Grüner Wasserstoff in Wunsiedel in Betrieb genommen: Wir finanzieren das Leuchtturmprojekt

Eine der größten grünen Wasserstofferzeugungsanlagen Deutschlands, WUN H2, ist diese Woche im oberfränkischen Wunsiedel in Betrieb gegangen. Die UmweltBank übernahm die Finanzierung des Fremdkapitalanteils des Projekts und leistete damit wieder einmal wertvolle Pionierarbeit!

Wunsiedel gehört zu den Vorreitern der Energiewende – und die UmweltBank begleitet die Gemeinde auf diesem Weg. Die Kreisstadt produziert praktisch 100 Prozent ihrer Energie aus Sonne, Biomasse und Wind. Die Strategie dahinter – der Wunsiedler Weg – sieht vor, dass alle Energiequellen, Erzeuger und Verbraucher miteinander vernetzt werden – und besonders wichtig: Dass die Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden. Das neueste Projekt ist die Wasserstofferzeugungsanlage der WUN H2 GmbH. 

„Mit Siemens, Rießner-Gase und den lokalen Stadtwerken können wir bei WUN H2 auf drei starke Partner setzen. Dazu erhält der "Wunsiedler Weg" Anerkennung und Rückendeckung seitens der Politik, aber auch viel Unterstützung von der Bevölkerung vor Ort. Mit innovativen Ideen, ehrgeizigen Zielen und starken Partnern geht Wunsiedel seinen Weg und ist damit Vorreiter für die Energiewende auf regionaler Ebene. Ein echter Leuchtturm, dem hoffentlich viele Landkreise in ganz Deutschland folgen werden“, betont Heike Schmitz, Mitglied des Vorstands der UmweltBank.

Bis zu 1.350 Tonnen grüner Wasserstoff können nun jährlich im Energiepark Wunsiedel aus regenerativer Sonnen- und Windkraft erzeugt werden. Zur Wasserstofferzeugung kommt ein Elektrolyseur mit einer elektrischen Gesamtleistung von 8,75 Megawatt zum Einsatz. Der grüne Wasserstoff soll vornehmlich in Industrie- und Gewerbebetrieben der Region, aber auch im Kraftverkehr eingesetzt werden. Rechnet man mit einer regionalen Fahrleistung von 150 Kilometern pro Tag, so könnten beispielsweise 400 wasserstoffbetriebene 40-Tonnen-LKWs mit dieser Menge ein ganzes Jahr CO₂-frei fahren. Jährlich können durch den Einsatz der in Wunsiedel produzierten Wasserstoffmenge und der damit verbundenen Verdrängung von fossilen Energieträgern bis zu 13.500 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden.

„Zukunftsweisende Projekte brauchen eine solide Finanzierungsbasis“, sagte  Veronika Bienert, CEO von Siemens Financial Services, dem Finanzierungsarm der  Siemens AG. „In Wunsiedel konnten wir gemeinsam mit der UmweltBank Nürnberg  als externen Kreditgeber eine der ersten regresslosen Projektfinanzierungen, das  heißt ohne Rückhaftung der Gesellschafter, für eine derartige Anlage in  Deutschland umsetzen und so die wirtschaftliche Machbarkeit unter Beweis stellen.“

Energiepark Wunsiedel mit der neuen Wasserstoffanlage in weiß unten links. Bildquelle: Siemens 

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