Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte der UmweltBank

Transparenz und Ehrlichkeit sind Grundprinzipien der UmweltBank und von essenzieller Bedeutung im Umgang mit den Stakeholdern. Im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung sowie im Dialog mit den Interessengruppen ist es wichtig, die richtigen thematischen Schwerpunkte zu setzen. Daher gilt es herauszufinden, welche Themen für die Stakeholder von besonderer Bedeutung sind und in welchen Bereichen die Bank die größten Auswirkungen auf ihre Umwelt hat. 

Erik Mundinger - Nachhaltigkeitsbeauftragter

Hintergrund der Wesentlichkeitsanalyse

Die aktuelle Wesentlichkeitsanalyse wurde im Zeitraum Oktober 2020 bis März 2021 in Zusammenarbeit mit einem externen Partner durchgeführt. Im Kern der Analyse stand eine Befragung mit internen und externen Stakeholdern, flankiert durch diverse Interviews mit Expertinnen und Experten.

Für alle, die mehr wissen wollen:

Analysevorbereitung: Um eine möglichst ganzheitliche Betrachtung von relevanten Nachhaltigkeitsthemen zu gewährleisten, wurden Branchenleitfäden, Fachpublikationen aus dem Bereich der Sustainable Finance und die Nachhaltigkeitsberichte von sieben verschiedenen Banken ausgewertet. Hinzu kamen die wesentlichen Aspekte aus früheren Nachhaltigkeitsberichten der UmweltBank, ausgewählte Ziele der Sustainable Development Goals (SDGs) sowie Informationen aus der aktuellen CO2-Bilanz. Ergebnis der Vorbereitung waren 20 Nachhaltigkeitsthemenkomplexe, welche sich über die drei Dimensionen der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit erstrecken. Es handelt sich dabei um die Themen, bei denen die UmweltBank eine hohe Auswirkung auf Umwelt und Gesellschaft hat und / oder welche aus Umwelt und Gesellschaft im besonderen Maße auf das Geschäftsmodell einwirken.

Analysedurchführung: Grundlage der Analyse bildete einerseits eine digitale Stakeholderbefragung. Darüber hinaus fanden diverse Expert_innen-Interviews ergänzt um eine digitale Kurzbefragung statt. An der Befragung haben über 1.700 Stakeholder teilgenommen. Neben Mitarbeiter_innen, dem Management, Aufsichtsgremien und Kund_innen wurden auch Aktionär_innen, Kapitalmarkt- analyst_innen und Menschen ohne Geschäftsbeziehung zur Umweltbank eingebunden. Für die Expert_innen-Interviews wurden diverse Vertreter_innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft angefragt. An den 30 – 60-minütigen Interviews haben 4 Vertreter_innen aus Politik und Wissenschaft sowie 4 Vertreter_innen aus CSR Abteilungen von Mitbewerbern teilgenommen. Mit allen Beteiligten wurden die identischen 20 Nachhaltigkeitsthemen der 4 Kategorien – Kerngeschäft Finanzierung, Kerngeschäft Organisation, Innerbetriebliche Nachhaltigkeitsthemen und Gesellschaftliches Engagement – behandelt.

Analyseauswertung: Hierfür wurde die Wesentlichkeit für die Stakeholder und Signifikanz eines Nachhaltigkeitsthemas auf Basis der Online-Befragungen und den Interviews sowie den Erkenntnissen aus der Analysevorbereitung ermittelt.

Zur Bestimmung der Wesentlichkeit für die Stakeholder wurde ein quantitativer Index aus den Antworten der internen und externen Stakeholder gebildet. Der Stakeholder-Index setzt sich zu 33,3% aus den Bewertungen von Mitarbeiter_innen, Management und Aufsichtsgremien sowie zu 66,7% aus denen der Kund_innen, Kapitalmarktteilnehmer_innen und Interessierten zusammen.

Zur Bewertung der Signifikanz des Nachhaltigkeitsthemas wurde ein Index aus den Antworten des Managements, der Aufsichtsgremien und der Expert_innen gebildet. Der Signifikanz-Index bildet sich dabei zu 50,0% aus den Antworten von Management & Aufsicht und zu 50,0% aus den Angaben der Expert_innen in der Kurzbefragung. Nachfolgend wurde dieser rein quantitative Index um eine qualitative Komponente erweitert. Auf Basis der Interviews und der Informationen aus der Analysevorbereitung konnte der Signifikanz-Index eines jeden Nachhaltigkeitsthemas um bis zu 10% erhöht oder gesenkt werden. Mit Hilfe dieses qualitativen Overrides wurde die Signifikanz von 10 Nachhaltigkeitsthemen nachgeschärft.

Kurze Vorstellung der Ergebnisse

Wesentlichkeitsmatrix mit allen Stakeholdern

Wie geht es weiter?

  • Vorstand und Nachhaltigkeitsreferent_innen wählen die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen aus und formulieren auf Basis dessen Handlungsfelder
  • In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachabteilungen Fokusthemen identifizieren und Ziele erarbeiten
  • Einbindung von internen und externen Stakeholdern
  • Konkrete Maßnahmen:
    • Prüfung der Erweiterung der bereits ausgewählten 5 SDGs, um das SDG 4 hochwertige Bildung
    • Kontinuierliche Steigerung der Nachhaltigkeitstransparenz und Wirkungsmessung der UmweltBank
    • SDG 11 nachhaltige Städte und Gemeinden: stärkere Thematisierung der hohen Relevanz von bezahlbarem Wohnraum und dessen Finanzierung

Kontakt

Erik Mundinger

Fachreferent Nachhaltigkeitsmanagement

0911 5308-1023 E-Mail senden

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