Der UmweltRat und der Vorstand der UmweltBank haben sich im Jahr 2002 traditionsgemäß zu einer Frühlingsund einer Herbstsitzung getroffen; beide Sitzungen fanden in diesem Jahr in Nürnberg statt. Und wieder fand ein Meinungs- und Wissensaustausch zwischen Vorstand und UmweltRat über die ökologische und wirtschaftliche Entwicklung der UmweltBank statt, und eine Diskussion der Themen mit dem Vorstand und einem Kreis von Mitarbeiter/innen.
An der Frühjahrssitzung wurde das Projekt eines Internet-Buches diskutiert und verabschiedet. Als Direktbank nützen die Kunden der UmweltBank zunehmend das Internet, und damit wird eine Gestaltung der Website der UmweltBank mit neuen Themen von größerer Bedeutung. Es wurde beschlossen, dass ab Sommer 2002 jeden Monat ein neues Buchkapitel eines Mitglieds des UmweltRates im Netz veröffentlicht werden wird.
Die Herbstsitzung war einem Vorschlag von einigen UmweltRäten gewidmet, die Arbeit des Rates durch Arbeitsgruppen zu fokussieren und zu intensivieren. Es wurde beschlossen, sieben Arbeitsgruppen zu bilden, welche auch zwischen den zwei Sitzungen als Netzwerk tätig werden können.
Die ökologische Produktgarantie der UmweltBank, Gelder ausschliesslich für umwelt- und sozialverträgliche Projekte zur Verfügung zu stellen, wurde auch im Jahr 2002 bejaht und zur Zufriedenheit des UmweltRates erneut eingehalten.
Das Jahr 2002 ist für die Weltgesellschaft - und die UmweltBank – zu einer Prüfung geworden. Die Gültigkeit der Grundidee, umweltfreundliche Projekte gemäß den Prinzipien einer erfolgreichen Banktätigkeit zu fördern, wurde durch die Ereignisse des vergangenen Jahres nicht widerlegt. Neben dem Erhalt einer lebenswerten Umwelt sieht sich die Welt aber zunehmend mit sozialen Problemen konfrontiert – Europa und Deutschland sind keine Ausnahmen. Der UmweltRat stellt deshalb die Frage, ob sich hier der Umwelt- Bank nicht neue Felder eröffnen, um wieder eine Vorreiterrolle zu übernehmen, diesmal durch die Erweiterung von Handlungsspielräumen im Grenzbereich von Banken und Arbeit.
Die hohe Motivation der Mitarbeiter auf allen Stufen wird auch in den kommenden Jahren eine Trumpfkarte sein, um die Treue der Kund/innen, Aktionäre und stillen Gesellschafter/innen ökologisch und wirtschaftlich belohnen zu können. Und der Einhaltung der ökologischen und der wirtschaftlichen Bedingungen von Krediten und Investitionen wird auch in Zukunft größte Bedeutung zukommen.
Nach den ersten fünf Jahren darf festgehalten werden, dass sich das ökologische Rating-Verfahren der Umwelt- Bank für Baufinanzierungen als effizientes Werkzeug erwiesen hat, welches von den Mitarbeiter(inne)n sinnvoll eingesetzt wird. Die damit erzielten Einsparungen an CO2 Emissionen haben Vorzeigecharakter und verdienen ein breite Anerkennung.
Der UmweltRat wird auch in Zukunft die UmweltBank in ihrer Arbeit mit Ideen und Taten unterstützen. Das ‚Internet-Buchprojekt’ ist ein Anfang, um nicht nur die Rolle der Umwelt- Bank beim wirtschaftlichen Umbau zu mehr Nachhaltigkeit aufzeigen, sondern auch neue Kunden auf das Angebot der UmweltBank aufmerksam zu machen.
Der UmweltRat freut sich, dass die noch junge UmweltBank im rauhen Geschäftsjahr 2002 ihre Lebensfähigkeit erneut bewiesen hat, und dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die konstruktive Zusammenarbeit und die geleistete Arbeit.
Der Dank des UmweltRates gilt auch allen Kund/innen, alten und neuen Aktionären und stillen Gesellschaftern, welche der UmweltBank ihr Vertrauen auch in schwierigen Zeiten erhalten oder neu geschenkt haben.
Nürnberg, den 12. Mai 2003
Für den UmweltRat
Walter R. Stahel (Vorsitzender) |