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Bericht des Umweltrats über das
Geschäftsjahr 2006

  Umweltrat
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Die erste Sitzung des Umweltrates 2006 stand ganz unter dem Eindruck des plötzlichen Todes von Heinz Hess am 18.03.06. Die große Lücke, die Heinz Hess hinterließ, sollte, so der Beschluss von Vorstand und Umweltrat in der Märzsitzung, erst später wieder geschlossen werden. Der Umweltrat hat seine Tätigkeit 2006 daraufhin als 2-köpfiges Gremium in drei Sitzungen (31.03., 27.06. und 03.11.2006) und einem Besuch in der privaten Kreditabteilung am 29.06. fortgesetzt.

Satzungsgemäß hat der Umweltrat als Rats- und Kontrollorgan auch 2006 die Vergabe der Kredite nach den ökologischen Kriterien der UmweltBank geprüft.

In den Sitzungen wurden die Kreditrisikoberichte vom Vorstand erläutert, gemeinsam diskutiert und vom Umweltrat zur Kenntnis genommen. Darüber hinaus hat der Vorstand und der Umweltrat wieder insgesamt rund 20 umfangreiche Protokolle der Kreditvergabe aus den Bereichen Solar- und Windenergie, Biogas, Wasserkraft und Altbausanierung ausführlich besprochen und geprüft. Der Anteil an ökologisch neutralen Engagements im Kreditgeschäft ist sehr gering und beläuft sich auf drei Kredite, die zudem in 2007 durch Rückführung wegfallen. Ökologisch schädliche Engagements lagen auch in 2006 nicht vor.

Der Trend zur Zunahme bei Sonnenenergieprojekten, besonders im privaten Bereich, und bei Biomasse/Biogas-Projekten hält an. In diesem Zusammenhang wurde auf Anregung des Umweltrates die Verwendung gentechnisch veränderter Rohstoffe, besonders im Hinblick auf die verwendete Biomasse, ausführlich erörtert und eine Kreditvergabe an Kreditnehmer, die nachweislich genmanipulierte Rohstoffe einsetzen, ausgeschlossen.

Beeindruckend bei der Einblicknahme des Umweltrates in private Solarkredite und Baufinanzierungen war die kundenorientierte Abwicklung und die gute Kooperation mit staatlichen Förderbanken, die zu äußerst günstigen Konditionen für umweltbewusste Bauherren führt. Als weiteres Ergebnis hat der Umweltrat die Aktualisierung der UmweltPunkte-Checkliste in der Baufinanzierung initiiert.

Die UmweltGarantie der UmweltBank, mit dem Geld der Anleger ausschließlich Umweltprojekte zu finanzieren und zu fördern, wurde eingehalten. Eindrucksvoll ist der hohe Deckungsgrad zwischen Anlage- und Kreditvolumen.

Als Ergänzung zur UmweltGarantie unterliegt auch das Depot A einem ökologischen Rating. Die UmweltBank beauftragte dazu, wie bereits im Jahr zuvor, die drei unabhängigen Ratingagenturen: imug, scoris und oekom.

Im Jahr 2006 wurden mit Zustimmung des Umweltrates 13 Unternehmen neu in den UmweltBank Aktienindex (UBAI) aufgenommen. Ein Wert entfiel, da er den strengen Kriterien nicht mehr entsprach. Mit den Neuaufnahmen sind auch die Bereiche Biogas und Biodiesel im UBAI vertreten.

Die Sitzung des großen Umweltbeirats fand am 3. November 2006 statt. Nahezu alle berufenen Beiratsmitglieder waren anwesend. Der Vorstand erläuterte die Geschäftszahlen zum 30.06.06, präsentierte aktuelle Projekte und stellte die Zusammensetzung und Entwicklung des Kreditportfolios sehr anschaulich und nachvollziehbar dar. Die Ergebnisse der Sitzungen des Umweltrates 2006, die Vorstellung der „Integrierten Berichterstattung“ als Beispiel mit Modellcharakter, die einzelnen Kreditprojekte und die sinnvolle Verwendung nachwachsender Rohstoffe wurden lebhaft mit den Beiratsmitgliedern diskutiert und bestätigte die hohe wissenschaftliche, gesellschaftliche und politische Kompetenz des Gremiums, das wertvolle Hinweise gab.

Zusammenfassend bestätigt der Umweltrat, dass er sich im Jahr 2006 ein umfassendes Bild von der Kreditvergabe-Praxis der UmweltBank machen konnte. Die UmweltGarantie, ergänzt durch das ökologische Rating des Depot A, wurde auch 2006 eingehalten. Zudem wurden die gemeinsam entwickelten Positiv- und Ausschlusskriterien von der Bank eingehalten und die Kriterien zur Produktprüfung und Qualitätssicherung im Umweltrat weiterentwickelt.

Der Umweltrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der UmweltBank für ihren engagierten Einsatz für die Umwelt.

Nürnberg, den 27. März 2007, für den Umweltrat:

Andrea Mayer

und Johannes Hoffmann