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Integriertes Entwicklungsprojekt im Department Dissin, Provinz Ioba: Für jeden neuen Kunden spendet die UmweltBank 5 Euro für Umwelt- und Naturschutzprojekte. Im Rahmen der Aktion „Bäume für Mali“ der Deutschen Welthungerhilfe (DWHH) konnten so im vierjährigen Projektzeitraum pro Neukunde fünf Bäume in der schwer gebeutelten Sahelzone gepflanzt und dauerhaft gepflegt werden.
Das Ziel des Gesamtprojektes war es, die Bevölkerung in den 12 Mitgliedsdörfern der Dorfgruppenvereinigung UGTT (Union Groupement Ten Tietaa) soweit ausgebildet, ausgestattet und beraten zu haben, dass die Ernährungssituation und die Trinkwasserversorgung gesichert und die Lebensbedingungen der Frauen verbessert sind.
Die Lebensbedingungen der Frauen waren durch die mühsame Brennholzbeschaffung sehr beeinträchtigt. Daher hatten insbesondere Frauen ein Interesse an Baumpflanzungen, um Brennholz in der Nähe des Dorfes verfügbar zu haben. Obwohl sich das Projektgebiet in einer klimatisch eher begünstigten Zone befand, war die Entwaldung zu Projektbeginn bereits weit fortgeschritten und die Frauen mussten bis zu 10 km weite Wege zurücklegen, um Feuerholz zu sammeln. Die örtliche Bevölkerung favorisierte insbesondere die Anpflanzung von Obstbäumen, da der Verkauf der Früchte eine zusätzliche Einkommensquelle bedeutete.
Folgende Ergebnisse sollten im Rahmen des Gesamtprojektes erreicht werden: |
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Einführung und Anwendung angepasster technischer Lösungen in den Bereichen Boden- und Wasserkonservierung (Diguettenbau bis zu 1000 ha, Kompostherstellung, verbessertes Saatgut, etc.)
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Zugang zu sauberem Trinkwasser durch den Bau von 6 Brunnen
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Verbesserung der Lebensbedingungen der Frauen durch Arbeitserleichterung (Getreidemühlen, Eselkarren für Transport, Brennholzproduktion)
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Einführung einkommensschaffender Maßnahmen (Gemüsebau, Mast-Schweine, Obstproduktion etc.)
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Verbesserung der Serviceleistungen der Bauernorganisation.
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Maßnahmen mit der UmweltBank:
Im Rahmen der Kooperation mit der UmweltBank standen insbesondere Maßnahmen zur Einführung einer Brennholzproduktion, die in dieser Form vorher nicht von den Dörfern praktiziert worden waren, sowie die Pflanzung von Obstbäumen im Vordergrund.
Diese Maßnahmen wurden im Jahr 2005 eingeleitet und in elf Dörfern umgesetzt. Das Projekt unterstützte die Frauen bei der Beschaffung der Pflanzen oder des Saatgutes.
Projektergebnisse:
Die Union Ten Tietaa hat sehr positive Erfahrungen mit der Pflanzung von Bäumen durch die Unterstützung der UmweltBank sammeln können. Verschiedene Baumarten (im Bild: Cashew-Bäume) wurden sowohl in Feldern als auch auf Bracheflächen (zur Wiederaufforstung) gepflanzt. Um die Bauern und Bäuerinnen zu motivieren, die Bäume zu pflegen, werden nach 2 Jahren Prämien für eine erfolgreiche Baumaufzucht gezahlt. Diese Prämie deckt nicht die tatsächlich entstandenen Kosten für die Baumaufzucht ab, sondern soll für die bäuerlichen Familien einen zusätzlichen Anreiz für den Erhalt der Bäume darstellen.
Allein im Jahr 2006 wurden 9.362 Bäume gepflanzt. 2.669 davon sind Obst-, Frucht-, Futter- und Schattenbäume oder Bauholz liefernde Bäume, die mit dem Prämiensystem angepflanzt wurden. Zur Brennholzproduktion wurden 6.693 Baumsetzlinge gepflanzt. Darunter befinden sich Cashew-Bäume, die zusätzlich zum Holz auch Nüsse liefern, und eine Baumart namens Leucaena leucocephala, deren Blätter als Tierfutter dienen können. Insgesamt wurden 20 ha mit Bäumen bepflanzt.
Projektinformation: Stand 15. Dezember 2006 von der Regionalkoordinatorin der Deutschen Welthungerhilfe in Mali
www.welthungerhilfe.de |
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