Energiewende & Bauen Photovoltaik

Strom, Wärme, Mobilität

Wie ein Solarpark ein Dorf zur Energiezelle macht

Zwischen sanften Hügeln und Feldern in Unterfranken liegt die Gemeinde Bundorf – gerade einmal 900 Menschen leben hier. Und doch zählt der Ort heute zu den ambitioniertesten Schauplätzen der Energiewende in Deutschland. Möglich macht das ein Projekt, das Stromerzeugung, Wärmeversorgung und Elektromobilität ganzheitlich denkt: der Solarpark Bundorf.

Ein Teil dieses Großprojekts ist der Bürgersolarpark Bundorf, den die UmweltBank gemeinsam mit langjährigen Partnern finanzierte. Mit einer Leistung von 125 Megawatt peak – wovon 1,5 MWp für den Betrieb der Wärmepumpe des angrenzenden Fernwärmenetzes genutzt werden – liefert er nicht nur sauberen Strom, sondern ist das Herzstück eines regionalen Konzepts, das Bürgerbeteiligung, Energienutzung vor Ort und ökologische Verantwortung verbindet.

Ein Solarpark für alle und von allen

Umgesetzt wurde das Projekt von der Bürgersolarpark Bundorf GmbH & Co. KG, getragen von der MaxSolar GmbH als technischem Dienstleister und der EnergieGenossenschaft Inn-Salzach eG (EGIS eG) als Investor. Bürgerinnen und Bürger können Genossenschaftsanteile erwerben, sich damit direkt an der Energiewende beteiligen und gleichzeitig zur Wertschöpfung in der Region beitragen.

Solarpark Bundorf
Solarpark Bundorf Quelle: MaxSolar GmbH

Regionale Energie, die wirkt

Der produzierte Strom wird vor Ort genutzt, zum Beispiel für die stromgeführte Wärmelösung, mit der kommunale Einrichtungen und Haushalte klimafreundlich versorgt werden. In allen Gemeindeteilen wurden zudem E-Ladesäulen installiert, die mit Sonnenstrom aus dem Park betrieben werden. So bleibt die Energie in der Gemeinde – und wird Teil eines nachhaltigen regionalen Kreislaufs.

Ein Solarpark mit Lebensraum

Um die Biodiversität zu fördern, kombinieren die Betreiber bewährte Konzepte mit ganz neuen Ansätzen. So besteht der Park aus sechs Teilfeldern, die unterschiedlich bepflanzt werden. Ziel ist es, mithilfe eines Langzeit-Monitorings festzuhalten, welche Maßnahmen besonders positiv auf die Artenvielfalt wirken.

Vier Beispiele zeigen die besondere Herangehensweise:

  • Wildtierkorridore verbinden angrenzende Lebensräume und ermöglichen Tieren sichere Wege durch das Gelände.
  • Magergraswiesen bieten bedrohten Insektenarten wie Wildbienen und Schmetterlingen neuen Lebensraum.
  • Regionale Saatmischungen sorgen für naturnahe Blühwiesen mit Kornblumen, Margeriten oder Wiesensalbei – eine echte Aufwertung für Flora, Fauna und Landschaftsbild.
  • Ideale Bedingungen des Bodens bieten neue Lebensräume für Bodenbrüter, was unter anderem einen Anstieg der Feldlerchenpopulation ermöglichte
Solarpark Bundorf
Solarpark Bundorf Quelle: MaxSolar GmbH

Ganzheitlich gedacht, partnerschaftlich umgesetzt

„Energiewende ganzheitlich gedacht“ – mit diesem Motto bringt Thomas Scheppler, Projektbeauftragter bei der UmweltBank, das Projekt auf den Punkt. Für ihn ist Bundorf ein weiterer Meilenstein und ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich technischer Fortschritt, kommunales Denken und Naturschutz verbinden lassen.

Die UmweltBank finanzierte das Projekt gemeinsam mit ihren langjährigen Kund:innen MaxSolar GmbH und EGIS eG. Ein Projekt, das Maßstäbe setzt, und zeigt, wie aus einem kleinen Ort eine Energiezelle der Zukunft wird.

Bei der UmweltBank setzen wir auf ein modernes Verständnis von Wirtschaftlichkeit: Nachhaltigkeit und Ertrag gehen bei uns Hand in Hand. Mit unseren Umweltprojekten leisten wir einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Gleichzeitig ermöglichen wir unseren Kundinnen und Kunden, ihr Geld gewinnbringend anzulegen.