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„Unsichtbares Kraftwerk“

München setzt auf Ökostrom und soll bis 2025 ausschließlich mit Strom aus Erneuerbaren Energien versorgt werden. Mit dem Bau des unterirdischen Wasserkraftwerkes „Praterkraftwerk“ mitten in der Stadt ist München diesem Ziel näher gekommen. Ein Vorzeigeprojekt für alle Beteiligten. Es spart CO2 ein, ist naturverträglich gebaut und liefert grünen Strom für 4.000 Haushalte. Die UmweltBank hat das ökologische Projekt als Finanzierungspartner begleitet.



Filmdokumentation „Praterkraftwerk“.


Zwei Stufen zum Ziel

Der Münchner Stadtrat hat das ehrgeizige Ziel vorgegeben, bereits 2015 alle Privathaushalte mit Strom aus regenerativen Energiequellen zu versorgen. Bis zum Jahr 2025 soll in einer zweiten Stufe der gesamte Münchner Strombedarf von etwa 7,5 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr mit grünem Strom gedeckt werden. Damit wäre München die erste deutsche Großstadt, die diese Ziele auf dem Gebiet der Energiegewinnung und des Klimaschutzes erfüllt. Ein ehrgeiziges Ziel, das die Stadtwerke München durch den Erwerb von Ökostromanlagen und Beteiligungen erreichen wollen.

Ökostrom aus der Isar
Eine der Beteiligungen ist die an der Paterkraftwerk GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke mit dem alternativen Energiedienstleister Green City Energy GmbH. Die Gesellschaft ist verantwortlich für den Bau eines unterirdischen Wasserkraftwerkes mitten in München im Bereich der Prater- und Schwindinsel. Hier soll die Isar zukünftig jährlich bis zu 10 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom erzeugen. Dieser soll den Bedarf von etwa 4.000 Haushalten decken und damit pro Jahr rund 9.000 Tonnen CO2 – im Vergleich zu fossilen Energieträgern wie Öl oder Kohle einsparen.

Optimaler Standort
Die Große Isar entlang der Praterinsel hat an dieser Stelle eine Gefällestufe von rund neun Metern und ermöglicht dem Wasser dadurch Energie abzugeben. Das Wasser wird dem Fluss seitlich entnommen und in einer Druckleitung der Turbine zugeleitet. Dort umströmt es die Turbinenschaufeln und versetzt das Laufrad der Turbine in Rotation, wodurch der Stromgenerator angetrieben wird. Nach der Turbine gelangt das Wasser wieder in den Fluss zurück.

Die erzeugte Strommenge hängt von der durchfließenden Wassermenge ab, wobei das Kraftwerk erst ab einem Mindestabfluss von rund 6 m³/s den Betrieb aufnehmen kann. Bei trockenen Perioden mit Niedrigwasser wird das Kraftwerk somit zeitweise stillstehen. Aber auch um Fische und andere am und im Wasser lebende Tiere nicht zu beeinträchtigen, sind gewisse Mindestwasserstände für den Gebrauch der Turbine vorgeschrieben. Werden diese unterschritten, stellt sich die Turbine automatisch ab. Aber auch diese Ausfallzeiten sind in der Gesamtplanung berücksichtigt.

Unterirdisches Kraftwerk
Aufgabe war es, äußerlich nichts zu verändern, um für die Münchner ihr Stadtbild mit seinen historischen Brücken- und Uferbefestigungen zu erhalten.

Da die Gestaltung der Anlage unterirdisch im Flussbett erfolgt, wird das Praterkraftwerk weder optisch noch akustisch zu bemerken sein. Im Endzustand wird bis auf eine seitliche Öffnung an der Ufermauer nichts vom Kraftwerk zu erkennen sein. Die Geräusche der Turbinen werden durch die unterirdische Anordnung des Bauwerkes so gedämpft, dass in der Umgebung nichts zu hören sein wird.

Um den Fischbestand zu schonen wurden Leitströmungen erzeugt, eine Fischtreppe gebaut und Schutzrechen angebracht. Die Fließgeschwindigkeiten sind zudem so gering, dass die Fische gegen die Strömung von der Turbine wegschwimmen können. Auf das Hochwassergeschehen der Isar hat das Kraftwerk keinen negativen Einfluss. Im Gegenteil, es könnte bei Hochwasser als zusätzliche Ableitung herangezogen werden und somit den Hochwasserschutz verbessern.

Um die Auswirkungen des Kraftwerkes zu simulieren wurde im Vorfeld ein 25 Meter langes, maßstabgetreues Isar-Modell gebaut.

Überzeugendes Kreditprojekt
Seit Sommer 2010 produziert das unterirdische Wasserkraftwerk mit einer Leistung von rund 2,5 MW auf Höhe der Maximiliansbrücke unsichtbar, geräusch- und emissionslos Öko-Strom. Damit leistet das Praterkraftwerk einen wichtigen Beitrag zu einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Energieversorgung. Die UmweltBank finanziert und fördert satzungsgemäß nur ökologisch sinnvolle Projekte. Kundeneinlagen fließen ausschließlich in die Finanzierung von Umweltprojekten. Das Praterkraftwerk ist ein überzeugendes Beispiel dafür, wie die Gelder der Kunden ökologisch investiert werden.



Stand: März 2011

 

 

  Kreditbeispiel
Das Paterkraftwerk im Herzen Münchens.

Kreditbeispiel
Die vorhandene Gefällestufe unterhalb der Maximilianbrücke eignet sich hervorragend zur Nutzung der Wasserkraft.

Kreditbeispiel
Durch die Druckleitung wird das Wasser der Turbine zugeleitet.

Kreditbeispiel
Die Fischtreppe ermöglicht den Fischen, die Wehranlage zu umgehen.

Kreditbeispiel
Im Rahmen der jährlichen Fortbildungsreise machten sich die Mitarbeiter der UmweltBank ein Bild vor Ort.

Filmbeitrag: M&E GmbH

Bildquelle: Green City Energy GmbH-


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