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Klimaneutrale Wärme
durch Biomasse

 

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Fotos: Staatl. Kurverwaltung Bad Brückenau, KWA Contracting AG
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Wohltuende Heilquellen und gesunde Luft – der unterfränkische Kurort Bad Brückenau ist alljährlich Ziel für viele gesundheitsbewusste Gäste. Um diesen Zustand zu bewahren, setzt die staatliche Kurverwaltung auch bei der Energieversorgung auf klimafreundliche Maßnahmen. Sie entschied sich für eine emissionsarme Wärmebelieferung ihrer Liegenschaften mittels Wärmekonzepte.


Dazu wurde im April 2005 ein von der UmweltBank finanziertes Biomasseheizwerk in Betrieb genommen. Über ein 1.560 Meter langes Nahwärmenetz werden neben den Gebäuden des Staatsbades auch einige angrenzende Hotelanlagen mit Heizwärmeenergie und Warmwasser versorgt. Contracting-Partner ist die KWA Kraftwärmeanlagen GmbH und Co. Neunte Projekt KG aus Bietigheim-Bissingen.

Geschäft mit beiderseitigem Nutzen

Das Prinzip der Wärmekonzepte ist einfach: Das Biomasseheizwerk wurde von der KWA GmbH als so genanntem Contractor geplant und gebaut. Sie übernimmt zudem den Betrieb und die regelmäßige Wartung der Anlage. Gleichzeitig wurde ein Wärmeliefervertrag über 15 Jahre mit der Kurverwaltung als Eigentümerin der Gebäude geschlossen.

Der Vorteil für den Wärmeabnehmer liegt vor allem in der Vermeidung hoher Investitionskosten für die Installation einer Heizungsanlage – er bezahlt lediglich die tatsächlich verbrauchte Wärme. Zudem wird das Heizwerk nach Ablauf des Vertrags an die Kurverwaltung übertragen. Der Betreiber hingegen sichert sich für mehrere Jahre die Wärmeabnahme zu festgelegten Preisen.

Holz statt Öl

Der Holzkessel mit einer Leistung von 900 kW wurde in das bereits vorhandene Heizhaus installiert. Der jährliche Wärmeverbrauch von ca. 7.500 MWh wird somit zu 85 Prozent durch die Biomasseanlage bereitgestellt. Um auch Bedarfsspitzen abdecken zu können, wurde zusätzlich eine Öl- und Gaskesselanlage errichtet.

Dort, wo sich zuvor die Öltanks der alten Heizungsanlage befanden, wurde der Lagerraum für die Holzhackschnitzel eingerichtet. Bei Betrieb der Anlage unter Volllast reicht die vorrätige Menge für rund vier Tage.

Regionale Rohstoffe

Der jährliche Verbrauch der Anlage liegt bei rund 3.000 Tonnen Biomasse. Als Brennstoff dienen Holzhackschnitzel, die aus den Wäldern der näheren Umgebung geliefert werden. Dies hat den Vorteil, dass der Anlagenbetrieb die regionale Forstwirtschaft fördert und unabhängig von Importen erfolgen kann. Verarbeitet wird so genanntes Durchforstungsholz – Holz, das im Rahmen der Bewirtschaftung von Wäldern im Wald verbleibt, z. B. Äste oder Stammreste.

Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern verbrennt Holz klimaneutral, das heißt, es wird nur soviel CO2 freigesetzt, wie ein Baum im Laufe seines Lebens mithilfe von Sonnenenergie speichert. Die Bilanz des Biomasseheizwerkes spricht daher eine deutliche Sprache: seit Inbetriebnahme wurden jährlich 825.000 Liter Heizöl eingespart und damit der Ausstoß von 1.900 Tonnen Kohlendioxid vermieden.


Stand: Mai 2011