Ökologisch Geld anlegen. 

Mit den Spezialisten der UmweltBank.

UmweltBank CoCo-Bond

Banken müssen die von ihr vergebenen Kredite mit Eigenkapital unterlegen. Als Faustformel gilt, dass Banken etwa das zehnfache ihres Eigenkapitals als Kredite vergeben dürfen. Seit ihrer Gründung hat die UmweltBank über 22.000 innovative Umweltprojekte finanziert. 

Neben dem Grundkapital, den Rücklagen und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken, also den von den Aktionären gestellten Eigenkapitalanteilen, zählen auch Genussrechte zum aufsichtsrechtlichen Eigenkapital. In der Vergangenheit hat die UmweltBank zur Stärkung ihres Eigenkapitals jährlich einen Teil der Gewinne thesauriert und insgesamt zwölf Genussrechte im Gesamtvolumen von über 63 Mio. Euro emittiert – zuletzt im Jahr 2011. Aufgrund europaweit vereinheitlichter Eigenkapitalvorschriften (Basel III) hat die UmweltBank ab dem Jahr 2016 als Nachfolgeprojekt sogenannte „CoCo-Bonds“ ausgegeben.

Bedingte Pflichtwandelanleihe

Ein CoCo-Bond (englisch: Contingent Convertible Bond, übersetzt bedingte Pflichtwandelanleihe) ist eine spezielle Form der Wandelanleihe, die bei Banken zum aufsichtsrechtlichen Eigenkapital gerechnet werden. Vereinfacht gesagt ist ein CoCo-Bond eine unbefristete, der Höhe nach festverzinsliche und gewinnabhängige Schuldverschreibung, die bei Eintritt des sog. Auslöseereignisses je nach konkreter Ausgestaltung dauerhaft oder vorübergehend herabgeschrieben wird – oder wie im Fall des UmweltBank CoCo-Bond 2016/2017 in Aktien der Emittentin gewandelt wird.

Laufzeit und Verzinsung

Da der CoCo-Bond zusätzliches Kernkapital für die Bank ist hat er grundsätzlich eine unbefristete Laufzeit. Deshalb sind die Nominalzinsen für einen befristeten Zeitraum fest. Die Anschlussverzinsung wird in einem regelmäßigen Turnus bedingungsgemäß marktgerecht neu festgelegt. Sie orientiert sich an dem Euro-Swap-Satz mit der entsprechenden Laufzeit zzgl. dem bei Emission festgeschrieben Zinsaufschlag. Die Zahlung der Zinsen ist gewinnabhängig und steht entsprechend der gesetzlichen Vorgaben im freien Ermessen der Emittentin. 

Wandlung in Aktien

Im Unterschied zu einer „normalen“ Wandelanleihe, die dem Inhaber das Recht einräumt, während der in den Anleihebedingungen festgeschriebenen Wandlungszeiträumen zu einem vorher festgelegten Verhältnis in Aktien zu tauschen, erfolgt bei einem CoCo-Bond eine Wandlung in Aktien nur bei Eintritt des sog. Auslöseereignisses. Der CoCo-Bond der UmweltBank wird in Aktien der Bank gewandelt, sofern die harte Kernkapitalquote der UmweltBank unter den in den Anleihebedingungen festgeschriebenen Prozentsatz sinkt. Die harte Kernkapitalquote errechnet sich, indem man das harte Kernkapital, das sich aus dem Grundkapital und den Rücklagen zusammensetzt, ins Verhältnis zu den von der Bank ausgereichten Krediten und den Eigenanlagen setzt. Die Quote sinkt bei einer deutlichen Ausweitung des Kreditgeschäfts und sofern die Bank Verluste in großem Maßstab durch Kreditausfälle oder Verluste in den Eigenanlagen verbuchen muss. Die geringe Kreditausfallrate der vergangenen Jahre zeigt, dass die UmweltBank eine solide Kreditpolitik betreibt. Außerdem spekuliert die Bank nicht am internationalen Geld- und Kapitalmarkt.

Unterschiede zur UmweltBank-Aktie

Im Gegensatz zum Aktionär, der Miteigentümer der Gesellschaft ist, ist der Inhaber des CoCo-Bonds Gläubiger. Als Inhaber des CoCo-Bond haben Sie keine Mitwirkungs- und Stimmrechte. Regulatorisch stellen jedoch sowohl die Aktie als auch der CoCo-Bond Eigenkapital für die Bank dar. Wie bei der Aktie ist eine jährliche Ausschüttung nicht garantiert. Die Zahlung einer Dividende ist genauso wie die Zinszahlung beim CoCo-Bond gewinnabhängig. Über die Dividendenzahlung entscheidet die Hauptversammlung, beim CoCo-Bond sind die Zinsen der Höhe nach fest, die Zinszahlung steht jedoch im Ermessen der Emittentin. Die CoCo-Bonds sind nicht börsennotiert, sondern werden hausintern bei der UmweltBank gehandelt. Im Wandlungsfall wird der Anleiheinhaber zum Aktionär. Weitere Informationen zur Aktie erhalten Sie auch auf dem Produktblatt UmweltBank-Aktie.

Unterschiede zu den UmweltBank-Genussrechten

Sowohl bei den Genussrechten als auch bei den CoCo-Bonds ist die Verzinsung gewinnabhängig, werden die Zinsen also nur gezahlt, soweit der von der UmweltBank erzielte Gewinn dafür ausreicht. Bei Genussrechten, die in den Jahren 2003 bis einschließlich 2010 emittiert wurden, werden ausgefallene Zinszahlungen in den Folgejahren nachgeholt. Dies gilt bis vier Jahre nach Ende der Laufzeit der Genussrechte. Für die UmweltBank-Genussrechte 2010/2011, 2011 und 2011/2012 besteht, ebenso wie beim CoCo-Bond kein Nachzahlungsanspruch – nicht erfolgte Zinszahlungen entfallen. Beim CoCo-Bond steht die Zinszahlung auch bei ausreichendem Gewinn im freien Ermessen der Bank.

Handelbarkeit

Der CoCo-Bond kann – sofern und solange die Teilschuldversschreibungen nicht zum Börsenhandel zugelassen sind, über den hausinternen Telefonhandel der UmweltBank gehandelt werden. Die UmweltBank nimmt dabei eine rein vermittelnde Funktion ein und kann nicht garantieren, dass zu jedem Zeitpunkt der Handel möglich ist. 

Der Kauf des CoCo-Bonds ist kostenfrei. Bei der Veräußerung fällt 1 Prozent des Kurswertes als Gebühr an. Die Verwahrung im UmweltPlus-Depot bei der UmweltBank erfolgt kostenfrei.

Kurs und Rendite

Zinssatz und Kurs des CoCo-Bond spielen die entscheidende Rolle für die Rendite. Bei einem Kurs von unter 100 % liegt die zu erwartende Rendite über dem Nominalzins, bei einem Kurs von über 100 % liegt diese unter dem Nominalzins.

Einflussfaktoren auf den Kurs

Die Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt unterliegen täglichen Schwankungen, die Einfluss auf den Kurs des CoCo-Bond haben können: Bei steigendem Kapitalmarktzins wird der Nominalzins des CoCo-Bonds weniger attraktiv und der Kurs kann fallen. Bei sinkenden Kapitalmarktzinsen wird der CoCo-Bond attraktiver und der Kurs kann steigen. Aber auch die Risikobewertung des Emittenten hat Einfluss auf den Kurs. Bei einer Veränderung der wirtschaftlichen Situation der UmweltBank kann sich auch der Kurs des CoCo-Bond verändern. Erhöht sich das Risiko, sinkt im Regelfall der Kurs und die Rendite steigt.

Mindestanlage

Die Mindestanlage beträgt nominal 2.500 Euro. Höhere Beträge müssen durch 250 Euro teilbar sein. Abhängig von Kurs und Kaufzeitpunkt ergeben sich abweichende Abrechnungsbeträge.

Besteuerung

Realisierte Kursgewinne und Zinszahlungen unterliegen grundsätzlich der Kapitalertragsbesteuerung, i.d.R. in Form der Abgeltungsteuer.

Höhere Chance, höheres Risiko

Die Zinszahlung ist gewinnabhängig und steht im freien Ermessen der Emittentin. Die Verzinsung liegt daher über der von Genussrechten mit vergleichbarer Zinsbindungsdauer. An etwaigen Verlusten der Emittentin ist der CoCo-Bond nicht beteiligt, diese können jedoch dazu führen, dass das Auslöseereignis eintritt und die Wandlung der Anleihe in Aktien erfolgt. Der Anleihegläubiger wird dadurch zum Miteigentümer, mit allen damit verbundenen Chancen und Risiken. Im Insolvenzfall erhalten die Gläubiger der bedingten Pflichtwandelanleihe eine Zahlung erst dann, wenn alle anderen Gläubiger der Bank vollständig bedient wurden. Der CoCo-Bond ist nicht durch die Einlagensicherung geschützt, so dass im Fall einer Insolvenz der Emittentin mit Verlusten bis zum Totalverlust zu rechnen ist

Ausführliche Angaben zu den Risiken des UmweltBank CoCo-Bond finden Sie im Wertpapierprospekt bzw. den Anleihebedingungen. Diese bilden zusammen mit den jeweils aktuellen Geschäftszahlen der UmweltBank (Jahresabschluss und Halbjahresbericht) die Basis Ihrer Entscheidung. Ergänzend verweisen wir auf das Dokument Chancen und Risiken von Wertpapieren.

Erwerb

Falls Sie Interesse an UmweltBank CoCo-Bonds haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

UmweltBank CoCo-Bond 2016/2017

Der UmweltBank CoCo-Bond steht der Bank unbefristet als Eigenkapital zur Verfügung.

Die Verzinsung wird bedingungsgemäß in regelmäßigen Abständen an die aktuelle Marktzinsentwicklung angepasst und den Inhabern der bedingten Pflichtwandelanleihe bekannt gegeben.

Der Wertpapierprospekt mit den Anleihe-Bedingungen sowie die Bekanntmachungen zum CoCo-Bond finden Sie nachfolgend. 

Bekanntmachungen

02.08.2017 
Das öffentliche Angebot des UmweltBank CoCo-Bond 2016/2017 wurde zum 1. August 2017 beendet. Im Rahmen des öffentlichen Angebots wurden Teilschuldverschreibungen im Nennwert von 6.215.750,– Euro erworben. Zusammen mit dem Bezugs- und Umtauschangebot an die Aktionäre / Inhaber des UmweltBank CoCo-Bonds 2016 wurden somit bis zum Ende des öffentlichen Angebots insgesamt Teilschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennwert von 25.613.500,– Euro begeben.

28.12.2016 
Im Rahmen ihres Bezugsrechts haben die Aktionäre der UmweltBank Teilschuldverschreibungen im Nennwert von 4.784.250,- Euro bezogen. Hinzu kommen Teilschuldverschreibungen im Nennwert von 14.613.500,– Euro, die im Rahmen eines Umtauschangebotes an die Inhaber des UmweltBank CoCo-Bond 2016 ausgegeben wurden.