Umweltfonds: Jahresrückblick 2020
 

Das Jahr 2020 war ein denkwürdiges Jahr, das aufgrund der Corona-Pandemie sicherlich in die Geschichtsbücher eingehen wird. Trotz der widrigen Umstände war es für Fondsanleger ein erfolgreiches Jahr. Die von der UmweltBank angebotenen Investmentfonds entwickelten sich allesamt positiv. Insbesondere Aktienfonds und Mischfonds mit hoher Aktienquote partizipierten vom anhaltend niedrigen Zinsniveau und den weltweiten Hilfs- und Konjunkturprogrammen, die sich stabilisierend auf die Aktienmärkte auswirkten. Im November waren dann die US-Präsidentschaftswahlen das beherrschende Thema. Durch die Wahl von Joe Biden zum 46. Präsidenten der USA, war bei allen Kapitalmarktteilnehmern eine gewisse Erleichterung zu spüren. Mit seiner Politik, die wieder Klarheit, Verlässlichkeit und deutlich mehr Nachhaltigkeit verspricht, sollten Umweltfonds auch in Zukunft ein sinnvoller Portfoliobaustein für risikobewusstere Anlegende bleiben.   

Anleger in Aktienfonds mussten dieses Jahr starke Nerven behalten. Wer bei den Verlusten im Frühjahr die Füße still hielt, wurde am Jahresende mit deutlichen Zuwächsen belohnt. Besonders gut entwickelte sich der auf Schwellenländer fokussierte Ökoworld Growing Markets 2.0 mit einer Wertentwicklung von +33,01 % und einem Fondsvolumen von EUR 178 Mio. Der Fonds investierte in Unternehmen mit Schwerpunkt auf die dortige Binnenwirtschaft, vorwiegend aus den Bereichen Bildung, regenerative Energien und Wasserwirtschaft, nachhaltige Finanzdienstleistungen, Gesundheit, Informations-technologie, nachhaltiger Konsum, Infrastruktur sowie Mobilität und Wohnen. Regional lag der Fokus hierbei im asiatischen Raum. Der B.A.U.M. Fair Future Fonds verdreifachte sein Fondsvermögen im letzten Jahr auf 89 Mio. Mit seiner Anlagestrategie auf kleine und mittelständische Unternehmen erzielte der Fonds einen Wertzuwachs von 20,49 %. Über die erstmals angefallene erfolgsabhängige Vergütung des Fonds, der sogenannten „Performance Fee“, konnten Spenden im Wert von mehr als EUR 100.000,- in verschiedene soziale und ökologische Projekte eingebracht werden. Ähnlich positiv entwickelte sich der Avesco Sustainable Hidden Champions Fonds (Fondsvermögen EUR 40 Mio.), bei dem die UmweltBank-Aktie zu den fünf größten Positionen im Portfolio gehörte. Er beendete das Jahr mit +20,33 %. Auch dieser Fonds konzentrierte sich auf kleine und mittelständische Unternehmen, wobei ausschließlich europäische Firmen mit dem Schwerpunkt auf dem deutschsprachigen Raum ins Portfolio aufgenommen wurden. Diese Unternehmen zeichnen sich durch eine welt- oder europaweit herausragende Marktposition sowie eine in den Bereichen Ökologie, Soziales und Unternehmensführung vorbildliche Positionierung aus. Die zwei größten Geschäftsfelder waren dabei Software (13,1 %) und Medizin (13,1 %). Besonders mit Aktien aus der Medizinbranche konnte der Fonds seine Performance optimieren. Der weltweit anlegende Ökoworld Ökovision Classic (Fondsvolumen EUR 1.675 Mio.) schloss das Kalenderjahr mit einer Wertentwicklung von +14,65 % ab. Durch einen reduzierten Aktienanteil und eine Erhöhung des Cashbestandes, fiel der Kursverlust des Fonds im Frühjahr geringer aus. Jedoch konnte er im Jahresverlauf auch nicht ganz so stark von der positiven Entwicklung der Märkte profitieren. Der Fonds investierte nach seinem streng ökologisch-sozialen Investmentansatz bevorzugt in Unternehmen aus den Bereichen regenerative Energien, umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, ökologische Nahrungsmittel, Umweltsanierung, regionale Wirtschaftskreisläufe und humane Arbeitsbedingungen. Der Anlagefokus lag zum 31.12.2020 bei den Themen Energieeffizienz (17,6 %), Information & Kommunikation (14,7 %) sowie Erneuerbare Energien (12,6 %).

Auch die von der UmweltBank angebotenen Mischfonds, die sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen oder andere Fonds investieren, schlossen das Jahr 2020 mit einer sehr erfreulichen Wertentwicklung ab. Der Ökoworld Rock `n´ Roll Fonds (Fondsvermögen EUR 203 Mio.) verringerte seinen Aktienanteil während des ersten Lockdowns von über 80 % auf rd. 50 %, um ihn dann bis Ende des Jahres wieder auf 84 % zu erhöhen. Mit dieser Strategie erzielte der Fonds im Gesamtjahr eine Wertsteigerung von 13,74 %. Als sogenannter Elternfonds investierte der Fonds neben Aktien auch in zukunftsfähige Beteiligungen, wie zum Beispiel Studentenwohnheime, Kindergärten oder Universitäten. Im Februar 2020 legte die UmweltBank ihren ersten eigenen Fonds, den UmweltSpektrum Mix (Fondsvermögen EUR 36 Mio.), auf. Aus gesetzlichen Gründen darf die Wertentwicklung erst nach einem Jahr veröffentlicht werden. Der offensive Mischfonds investiert nach dem strengen Nachhaltigkeitsansatz der UmweltBank. Investitionsentscheidungen werden dabei auf Basis einer Kombination aus ökologischen und ökonomischen Kriterien getroffen. Ziel des Fonds ist es, eine lebenswerte Welt für uns und kommende Generationen zu erhalten und zu schaffen. Am Ende des Jahres waren vorwiegend Unternehmen im Portfolio vertreten, die einen positiven Beitrag zu den Themen Gesundheit und Wohlergehen, bezahlbare und saubere Energien, nachhaltige Städte und Gemeinden, nachhaltiger Konsum und Produktion sowie Maßnahmen zum Klimaschutz lieferten.

Die anhaltende expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) – unter anderem mit dem Programm zum Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen im Umfang von 750 Milliarden Euro –, führte zu steigenden Kursen bei festverzinslichen Wertpapieren. In diesem Umfeld konnte der JSS Sustainable Bond EUR (Fondsvermögen EUR 117 Mio.) mit +5,35 % die beste Wertentwicklung bei den Rentenfonds erwirtschaften. Der aktiv verwaltete Fonds investierte ausschließlich in auf Euro lautende Anleihen von Ländern, Organisationen und Unternehmen, die einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise leisten. Zuletzt waren Staatsanleihen (53,06 %) gegenüber Unternehmensanleihen (32,64 %) stärker im Fondsportfolio gewichtet. Der weltweit in Anleihen investierende SEB Green Bond Fund (Fondsvermögen EUR 172 Mio.) erzielte im Jahr 2020 eine positive Wertentwicklung in Höhe von 2,14 %. Der Fonds investierte weltweit überwiegend in „Green Bonds“, die einen direkten oder indirekten positiven Einfluss auf die Umwelt und das Klima haben z.B. Windparks, Wasseraufbereitungsanlagen, sauberer Transport, nachhaltige Landwirtschaft oder Abfallmanagement. Der Invest in Visions Mikrofinanzfonds (Fondsvolumen EUR 772 Mio.) konnte im vergangenen Jahr eine Performance von +0,92 % erzielen. Der Fonds vergibt Kredite an Mikrofinanzinstitute in Schwellenländern, die wiederum Finanzdienstleistungen für Kleinstunternehmer wie Gemüsehändler/innen, Schneider/innen, Viehzüchter/innen und Handwerker/innen anbieten. Nachdem die Folgen der Pandemie im ersten Halbjahr schlecht abzuschätzen waren, hat sich die Situation im zweiten Halbjahr stabilisiert. Insgesamt konnten während des Jahres 42 Mikrofinanzinstitute mit 242 Mio. Euro refinanziert werden.
 

 

Wertentwicklung 2020 in Prozent 

Aktienfonds (Risikoklasse 3)  
Ökoworld Growing Markets 2.033,01
B.A.U.M. Fair Future Fonds 20,49
Avesco Sustainable Hidden Champions20,33
Ökoworld Ökovision Classic 14,65
Mischfonds (Risikoklasse 2) 
Ökoworld Rock 'n' Roll Fonds13,74
UmweltSpektrum Mixn.V.
Rentenfonds (Risikoklasse 1-2)  
JSS Sustainable Bond EUR5,35
SEB Green Bond Fund2,14
IIV Mikrofinanzfonds0,92

Quelle: Fondsgesellschaften

 

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
Die vorstehenden Angaben und Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch eine Einladung zur Zeichnung oder ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf die zukünftig zu erwartende Wertentwicklung. Bei der Angabe historischer Wertentwicklungen sind die Erwerbskosten einer Einmalanlage (Handelsmarge) nicht berücksichtigt. Zusätzliche Kosten (z.B. Depotgebühr bei Fondssparverträgen) und Steuern auf Ebene des Anlegers wirken sich nachteilig auf die Wertentwicklung aus. Anlagen in Fremdwährungen unterliegen direkt und indirekt Wechselkursschwankungen, die die Wertentwicklung positiv oder negativ beeinflussen können. Trotz sogfältiger Beschaffung und Verarbeitung von Informationen übernimmt die UmweltBank keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.

 

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