewegung positiven Druck auf politische Entscheidungsträger ausüben kann. Wir möchten allerdings betonen, dass der klimapolitische Wandel nicht nur durch den Protest auf der Straße vorangetrieben werden muss, sondern auch durch Engagement in Parteien und Verbänden. Die Entscheidungen der Politik sollen in einem demokratischen Prozess „an der Wahlurne“ herbeigeführt werden. Darüber hinaus distanzieren wir uns von pauschaler Kapitalismus-Kritik, die immer wieder im Umfeld von FFF formuliert wird. Wir unterstützen auch keine rechtswidrigen Aktionen, wie das Besetzen von Wäldern oder Gebäuden.

Fleischkonsum

Wir schreiben niemandem vor, welche Lebensmittel sie_er essen soll und welche nicht – das bleibt eine persönliche Entscheidung. Wir setzen uns aber sehr dafür ein, dass Tiere unter tierwohlgerechten Bedingungen gehalten werden. Darüber hinaus ist die Produktion tierischer Lebensmittel für einen erheblichen Teil der klimaschädlichen Emissionen verantwortlich. Überhöhter Fleischkonsum ist zudem nachweislich ungesund.

Urbane Mobilität

Gerade im städtischen Raum sollte unserer Meinung nach verstärkt auf die emissionsärmsten Mobilitätsformen gesetzt werden. Das heißt für uns, dass der Verkehr zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem ÖPNV immer Vorrang vor dem Auto-Individualverkehr haben sollte. Dies kann zum Beispiel erreicht werden, indem bisherige Straßenflächen in Geh- und Radwege sowie in Grünflächen umgestaltet werden.

Kostenloser Nahverkehr

Wir sind gegen einen kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), da auch dieser seinen gerechten Preis im Wettbewerb der Mobilitätsformen haben muss. Der ÖPNV verursacht (Umwelt-)Kosten, die einzupreisen sind.

Elektromobilität

Elektrofahrzeuge tragen aktiv zum Klimaschutz bei, da sie keine Abgase ausstoßen und im Betrieb keinen fossilen Kraftstoff verbrauchen. Darüber hinaus tragen sie zur Verringerung von Lärmemissionen bei. Übergeordnetes Ziel muss sein, die Elektromobilität im Vergleich zu herkömmlichen Formen deutlich attraktiver zu gestalten, und zwar für Bürger_innen und Unternehmen gleichermaßen. Um E-Autos nachhaltig zu betreiben, muss ausreichend grüner Strom zum Laden zur Verfügung gestellt werden. Zudem braucht es bei der Akkuherstellung Innovationen, um die Umweltbelastung bei Herstellung und Recycling zu minimieren, den Verbrauch seltener Erden zu verringern und vernünftige Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette von Elektroautos sicherzustellen.

Flugreisen

Die Möglichkeit zu fliegen ist die Basis für internationale Kooperation, ökonomisches Wachstum und ein friedliches Miteinander. Wir können die Welt bereisen, neue Kulturen kennenlernen und die Völkerverständigung verbessern. Gleichwohl ist das Flugzeug das klimaschädlichste Reisemittel. Wir vermeiden daher Flugreisen, wo es nur geht. Insbesondere Inlandsflüge sind dank der gut ausgebauten Bahn in unseren Augen verzichtbar. Auf Geschäftsflüge sollte wann immer möglich zugunsten von Videokonferenzen verzichtet werden. Eine Kompensation von Flügen ist nicht perfekt, kann aber zumindest helfen, den entstehenden CO2-Ausstoß zu kompensieren.

Gemeinwohl-Bilanz

Wir werden immer wieder nach unserer Meinung zur Gemeinwohl-Ökonomie und zur Gemeinwohl-Bilanz gefragt. Zu der dahinterstehenden Bewegung haben wir noch keine ausreichenden Informationen für eine abschließende Meinungsbildung, allerdings: Die UmweltBank berichtet zwar nicht explizit nach den Maßgaben der Gemeinwohl-Ökonomie, veröffentlicht aber einen komplett integrierten Nachhaltigkeits- und Geschäftsbericht. Mit dieser Besonderheit beweisen wir, dass wir nachhaltiges Wirtschaften und erfolgreichen Geschäftsbetrieb ganzheitlich denken.

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