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Südlich von München betreibt der Verein Montessori Biberkor e.V. auf einem alten Klostergelände seit 2001 das erste Montessori-Gymnasium Bayerns. Vor kurzem sind die ersten der rund 400 Schüler und 50 Lehrkräfte in einen ökologischen Neubau umgezogen, der die Ansprüche moderner Pädagogik mit Energieeffizienz verbindet. Die UmweltBank fördert das ökologische Schulprojekt. Bank & Umwelt war zu Besuch bei Montessori Biberkor.


Aus der Turnhalle ertönen Anfeuerungsrufe einiger Fußballer, im Nachbartrakt hüpfen Kinder über einen Parcours aus Turnmatten und Sportgeräten. Auf dem Flur versammeln sich Schüler aus der Unterstufe vor dem Physiksaal, während in der Mensa das Mittagessen vorbereitet wird. Im Neubau der „Schule für alle“ Montessori Biberkor herrscht rege Betriebsamkeit.

Vom Container in den Neubau
Bis es soweit war, musste der Trägerverein Montessori Biberkor e. V. einen langen Atem beweisen, wie Geschäftsführer Christoph Borchardt berichtet: „Seit 2002 fand der Schulbetrieb in Containern statt“. Insgesamt sieben Jahre wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters in der Nähe des Starnberger Sees in provisorischen Klassenräumen unterrichtet.

Zu Beginn des Schuljahres 2009 zogen die ersten Schüler in den 2.700 Quadratmeter großen Neubau um. „Nur die Grundschüler sowie der Bereich Kunst, Werken und Musik sind noch in Containern untergebracht, aber das wird hoffentlich in zwei Jahren auch vorbei sein“, so Borchardt weiter.

Die neuen Räumlichkeiten bieten den erforderlichen Freiraum für die Entfaltung der Schüler. Die Klassen sind wesentlich kleiner als an staatlichen Schulen, und es gibt viele Möglichkeiten für die Schüler, um nach eigenen Interessen zu lernen, zu arbeiten und zu spielen.

Erstes Gymnasium in Bayern
In knapp zehn Jahren ist aus der Idee, eine Montessori-Schule südlich von München zu gründen, eine funktionierende Bildungseinrichtung mit rund 400 Schülern geworden. Mittlerweile umfasst die Schule das erste Montessori-Gymnasium Bayerns, eine Mittelstufe, eine Grundschule sowie ein Kinderhaus, wie der Montessori-Kindergarten auch genannt wird.

Einige Kinder sind im Internatsgebäude untergebracht, das früher als Unterkunft für Klosterschülerinnen diente. Die anderen Schüler werden jeden Morgen mit 20 Bussen aus der Umgebung nach Biberkor gefahren, sogar aus dem 30 Kilometer entfernten München.

Im Jahr 2000 wurde der Trägerverein gegründet, das Grundstück wurde von einem privaten Förderer zur Verfügung gestellt. Der Verein verfolgt mit der Schulgründung die Verknüpfung mehrerer Prinzipien: Montessori-Pädagogik, ökologische Erziehung, Integration von Förderkindern, ästhetische Erziehung und Internationalität.

Langer Atem zahlt sich aus
Da die bestehenden Gebäude für die wachsenden Schülerzahlen nicht ausreichten und überdies für einen modernen Schulbetrieb nicht ausgerichtet waren, wurde bald über einen Neubau nachgedacht. Allerdings gestaltete sich das Projekt schwieriger als erwartet.

Die Genehmigung für einen Neubau im Außenbereich außerhalb der Ortschaft wurde von der zuständigen Gemeinde nur unter der Voraussetzung eines Architekturwettbewerbs erteilt. Zudem musste der Verein einen Teil des Grundstücks erwerben, um in den Genuss staatlicher Fördermittel zu gelangen – sonst wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen. Eine Voraussetzung für die Auszahlung der Fördermittel bei staatlich genehmigten Schulen wie der Montessori-Schule Biberkor: Die Mittel werden frühestens freigegeben, wenn der zweite Abiturjahrgang komplett die Schule durchlaufen hat. Dieser Zeitpunkt ist im Sommer 2010 erreicht.

UmweltBank als Finanzier
Die UmweltBank finanziert den Teil des Projekts, der nicht durch Förderung oder Eigenmittel langfristig abgedeckt ist. Zusätzlich muss die Zeitspanne von der Errichtung der neuen Gebäude bis zur kompletten Auszahlung der staatlichen Fördermittel überbrückt werden. Die mehrjährige Zwischenfinanzierung hat ebenfalls die grüne Förderbank übernommen, die ausschließlich ökologische und soziale Projekte finanziert.

„Von der Ausrichtung her passt die UmweltBank sehr gut zu uns, denn genau wie unser Projekt ist sie jung, nachhaltig und modern“, begründet Geschäftsführer Borchardt die Zusammenarbeit.

Engagement und Erfahrung
Über den Montessori-Landesverband Bayern hatte er erfahren, dass die UmweltBank bereits andere Montessori-Projekte, zum Beispiel in Nürnberg, finanziert hatte. „In den ersten Gesprächen haben wir sofort gemerkt, dass das Engagement in der Baufinanzierungsabteilung sehr hoch war. Das war neben der Erfahrung der UmweltBank mit Montessori-Schulen ein weiterer Grund für unsere Entscheidung“, so Borchardt.

Bedeutend bei der Planung des Neubaus war der ökologische Aspekt. So wird der Neubau von einer Holzpelletheizung mit Wärme versorgt. Beim Bau wurde darauf geachtet, natürliche Materialien zu verwenden und die Gebäude energetisch zu optimieren. Auf dem neu errichteten Gebäude wird außerdem eine Dachbegrünung realisiert.

Das Projekt geht weiter
Heinrich Bentemann, Schulleiter der Sekundarstufe, war lange im staatlichen Schuldienst und ist seit vier Jahren bei Montessori Biberkor tätig. Er ist von dem Konzept überzeugt: „Die Verwirklichung der Montessori-Idee finde ich in Biberkor besonders gelungen. Es ist mein Ziel, die Methoden der Montessori-Pädagogik und die Ziele und Inhalte der klassischen Gymnasien einander näher zu bringen.“

Stillstand ist in Biberkor ein Fremdwort. Im nächsten Schritt ist ein Erweiterungsbau für die Grundschule geplant. Danach sollen die ebenfalls von der Schule genutzten Altbauten mit Solarthermie ausgestattet werden.



Stand: Frühjahr 2010