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Reicht die staatliche Rente für die Aufrechterhaltung meines Lebensstandards aus? Ist meine Rente in Zeiten der Finanzkrise noch sicher? Was soll ich für meine Rente tun? Diese und weitere Fragen bekommen die Vorsorgeexperten der UmweltBank täglich zu hören. Bank & Umwelt sprach mit Rainer Sichermann und Carsten Böckenfeld über die Möglichkeiten der Altersvorsorge.


B&U: Ist man verlassen, wenn man nur auf die gesetzliche Rentenversicherung baut?

Rainer Sichermann: Verlassen sicher nicht. Aber man wird es künftig schwer haben, allein mit der gesetzlichen Rente seinen Lebensstandard zu halten. Die private Altersvorsorge ist deswegen für jeden unverzichtbar, um die Rente aufzubessern. Außerdem kann man vielfach Förderung in Form von Zulagen und steuerlichenVergünstigungen nutzen.

B&U: Wie viel sollte man denn in die private Vorsorge investieren?

Carsten Böckenfeld: Zur Orientierung sind 8 bis 10 Prozent des Brutto-Einkommens ein guter Schnitt. Dies ist nicht gerade wenig, aber je früher man anfängt desto besser, denn umso weniger finanzielle Anstrengung ist notwendig.

B&U: Gibt es einen Kardinalfehler, den man bei der Altersvorsorge machen kann?

Rainer Sichermann: Ja, natürlich: Gar nichts zu tun und einfach abzuwarten. Und für alle „Riester“-Berechtigten ist es schade, die staatlichen Zulagen zu verschenken.

B&U: Was macht die Riesterrente so interessant und vor allem wer kann überhaupt „riestern“?

Carsten Böckenfeld: Riesterberechtigt sind alle Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Dazu zählen in der Regel auch Eltern während der dreijährigen Erziehungszeit, Versicherte in der Künstler-Sozialkasse und Landwirte sowie Beamte. Auch Ehepartner von Berechtigten können die Förderung nutzen. Jeder, der riestert, erhält zu seinen eigenen – einkommensabhängigen – Sparbeiträgen jährlich 154 Euro vom Staat dazu; für Kinder gibt es ebenfalls Zulagen von bis zu 300 Euro je Kind. Durch die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge kommt je nach Einkommen oft noch ein Steuervorteil dazu, der bei Ledigen ohne Kinder und Doppelverdienern besonders hoch ausfällt. Deswegen gilt das oft genannte Vorurteil, dass sich „Riester“ nur mit Kindern lohnt, überhaupt nicht. Kurzum: Wer riestern kann, sollte es auch tun!

B&U: Gibt es bei der Riesterrente auch Nachteile?

Rainer Sichermann: Die meisten Nachteile sind durch ein kürzlich gefälltes Gerichtsurteil vom Europäischen Gerichtshof gekippt worden. Zum Beispiel konnte die Riesterrente bisher nur mit Abschlägen im Ausland bezogen werden. Dies ist jetzt innerhalb der EU nicht mehr der Fall. Aber eines sollte man festhalten: Geld, das man in die Riesterrente oder auch in eine andere Rentenversicherung einzahlt, ist Altersvorsorge. Eine Verfügung vor dem 60. Lebensjahr ist nicht sinnvoll; eine Ausnahme ist bei der Riesterrente die mögliche Entnahme des Kapitals für den Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie, das sogenannte „Wohnriester“.

B&U: Was passiert bei Arbeitslosigkeit bzw. wenn ich meine Beiträge nicht bezahlen kann?

Carsten Böckenfeld: Grundsätzlich ist man auch in Zeiten einer Arbeitslosigkeit förderberechtigt. Man kann aber unabhängig von den Gründen jederzeit mit den Einzahlungen pausieren. Auch Beitragsänderungen sind möglich.

B&U: Welche Möglichkeiten gibt es außer der Riesterrente?

Rainer Sichermann: Zum einen ist hier die Basisrente, auch „Rürup-Rente“ genannt, zu erwähnen. Diese ist besonders geeignet für Selbständige, Bezieher höherer Einkommen sowie ältere Berufstätige kurz vor dem Ruhestand, die Steuervorteile nutzen und sich eine lebenslang garantierte Rente aufbauen möchten. Eine private Rentenversicherung bietet das Wahlrecht auf die Auszahlung des Kapitals und kann ebenfalls ein sinnvoller Baustein sein. Als Ergänzung zum Aufbau frei verfügbaren Kapitals ist auch der UmweltSparvertrag der UmweltBank gut geeignet.

B&U: Wie funktioniert die betriebliche Altersversorgung?

Carsten Böckenfeld: Die Beiträge zu einer Betriebsrente werden direkt vom Bruttogehalt eingezahlt. Der große Vorteil liegt darin, dass neben der Steuerfreiheit der Beiträge auch eine Befreiung von den Sozialversicherungsabgaben gilt.

B&U: Warum sollte ich meine Altersvorsorge über die UmweltBank abschließen?

Rainer Sichermann: Die UmweltBank trifft unter ökologischen und ökonomischen Aspekten eine Vorauswahl. Wir arbeiten ausschließlich mit Partnern zusammen, die das Geld unserer Kunden nach ethischen, sozialen und umweltbewussten Kriterien anlegen. Ein Partner ist u.a. die oeco capital Versicherung, die eigene Umweltleitlinien bei der Kapitalanlage berücksichtigt, die von einem ökologischen Beirat überprüft werden.

Carsten Böckenfeld: Darüber hinaus besteht bei der oeco capital nicht nur in ökologischen Dingen Sicherheit: Mit einer Gesamtverzinsung von derzeit 4,25 % belegt die oeco capital in der Focus-Ausgabe 47/2009 von 60 Lebensversicherungsgesellschaften einen sehr guten 6. Platz. Weitere Partner bieten fondsgebundene Lösungen mit Ökofonds und entsprechenden Renditechancen. Kurz gesagt: Bei einer ökologischen Altersvorsorge braucht der Kunde nicht auf Rendite verzichten.

B&U: Vielen Dank für das Gespräch.

 
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Carsten Böckenfeld und Rainer Sichermann (v. l.), die beiden Altersvorsorgeexperten der UmweltBank
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