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Übersicht der Risikoklassen


Die UmweltBank hat verschiedene Risikoklassen für ihre Produkte definiert. Damit können Sie Ihre persönliche Risikobereitschaft mit unserem Produktportfolio abgleichen und die für Sie passenden Produkte wählen:


Risiko-
klasse
Risikobereitschaft /
Chancen
Anlage-
strategie
Beispielhafte
Anlagen
0 Substanzerhalt, die Sicherheit der Anlage steht im Vordergrund. risikolos UmweltPluskonto, UmweltSparbuch, UmweltSparbrief
1 Ertragserwartungen stehen moderate Risiken gegenüber. konservativ Euro-Rentenfonds, Euro-Anleihen von Emittenten sehr guter Bonität
2 Ertragserwartungen über Kapitalmarktzinsniveau stehen angemessene Risiken gegenüber. defensiv Internationale Rentenfonds, gemischte Fonds, Dachfonds
3 Höheren Ertragserwartungen stehen höhere Risiken gegenüber; Totalverlust weniger wahrscheinlich. wachstumsorientiert UmweltBank-Genußscheine/-rechte, Projekt-Anleihen, Aktienfonds
4 Hohen Ertragserwartungen stehen hohe Risiken gegenüber; dynamische Wertentwicklung, Totalverlust möglich. risikobewusst Umweltaktien, Unternehmensanleihen, Wandelanleihen, CoCo-Bonds
5 Sehr hohen Ertragserwartungen stehen sehr hohe Risiken, auch des Totalverlusts, gegenüber. spekulativ Optionsscheine, Börsentermingeschäfte, Zertifikate

 


Risikoklasse 0:
Alle Spareinlagen bei der UmweltBank definieren wir als risikolos. Als einzige Bank Deutschlands geben wir unseren Kunden eine Umweltgarantie für Geldanlagen: Wir garantieren, dass jeder bei uns angelegte Euro gemäß unserer Satzung nur für die Finanzierung von Umweltprojekten verwendet wird. Wir achten auf eine umfassende Besicherung der vergebenen Kredite, so etwa bei Photovoltaik- und Windkraftprojekten durch die Sicherungsübereignung der Anlagen, eingetragene Betreiberrechte und die Abtretung der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung für den erzeugten Strom sowie bei ökologischen Baufinanzierungen durch eingetragene Grundschulden. Unser solides und nachhaltiges Geschäftsmodell sorgt für äußerst niedrige Ausfälle bei den von uns vergebenen Krediten. Darüber hinaus ist die UmweltBank Mitglied der gesetzlichen Einlagensicherung. Diese schützt alle Spareinlagen bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 Euro je Anleger.

Risikoklasse 1:
In diese Risikoklasse investieren Sie als Anleger ausschließlich direkt oder indirekt in auf Euro lautende Anleihen von Emittenten mit einer hohen Bonität, also einem geringen Ausfallrisiko. Es besteht kein Fremdwährungsrisiko. Das Risiko eines Wertverlustes ist langfristig gering, allerdings kommt es zu – meist moderaten – Kursschwankungen, insbesondere in Abhängigkeit von der Entwicklung des allgemeinen Zinsniveaus. Das geringe Risiko ist mit der Erwartung auf eine gegenüber Spareinlagen langfristig leicht höhere Rendite verbunden. Der Erhalt des angelegten Vermögens steht im Vordergrund. Diese Anlagestrategie definieren wir als konservativ.

Risikoklasse 2:
Diese Risikoklasse umfasst internationale Rentenfonds mit den Chancen und Risiken von Währungsschwankungen sowie gemischte Fondsanlagen, also solche Fonds, die nicht das Ganze, aber einen Teil des Fondsvermögens in Aktien investieren. Aufgrund dieser Anlageformen sind die Fonds höheren Wertschwankungsrisiken ausgesetzt als Anlagen der Risikoklasse 1. Wegen ihrer breiten Streuung auf verschiedene Anlagen und Anlageklassen und ihres Anteils an eher schwankungsarmen, verzinslichen Wertpapieren ist ihr Risiko zugleich niedriger als das reiner Aktien(fonds)anlagen. Gleiches gilt für ihre Ertragschancen. Einer mäßigen Risikobereitschaft steht ein begrenztes Ertragspotential gegenüber. Diese Anlagestrategie definieren wir als defensiv.

Risikoklasse 3:
In diese Risikoklasse stufen wir Aktien­fondsanlagen, Anleihen mit konkretem Projektbezug (Projekt-Anleihen) sowie Genußscheine und -rechte der UmweltBank ein. Genussrechte und Projektanleihen weisen in unserem Telefonhandel in der Regel nur geringe Kursschwankungen auf. Zudem macht die Bonität der Emittenten bzw. die Werthaltigkeit der Projekte einen Totalverlust unwahrscheinlich. Im Fall einer Insolvenz der Emittenten ist jedoch mit Verlusten zu rechnen. Aktienfonds unterliegen in der Regel deutlich höheren Wertschwankungen als Renten- und gemischte Fondsanlagen, ein Totalverlust ist aber bei allen Investmentfonds aufgrund der Streuung ihrer Anlagen nahezu ausgeschlossen. Entsprechend den höheren Risiken bieten die Anlageformen der Risikoklasse 3 auch die Chance auf höhere Erträge und stellen nach unserer Definition eine wachstumsorientierte Geldanlage dar.

Risikoklasse 4:
Anlagen in dieser Risikoklasse weisen hohe Wertschwankungs- und Ausfallrisiken auf. Aktien und Anleihen unterliegen, beeinflusst vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung des dahinter stehenden Unternehmens, sehr deutlichen Schwankungen in ihrem Börsenkurs. Auch bei diesen Produkten besteht im Fall der Insolvenz der jeweiligen Emittentin ein erhebliches Risiko, das eingesetzte Kapital vollständig zu verlieren. Alle Anlageformen der Risikoklasse 4 bieten zugleich aber bei einem positiven Verlauf auch die Chance auf eine deutlich erhöhte Rendite. Eine Anlage in dieser Risikoklasse bedeutet die bewusste Inkaufnahme erheblicher Wertschwankungs- und Ausfallrisiken. Wir definieren sie daher als risikobewusste Anlage.

Risikoklasse 5:
Gegenüber Anlagen der Risikoklasse 4 zeichnen sich Anlageformen dieser Risikoklasse dadurch aus, dass sie neben allgemeinen Wertschwankungsrisiken und dem Ausfallrisiko der Emittentin in der Regel zeitlich gebundene Wetten auf bestimmte Wert­entwicklungen darstellen. Sie bringen eine Vielzahl von Risiken mit sich und eignen sich allenfalls für professionelle Geldanleger. Diese Anlagen definieren wir als spekulativ. Gemäß dem Motto „investieren statt spekulieren“ bietet die UmweltBank keine Anlagen in dieser Risikoklasse an.

Hinweis
Die Einstufung in Risikoklassen bietet nur eine grobe Orientierungsmöglichkeit. Auch innerhalb einer Risikoklasse gibt es etwas mehr oder weniger riskante Anlageformen. Anleger sollten sich daher stets gründlich mit den Risikofaktoren eines potentiellen Anlageprodukts vertraut machen.



Chancen und Risiken von Wertpapieren


Grundlegende Risiken bei der Kapitalanlage

Risiko aus dem Konjunkturverlauf
Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung unterliegt konjunkturellen Schwankungen zwischen Wachstum, Stagnation und Schrumpfung. Diese Schwankungen haben Einfluss etwa auf das Zinsniveau und die Wertpapiermärkte. Bei jeder Entscheidung über den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren besteht das Risiko, dass der Anleger zu einer falschen Einschätzung der Konjunkturentwicklung gelangt und in der Folge eine Entscheidung trifft, die er im Falle einer zutreffenden Einschätzung nicht getroffen hätte.

Kursschwankungsrisiko (Volatilität)
Der Kurs ist der Preis, zu dem Wertpapiere am Markt gehandelt werden. Dieser Preis unterliegt bedingt durch Angebot und Nachfrage Schwankungen. Die Ausprägung dieser Schwankungen - also die Schwankungsanfälligkeit - wird als Volatilität bezeichnet. Wird die Volatilität als rechnerische Kennzahl ausgewiesen, basiert sie auf Vergangenheitsdaten. Je größer die Kennzahl, desto stärkeren Schwankungen unterlag der Wertpapierpreis in der Vergangenheit. In Zukunft können diese auch stärker oder schwächer ausfallen.

Psychologisches Marktrisiko
Die Entwicklung der Marktpreise von Wertpapieren - etwa ihres Börsenkurses - ist nicht allein durch Faktoren beeinflusst, die rationaler Abwägung entspringen. Gerade, aber nicht nur bei Aktienanlagen können sich Stimmungen und Gemengelagen, subjektive Einschätzungen, Vorlieben, Abneigungen, Mutmaßungen und Gerüchte auf den Marktpreis niederschlagen. Entsprechend kann es zu negativen Kursveränderungen kommen, obwohl sich an der Situation der jeweiligen Wertpapieremittentin grundlegend nichts verändert hat.

Liquiditätsrisiko
Die Liquidität einer Kapitalanlage beschreibt die Möglichkeit des Anlegers, sein Investitionsobjekt – etwa ein von ihm erworbenes Wertpapier – wieder verkaufen zu können. Das Liquiditätsrisiko bedeutet entsprechend, dass der Anleger unter Umständen sein Investitionsobjekt nur zu einem niedrigen Gegenwert oder im schlimmsten Fall gar nicht verkaufen kann. Bei wenig liquiden Anlagen kann dies bereits bei einem nicht außergewöhnlich großen Verkaufsvolumen der Fall sein.

Inflationsrisiko (Kaufkraftrisiko)
Inflation bedeutet den nicht nur vorübergehenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, gemessen üblicher Weise an den Preisen der Konsumgüter des täglichen Bedarfs. Ein solcher Anstieg führt dazu, dass der Anleger für den gleichen Geldbetrag weniger Waren bzw. Dienstleistungen erwerben kann. Diesen Tauschwert des Geldes nennt man allgemein seinen Realwert. Durch Inflation kann der Realwert sowohl des angelegten Geldes selbst wie auch der damit erwirtschafteten Erträge sinken.

Fremdwährungsrisiko
Geldanlagen in einem fremden Währungsraum sind für Kapitalanleger mit dem sog. Währungsrisiko verbunden. Dieses ergibt sich aus Wechselkursveränderungen zwischen der Heimatwährung des Anlegers und der Währung, auf die sein Investitionsobjekt lautet. Steigt der Wert der Heimatwährung des Anlegers gegenüber der Fremdwährung, vermindert dies den Wert der Fremdwährungsanlage. Dieses Risiko tritt auch dann auf, wenn ein auf eine Fremdwährung lautendes Wertpapier an einer Börse im Heimatland des Kapitalanlegers gehandelt wird.

Steuerliche Risiken
Für den Erfolg einer Kapitalanlage ist aus Sicht des Anlegers entscheidend, welcher Ertrag nach steuerlichen Abzügen für ihn verbleibt. Kapitalerträge unterliegen der Einkommensteuerpflicht. Die Besteuerung ist von der persönlichen Situation des Anlegers abhängig und kann gesetzgeberischen Änderungen unterworfen sein, die sich negativ für den Anleger auswirken und nicht mit seiner ursprünglichen Erwartung übereinstimmen. Generell ist Anlegern zu empfehlen, etwaige steuerliche Unklarheiten mit einem qualifizierten steuerlichen Berater zu klären.

Fehlinformationsrisiko
Jede Anlageentscheidung trifft der Anleger auf Basis eines bestimmten Informationsstands. Dieser kann zutreffend oder unzutreffend, vollständig oder unvollständig sein. Insbesondere bei Nutzung unzuverlässiger Informationsquellen kann es dazu kommen, dass der Anleger seine Entscheidung auf irrtümlicher Basis trifft. Dieser Irrtum kann auch dadurch entstehen, dass eine richtige Information dem Anleger nicht korrekt zugeht oder von ihm missverstanden wird. Zudem kann der Informationsstand unter Umständen nicht ausreichen, um eine hinreichend fundierte Entscheidung zu treffen, und damit zu Fehlentscheidungen führen.

Risiko fehlerhafter Auftragsübermittlung
Bei der Übermittlung von Wertpapieraufträgen kann es zu Fehlern kommen. Nur solche Wertpapieraufträge, die richtig und vollständig bei der UmweltBank eingehen, führen auch zum Anspruch auf eine Auftragsausführung, die dem eigentlichen Wunsch des Anlegers entspricht. Wichtig ist insbesondere, dass der Auftrag klare Angaben über die Art des Auftrags (Kauf oder Verkauf), das betreffende Wertpapier, Stückzahl oder Volumen und etwaige preisliche Ober- oder Untergrenzen (Limits) enthält. Der Anleger kann durch klare und vollständige Angaben maßgeblich zur Reduzierung des Risikos einer fehlerhaften Auftragsübermittlung beitragen.

Berücksichtigung von Nebenkosten
Im Zusammenhang mit dem Wertpapiergeschäft fallen regelmäßig – abseits des reinen Preises des jeweiligen Wertpapiers – Nebenkosten an, etwa Provisionen, Ausgabeaufschläge, sonstige Handelsgebühren sowie laufende Depotgebühren. Je nach Wertpapier können weitere Kostenpositionen hinzu kommen, etwa bei Investmentfonds laufende Verwaltungsvergütungen. Der Anleger muss diese Nebenkosten für eine fundierte Entscheidungsfindung angemessen berücksichtigen.

Kreditfinanzierte Wertpapierinvestitionen
Werden Wertpapiergeschäfte fremd-, also durch einen Kredit finanziert, erhöht dies das Risiko: Nunmehr stellt bei einer Fehlinvestition nicht mehr nur der vollständige und endgültige Verlust des eingesetzten Kapitals (Totalverlust) das maximale Risiko dar. Vielmehr sind auch in diesem Fall die Zins- und Rückzahlungsverpflichtungen aus dem Kredit unverändert zu erfüllen, was weiteres Vermögen des Anlegers gefährden und schlimmstenfalls zu seiner Privatinsolvenz führen kann. Die UmweltBank rät ihren Kunden von kreditfinanzierten Wertpapierinvestition grundsätzlich ab.

Länderrisiko / Transferrisiko
Geldanlagen bei einem Schuldner mit Sitz im Ausland bringen das Risiko mit sich, dass durch staatliche Eingriffe etwa in Zahlungsverkehr oder Währungsumtausch geschuldete Zahlungen unabhängig von Zahlungsfähigkeit und -willigkeit des Schuldners nicht wie geschuldet erfolgen können.


Spezielle Risiken bei Aktien

Unternehmerisches Risiko (Insolvenzrisiko)
Mit dem Erwerb einer Aktie wird der Anleger Miteigentümer eines Unternehmens. Das bedeutet für den Anleger unternehmerische Chancen, aber auch entsprechende Risiken. Der Anlageerfolg ist daher zentral abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg des jeweiligen Unternehmens. Bei negativem Geschäftsverlauf oder einer sonstigen, zum Zeitpunkt der Anlegeentscheidung unerwarteten Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens können Erträge aus der Aktie zurückgehen, ausbleiben und der Wert der Aktie sich verringern. Im Fall einer Insolvenz muss der Aktionär mit dem vollständigen und endgültigen Verlust des eingesetzten Kapitals (Totalverlust) rechnen. Einen Anspruch auf Beteiligung am Liquidationserlös haben Aktionäre erst dann, wenn alle Ansprüche der Gläubiger vollständig befriedigt wurden.

Dividendenrisiko
Aktien liefern keine festen, planbaren Erträge. Ausschüttungen, also Zahlungen an die Aktionäre in Form von Dividenden, sind maßgeblich von der jeweils aktuellen Gewinn-, Vermögens- und Liquiditätssituation der Aktiengesellschaft abhängig. Weiterhin ist ein entsprechender Mehrheitsbeschluss der Hauptversammlung erforderlich. Dividenden sind daher für den Anleger keine fest planbaren Zahlungsströme. Dividendenzahlungen in der Vergangenheit lassen insoliert keine Rückschlüsse auf künftige Dividendenaussichten zu. Anleger sollten sich der fehlenden Planbarkeit von Dividendenzahlungen bewusst und wirtschaftlich nicht auf diese angewiesen sein.

Fehlprognoserisiko
Bei der Entscheidungsfindung hinsichtlich eines Wertpapierauftrags in Aktien spielt die Prognose, also die Erwartung des Anlegers zur weiteren Entwicklung eine zentrale Rolle. Hierzu werden in der Regel Methoden der Fundamentalanalyse und bzw. oder der technischen Analyse genutzt. Die Fundamentalanalyse beurteilt die gegebene Situation sowie die weiteren Aussichten des jeweiligen Unternehmens und seines gesamtwirtschaftlichen Umfelds, etwa durch Auswertung der Bilanz. Die technische Analyse versucht mittels vergangener Kursentwicklungen zukünftige Entwicklungen vorherzusagen. Unabhängig von der gewählten Methodik ist die Aussagekraft der Modelle begrenzt, kann es bei ihrer Anwendung zu Fehlern kommen und können sich notwendige Annahmen im Nachhinein als unzutreffend erweisen. Die Sinnhaftigkeit der technischen Analyse und der auf sie aufbauenden Versuche eines Markt-Timings (Suche nach dem richtigen Zeitpunkt für ein Aktiengeschäft) wird darüber hinaus von wissenschaftlicher Seite grundsätzlich stark in Frage gestellt.

Risiken des Zulassungswiderrufs (Delisting)
Aktiengesellschaften haben einen erheblichen rechtlichen Entscheidungsspielraum darüber, ob und in welcher Form ihre Aktien zum Handel an der Börse oder anderen organisierten Märkten zugelassen sind und bleiben. Anleger sollten sich des Risikos bewusst sein, dass eine Aktiengesellschaft grundsätzlich jederzeit den Widerruf ihrer Börsenzulassung beantragen kann und der Handel mit der Aktie in der Folge ganz erheblich eingeschränkt sein kann. Dies kann sich im Ergebnis auch negativ auf den Wert der Aktie auswirken.

Gesellschaftsrechtliche Risiken
Als Aktionär ist der Anleger anteilig nach der Zahl seiner Aktien im Verhältnis zu den gesamten von dem Unternehmen emittierten Aktien Miteigentümer der jeweiligen Aktiengesellschaft. Innerhalb gesetzlicher Grenzen können seine Rechte durch mehrheitlich gefasste Beschlüsse beeinträchtigt werden. Solche Änderungen können auch grundlegender Natur sein, etwa im Falle eines Rechtsformwechsels oder, bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen, im Falle eines zwangsweisen Ausscheidens von Minderheitsaktionären gegen Abfindung („Squeeze Out“).


Spezielle Risiken bei Investmentfonds

Risiko sinkender Anteilspreise
Der Wert eines Investmentfonds in Form des Anteilspreises, auch Rücknahmepreis genannt ist abhängig vom Wert der im Fonds enthaltenen Wertpapiere. Sinkt deren durchschnittlicher Wert entsprechend ihrem Anteil am Fondsvermögen, führt dies auch zu einem entsprechenden Absinken des Rücknahmepreises der Fondsanteile, also des Preises, zu dem die Anteile börsentäglich an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden können. Die Verluste können dabei umso deutlicher ausfallen, je anfälliger der Wert der im Fonds enthaltenen Wertpapiere für Schwankungen ist. Tendenziell ist dies bei Aktien stärker der Fall als bei Anleihen; Fonds mit einer breiten Streuung auf verschiedene Wertpapierarten und Wertpapiere von Emittenten aus unterschiedlichen Branchen und Ländern unterliegen tendenziell geringeren Schwankungen als Fonds mit einer geringeren Streuung.

Managementrisiko
Mit dem Erwerb von Investmentanteilscheinen entscheidet sich der Anleger für eine Geldanlage nach einer in den jeweiligen Anlagegrundsätzen festgelegten Strategie. In der Umsetzung dieser Strategie ist das jeweilige Management des Fonds frei; der Anleger kann hierauf keinen Einfluss nehmen. Die wirtschaftlichen Folgen etwaiger Fehlentscheidungen des Managements trägt der Anleger. Frühere Erfolge des Managements in Form von Wertentwicklungen in der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu.

Risiko der Aussetzung und Liquidation
In besonderen Ausnahmesituationen, die eine ordnungsgemäße Abwicklung von Anteilsrücknahmen nicht zulassen, kann die Fondsgesellschaft berechtigt sein, die ansonsten jederzeit mögliche Rückgabe von Fondsanteilen gegen Zahlung des aktuellen Rücknahmepreises zu verweigern. Nach geltender Rechtslage ist eine solche Aussetzung der Anteilsrücknahme für bis zu drei Jahre möglich. Die Anleger können während dieser Zeit ihre Fondsanteile nicht oder allenfalls sehr eingeschränkt (etwa über die Börse oder andere Sekundärmärkte) veräußern. Während der Zeit der Aussetzung ist die Fondsgesellschaft gehalten, die Fähigkeit zur Rücknahme von Fondsanteilen durch Aufbau von ausreichenden Geldmitteln wiederherzustellen. Gelingt dies nicht, hat das unter Umständen die Auflösung und Liquidation des Fonds zur Folge. In diesem Fall müssen die Vermögensgegenstände des Fonds eventuell auch zu sehr ungünstigen Bedingungen veräußert werden, was für den Anleger zu Verlusten führen kann.

Risiko durch die Nutzung von Derivaten und Wertpapierleihgeschäften
Investmentfonds können im Rahmen ihrer jeweiligen Anlagepolitik ggf. auch in sog. „Derivate“ investieren. Derivate sind Wertpapiere, deren Entwicklung an die eines anderen (Basis-)Wertes gekoppelt ist. Beispielsweise können solche Wertpapiere Anrechte auf den Tausch eines Wertpapiers gegen ein anderes oder zum späteren Kauf oder Verkauf zu einem bestimmten Preis verbriefen. Aufgrund ihrer Komplexität bringen Derivate je nach Ausgestaltung sehr große Risiken mit sich, die über die Risiken klassischer Aktien und Anleihen hinausgehen.

Auch können Investmentfonds Wertpapiere aus dem Fondsvermögen entgeltlich verleihen, insbesondere um Dritten derivative Geschäfte zu ermöglichen. Hier kann es zu Ausfällen zu Lasten des Fondsvermögens und damit im Ergebnis zu Verlusten des Anlegers kommen.

Risiko der Auflösung des Investmentfonds
Ein Investmentfonds kann unter Umständen von der Fondsgesellschaft mit einem anderem von ihr verwalteten Investmentfonds zusammengeführt werden. Auch kann eine Fondsgesellschaft unter Einhaltung dafür vorgesehener Fristen die Verwaltung des Fonds kündigen, was zu einer Abwicklung des Fondsvermögens führen kann. In beiden Fällen kann dies dazu führen, dass die vom Anleger gewünschte Verwaltung seines Vermögens im gewählten Investmentfonds nicht mehr wie von ihm geplant fortgesetzt wird.

Besondere Risiken beim börslichen Handel
Die UmweltBank bietet für den An- und Verkauf von Investmentfondsanteilen ausschließlich den Handel über die jeweilige Fondsgesellschaft an. Ungeachtet dessen können einzelne Fonds grundsätzlich auch über die Börse gehandelt werden. Die dortigen Preise bilden sich durch Angebot und Nachfrage und können von denen der Fondsgesellschaft abweichen. Auch grundsätzlich ist die Handelbarkeit an der Börse von ausreichend Angebot und Nachfrage abhängig.


Spezielle Risiken bei Anleihen

Bonitäts- / Emittentenrisiko
Bei Anleihen gibt der Anleger der jeweiligen Emittentin einen Kredit. Es besteht hierbei das Risiko, dass die Emittentin wirtschaftlich nicht in der Lage sein könnte, ihre Verpflichtungen aus der Anleihe - insbesondere Zins- und Rückzahlung - überhaupt oder so wie geschuldet zu erfüllen. In diesem Fall kann es zu einem teilweisen oder vollständigen Ausfall des in die jeweilige Anleihe investierten Betrages kommen.

Zinsänderungsrisiko
Bei einer Anleihe sind bestimmte Vereinbarungen zu Laufzeit und Verzinsung getroffen. Verändert sich das Marktzinsniveau, dann können die für die Anleihe vereinbarten Zinsen im Vergleich zum Markt mehr oder weniger wert sein als vorher. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich bei einem Anstieg des allgemeinen Marktzinsniveaus der Kurs einer Anleihe, zu dem diese vor Laufzeitende am Markt veräußert werden könnte, verschlechtert.

Kündigungsrisiko
Die Wertpapierbedingungen können vorsehen, dass die Emittentin einer Anleihe diese vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit kündigen kann. In diesem Fall kann es dazu kommen, dass das angelegte Kapital früher als vom Anleger geplant zurückgezahlt wird. Damit ist besonders dann zu rechnen, wenn das Marktzinsniveau sinkt und die Emittentin sich alternativ entsprechend günstiger Geld leihen könnte.

Besondere Risiken von Wandelanleihen
Wandelanleihen sind Anleihen, die optional zur Rückzahlung des Anleihekapitals zum Laufzeitende einen Umtausch gegen Aktien des Emittenten in einem bestimmten Verhältnis ermöglichen. Für ihre Entwicklung und alle sie betreffenden Anlageentscheidungen ist also maßgeblich auch die Entwicklung der Aktien am Markt von Bedeutung, ganz besonders dann, wenn es sich um Pflichtwandelanleihen handelt.
Die besonderen Risiken von CoCo-Bonds entnehmen Sie bitte dem jeweils zugehörigen Wertpapierprospekt.


Spezielle Risiken von Genussrechten

Hinweis: Auch bei Genussrechten bestehen die voranstehend unter der Überschrift „Spezielle Risiken von Anleihen“ beschriebenen Risiken entsprechend, da es sich bei beiden Anlageformen um sog. Schuldverschreibungen handelt. Die nachfolgenden Risikofaktoren stellen eine Ergänzung dieser Risikofaktoren aufgrund der spezifischen Eigenheiten von Genussrechten dar.

Risiko aufgrund der Gewinnabhängigkeit
Für die Verzinsung von Genussrechten ist in der Regel in den Bedingungen eine Abhängigkeit von der Gewinnsituation der Emittentin vorgesehen. Reicht der Gewinn nicht aus oder sind die ggf. weiteren Voraussetzungen nicht erfüllt, kann die Zinszahlung an die Genussrechtsinhaber ganz oder teilweise ausfallen. Im Verlustfall kann es zudem ggf. zu einer Verminderung des Rückzahlungsanspruchs kommen.

Risiko aufgrund der Nachrangigkeit
Inhaber von Genussrechten stehen mit ihren Zahlungsansprüchen im Fall einer Insolvenz der Emittentin in der Regel vor den Eigentümern (z.B. Aktionären), aber nach allen anderen Fremdkapitalgebern. Sie erhalten daher im Fall einer Insolvenz der Emittentin nur dann eine Zahlung, wenn alle anderen Verbindlichkeiten der Emittentin zuvor vollständig erfüllt wurden.

Liquiditätsrisiko
Genussrechte sind häufig nicht an einer Börse notiert, sondern können allenfalls über einen anderweitigen Sekundärmarkt verkauft werden. Besonders dann, aber auch im Fall einer Börsennotiz muss damit gerechnet werden, dass die Genussrechte aufgrund vergleichsweise geringen Handels nicht oder nur zu einem unangemessen niedrigen Preis verkauft werden können.

 

Stand: 1. Juli 2016