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Bericht des Umweltrats über das
Geschäftsjahr 2003

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Der UmweltRat hat im Jahr 2003 wie in den Vorjahren zwei Mal getagt, um die UmweltBank in ökologischen Fragen zu beraten. Geprüft wurde, ob und wie die Bank ihren ökologischen und ethischen Ansprüchen gerecht wird.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des UmweltRats war die Diskussion in den Ende 2002 definierten Arbeitsgruppen. Eines der beachtlichen und für die Praxis nützlichen Ergebnisse kam aus der Arbeitsgruppe Biomasse. Diese legte einen differenzierten Vorschlag einer Projekte-Checkliste für Biogasprojekte vor. Die darin enthaltenen Positivund Negativkriterien können als Richtschnur für die Einschätzung von Biogasanlagen benutzt werden. Die Arbeitsgruppe Windkraft hat ebenfalls begonnen, an detaillierten Beurteilungskriterien für Windkraftanlagen zu arbeiten. Diese sollen als zusätzliche Entscheidungshilfe für die Kreditvergabe dienen. Auch die Arbeitsgruppe zum UmweltBank-AktienIndex (UBAI) setzte sich mit detaillierten Anforderungen an die Werte in diesem Index auseinander.

Eine Schulung für UmweltBank-Mitarbeiter in der Baufinanzierung führte die Arbeitsgruppe Bauen durch; insbesondere Grenzfälle bei der Umwelt-Punkte- Checkliste wurden besprochen. Die Arbeitsgruppe Solarenergie hat die Finanzierungsrichtlinien für Solaranlagen überprüft. Die Arbeitsgruppe Wasserkraft befasste sich mit aktuellen Entwicklungen bei der Wasserkraftnutzung.

Die Arbeitsgruppe Umweltbericht plädierte dafür, die integrierte Berichterstattung weiter zu erfolgen, die sowohl ökonomische, ökologische wie soziale Aspekte berücksichtigt und sich zum Markenzeichen der UmweltBank entwickelt hat. Ergänzt wurden diese Überlegungen durch die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit. Nachhaltige Entwicklung meint eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. Im Gegensatz zum um sich greifenden Definitions- und Indikatorennebel rund um den Begriff Nachhaltigkeit macht die UmweltBank mit ihren Bewertungskriterien für ihre Geschäftstätigkeit transparent, was sie unter Nachhaltigkeit versteht.

Weiterhin stand im letzten Jahr die Weiterentwicklung des Gremiums UmweltRat auf der Tagesordnung. Seit seiner Berufung 1997 hat der UmweltRat folgende Aufgaben wahrgenommen: Repräsentation der UmweltBank in der Öffentlichkeit, Entwicklung von Kriterien für die Geschäftstätigkeit und Kontrolle der Umsetzung dieser Kriterien durch die UmweltBank.

Diesen Herausforderungen hat sich der UmweltRat in den vergangenen Jahren gestellt und beachtliche Ergebnisse erzielt – man denke zum Beispiel an die erfolgreich entwickelte und angewendete UmweltPunkte-Checkliste zur ökologischen Prüfung von Bauvorhaben. Da seit der konstituierenden Sitzung des UmweltRats nunmehr sieben Jahre vergangen sind, schlugen die Ratsmitglieder dem Vorstand der UmweltBank eine zeitliche Befristung ihrer Amtszeit vor, um so eine sinnvolle Erneuerung des Gremiums zu ermöglichen, die an die veränderten Bedürfnisse der gewachsenen Bank angepasst ist. Unbenommen der Neudefinition des Gremiums werden die Ratsmitglieder der UmweltBank mit ihrer Erfahrung weiterhin gerne zur Seite stehen und ihren weiteren Weg mit Interesse und Engagement begleiten.

Großes Lob erhielt die UmweltBank vom UmweltRat für das außergewöhnliches Engagement bei der Umsetzung des „100.000 Dächer-Programms“. Während viele Banken wegen des Bearbeitungsaufwands die Beratung und Betreuung von Kunden ablehnten, hat die UmweltBank bereits nahezu 2.000 zinsgünstige Kredite für Solarprojekte bearbeitet. Dadurch wurde ein großer Beitrag für die Förderung der Solarenergie geleistet.

Abschließend bleibt zu bestätigen, dass der UmweltRat im Jahr 2003 wieder die Möglichkeit hatte, sich ein klares Bild von der Kreditvergabe-Praxis der UmweltBank zu machen. Für den Umwelt- Rat kann somit gesagt werden, dass die UmweltGarantie auch 2003 eingehalten wurde. Zudem wurden die gemeinsam entwickelten Positiv- und Ausschlusskriterien von der Bank eingehalten und die Kriterien zur Produktprüfung im UmweltRat weiterentwickelt.

Nürnberg, den 26. März 2004
Für den UmweltRat

Prof. Dr. Johannes Hoffmann
(Vorsitzender)