Solarpark Schornhof – kurz & knapp

Der Solarpark Schornhof mit einer Anlagenleistung von 120 MWp und eigenem Umspannwerk ist der derzeit größte Solarpark in Bayern. Die Fläche entspricht 220 Fußballfeldern, auf der rund 343.000 Module installiert wurden. Das Investitionsvolumen betrug rund 60 Mio. €. Baubeginn war im Frühjahr 2020, die ersten Teilanlagen sind bereits im Herbst 2020 ans Netz gegangen und die vollständige Inbetriebnahme erfolgte im August 2021. 30 MWp werden über EEG-Förderberechtigungen vergütet. 90 MWp produzieren echten Grünstrom ohne EEG-Förderung, der über langfristige Stromlieferverträge (PPA) mit dem norwegischen Energieversorger Statkraft vermarktet wird.

Rückenwind für die Energiewende

Dieses Projekt war – nicht nur aufgrund der Größe – das Highlight in meiner fast 12-jährigen Tätigkeit bei der UmweltBank. Der Solarpark Schornhof war eine der ersten Finanzierungen auf Basis eines PPA und es wurden einige individuelle Lösungen erarbeitet. Ein Dank geht an den Generalunternehmer Anumar GmbH für die kooperative Zusammenarbeit.

Thomas Scheppler– Finanzierung Energie- und Infrastrukturprojekte

Besonderheiten des Projektes

Das Projekt zeigt, dass Solarstrom in Deutschland mit Gestehungskosten von unter 5 ct/kWh bei Großprojekten auch ohne EEG-Förderung rentabel ist.

Auch die weiteren ökologischen Aspekte des Solarparks sind herausragend. Bisher wurden die Donaumoosflächen intensiv landwirtschaftlich genutzt. Durch den Betrieb des Solarparks können sich die Flächen langfristig erholen. Der Grundwasserspiegel soll sich durch die Kappung von Drainagen erhöhen und den „Moorschwund“, der ebenfalls für Treibhausgasemissionen sorgt, bremsen. Darüber hinaus entstehen unter den Solarmodulen neue Wiesen, die die Biodiversität fördern.

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