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Deponie wird Solarkraftwerk

 

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Die Mülldeponie in Bochingen, etwa 100 Kilometer südwestlich von Stuttgart, ist seit zehn Jahren stillgelegt. Seit Ende 2002 ist sie Standort für eine Photovoltaik-Anlage: mit 378 kWpeak die größte, die bisher von der UmweltBank finanziert wurde.

„Die Anlage läuft rund. Seit Ende letzten Jahres ist sie am Netz. Die größten Saboteure waren die auf der Deponie grasenden Schafe, die über ein Kabel gestolpert sind“, erzählt Initiator Günter Schölzl (44). Mit dem Solarkraftwerk auf der Deponie wurde für ihn eine Vision zur Wirklichkeit. Aber: Von nichts kommt nichts: „Erst einmal mussten die 2.520 Photovoltaik-Module auf den Deponieberg hoch geschafft werden. Insgesamt rund 4.000 Stunden haben wir gearbeitet: Photovoltaik-Module in Position gebracht und Kabel verlegt.“ Installiert wurde auch im Winter bei minus 15 Grad.

Wichtig war der Rückhalt bei den Kommunen, vor allem das grüne Licht vom Landkreis Rottweil, dem Besitzer der Deponie. Die UmweltBank, die das 2-Millionen-Euro-Projekt finanziert hat, unterzieht jedes Projekt einem kritischen Umweltrating. Besonders wenn es sich um eine Solaranlage auf einer Freifläche handelt. Im diesem Fall gab es auch vom Umweltrat grünes Licht.

Das Solarkraftwerk hat eine Gesamtfläche von 7.000 Quadratmetern. Pro Jahr sollen 380 MWh Strom erzeugt und ins Netz des örtlichen Betreibers eingespeist werden. Damit können 109 4-Personenhaushalte mit Strom versorgt werden. Schölzl rechnet damit, dass die Kredite in zwölf Jahren zurückgezahlt sind. Was die Lebensdauer der Module angeht, ist er optimistisch: „Ich habe 25 Jahre alte Anlagen gesehen, die völlig in Ordnung waren. Gute Photovoltaik-Module können 40 Jahre lang halten.“

Stand: Herbst 2003