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Huhn im Glück

Tierschützer gründen Freilandhof

 

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Andreas Becker und Horst Fallenbeck haben im schwäbischen Unterstocken einen stillgelegten Kuhstall zur Hühnerheimat umgebaut.

In der Legebatterie hocken die Hühner auf einer Fläche, gerade mal so groß wie ein DIN A4-Papier. Anders im Hühner-Freiland-Hof. Hier kann das Huhn scharren, wo es will: im Stall oder im Garten. Andreas Becker (26) und Horst Fallenbeck (30) sind stolze Besitzer von 7.500 weiß und braun gefiederten Tieren. Ihr Engagement für eine artgerechte Haltung loben Tierschützer in ganz Deutschland. Im Jahr 1995 fassten die beiden den Entschluss „Keine Eier aus dem Käfig mehr“ und schafften zehn eigene Hühner an. Mit der Zeit kamen Nachbarn und Freunde auf den Geschmack. Heute beliefern die engagierten Tierschützer zwölf Hotels, drei Supermarktketten, fünf Metzger und fünf Bäckereien. Auf Wochenmärkten verkaufen sie das Ei für 30 Pfennig.

„Artgerechte Tierhaltung heißt, dass die Hühner picken und im Sand baden können“, erklärt Fallenbeck. „Bei uns teilen sich maximal sechs Hühner einen Quadratmeter im Stall. Die Tiere können mit den Flügeln schlagen, auf der Stange sitzen und in Nestern Eier legen“. Jedes Huhn hat Zugang zu allem, was es braucht: Wasser, Nahrung und eine Klappe vom Stall ins Freie. Im Freiland, einem eingezäunten Areal mit alten Obstbäumen, hat jedes Huhn sogar zehn Quadratmeter. Antibiotika und Hormone sind tabu. Gefüttert wird ein Mix aus Weizen, Mais, Soja und Sonnenblumen.

Mitglied in einem Bioverband sind die beiden bisher aber nicht. Fallenbeck begründet: „Im Moment können wir uns Bio-Futter und Bio-Küken nicht leisten. Unsere Eier wären zu teuer und wir hätten Absatzprobleme.“

Nach Ansicht der UmweltBank, die den Hühner-Freiland-Hof finanziert, gehen die Tierschützer dennoch einen guten Weg. „Wir bewerten das Projekt nicht mit der ökologischen Bestnote für Kreditfinanzierungen, sondern mit der Note „2 bis 3“. Diese Hühnerfarm ist aber ein Schritt in die richtige Richtung, den wir gerne unterstützen“ erklärt Vorstand Horst P. Popp. Auch wenn die Hühner keine zertifizierten Bio-Eier legen, das stressfreie Leben gefällt dem Federvieh. Es belohnt seine Besitzer mit einer überdurchschnittlichen Legeleistung und liefert fast jeden Tag ein Ei.

Stand: Herbst 2001