Angenehm Wohnen im Nürnberger Süden

Süße Wohnträume im ehemaligen „Schoko-Schloss“

In der Nürnberger Südstadt, direkt hinter dem Hauptbahnhof, liegt das ehemalige Fabrikgelände einer Schokoladen- und Konfitürenfabrik. Wo Anfang des 20. Jahrhunderts noch Schokohasen gegossen wurden, entstanden in den letzten Jahren elf Einheiten zum Wohnen und Arbeiten. Die UmweltBank finanzierte das Projekt und unterstützte damit eines von Nürnbergs ersten Baugruppenprojekten. Heute bietet das „Schoko-Schloss“ in der Schloßäckerstraße den 15 Bewohnern ein einmaliges Zuhause im Herzen der Frankenmetropole.

Grund mit Geschichte

Das Gelände, das vor Verkehrslärm geschützt in einem Hinterhof inmitten von vierstöckigen Mehrfamilienhäusern liegt, wurde bereits ab 1904 mit Gewerbegebäuden bebaut. Nach der fast vollständigen Zerstörung der Häuser im Zweiten Weltkrieg und der Auflösung der Schokoladenfabrik Anfang der 1950er Jahre wurde dem letzten verbliebenen Gebäude ein verglaster Industriebau im Bauhausstil zur Seite gestellt. Das Areal nutzten in den folgenden Jahrzehnten unterschiedliche Gewerbetreibende, unter anderem eine Schlosserei und ein Silberschmied. „Es ist schon spannend, wenn man bei den Bauarbeiten über Relikte der Vergangenheit stolpert, zum Beispiel über alte Gussformen von Schokohasen“, sagt Margarete Weidinger, Architektin des Schoko-Schlosses, die selbst in dem Anwesen wohnt und arbeitet.

Vom Grundstück zur Baugemeinschaft

Die beiden Gebäude dienten der Baugemeinschaft als Grundstock, die Grundstückskosten konnten durch einen zusätzlichen Neubau relativiert werden. So entstanden 1.130 m² Wohn- und 1.270 m² Nutzfläche in einer winkelförmigen Struktur. Die Loft-Wohnungen mit ihren modernen Glasfassaden, hellen Lichthöfen und beeindruckenden Raumhöhen von fast vier Metern sind zwischen 60 und 187 m² groß. Bei der Sanierung beziehungsweise Errichtung der Gebäude nach Niedrigenergie-Standard wurde auf zeitgemäße Elemente, wie eine zentrale Pelletheizung mit Wandtemperierung und ökologisch reversible Wärmedämmung geachtet. „Schon bei der Grundrissaufteilung gab es ausführliche Diskussionen zwischen den beteiligten Parteien – und das ist auch gut so.

„Auf diese Weise entstehen nicht nur sehr individuelle Wohnprojekte, sondern oft auch Freundschaften zwischen den zukünftigen Nachbarn“, ergänzt Weidinger.

Idylle im Hinterhof

Eine Besonderheit mit Blick auf die zentrale Lage des Schoko-Schlosses ist sicherlich auch die Außenanlage, die einer grünen Oase gleicht: Die Flächen rund um den großen Hausbaum wurden entsiegelt und durch einen Schwimmteich, einen Kräutergarten und einen Spielplatz mit neuem Leben befüllt. Die Pkw-Stellplätze wurden bewusst am Eingang des Grundstücks angelegt, um das Gelände frei von Fahrverkehr zu halten.

Projektdetails im Überblick

  • Standort Nürnberg
  • Die UmweltBank finanzierte den Umbau der ehemaligen Schokoladenfabrik zu 60 bis 187 Quadratmeter großen Wohnungen
  • Areal: 1.130 Quadratmeter Wohnfläche und 1.270 Quadartmeter Nutzfläche

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