Wochenrückblick: Nordex AG meldet Gewinneinbruch
Der DAX legte in der vergangenen Woche fünf Prozent auf 5.877 Punkte zu. Der US-amerikanische Dow Jones verbesserte sich um 2,3 Prozent auf 10.566 Punkte. Der japanische Nikkei stieg um 2,4 Prozent auf 10.369 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte Brent Crude Oil verteuerte sich um 3,2 Prozent auf 80,20 US-Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ kletterte um vier Prozent auf 7.536 Dollar. Der Euro hielt sich gegenüber dem US-Dollar bei 1,362 Dollar.
Windaktien
Nach vorläufigen Berechnungen hat der Hamburger Windkraftanlagen-Hersteller Nordex AG seinen Umsatz 2009 leicht gesteigert. Er stieg von 1,136 Milliarden auf 1,183 Milliarden Euro. Aufgrund gestiegener Strukturkosten sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 63 Millionen auf 40 Millionen Euro. Auch der Konzerngewinn brach deutlich ein. Er betrug im vergangenen Jahr 24,2 Millionen Euro. Im Vorjahr waren 49,5 Millionen Euro erzielt worden. Bei einem Umsatz von 369 Millionen Euro erreichte Nordex im vierten Quartal 2009 eine Ergebnismarge von 5,3 Prozent.
Solaraktien
Der deutsche Solarausrüster Roth & Rau AG hat nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang um 26,3 Prozent auf 197, 9 Millionen Euro erlitten. Das EBIT sank um 12,4 Millionen auf 16,1 Millionen Euro. Weiter gab das Unternehmen bekannt, dass es seine strategischen Aktivitäten im Cadmiumtellurid-Dünnschichtbereich (CdTe) ausbaut. Dazu habe es über ihre Tochtergesellschaft Roth & Rau CTF Solar GmbH (CTF) mit einem chinesischen Unternehmen einen Joint-Venture-Vertrag über die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Herstellung von CdTe-Solarmodulen in China unterzeichnet. Zunächst jedoch werde eine Musterfabrik in Brandenburg mit einer Jahreskapazität von 80 Megawatt errichtet. Dieses werde als Referenzwerk Vorbild für Produktionanlagen in China sein, hieß es.
Der Bonner Solarkonzern SolarWorld AG beteiligt sich an einem neu gegründeten Photovoltaik-Joint-Venture mit Sitz im Emirat Katar. Es hält 29 Prozent der Anteile an der Qatar Solar Technologies (QST). Weitere Partner an der ersten Produktionsstätte für Polysilizium auf der arabischen Halbinsel sind die Qatar Foundation (70 Prozent) und die Qatar Development Bank (1 Prozent). Das Königshaus von Katar hat die Schirmherrschaft übernommen. Ein entsprechender Vertrag ist laut SolarWorld in Doha unterzeichnet worden. Das Werk mit einer geplanten Jahreskapazität von 3.600 Tonnen Polysilizium in der ersten Ausbaustufe werde voraussichtlich im dritten Quartal 2012 die Produktion aufnehmen.
Die centrotherm photovoltaics AG hat mit Qatar Solar Technologies (QST) einen Vertrag über den Bau einer Siliziumfabrik mit einer geplanten jährlichen Produktionskapazität von 3.600 Tonnen unterzeichnet. Der Photovoltaik-Spezialist aus Blaubeuren liefert demnach Technologie und Equipment zur Produktion von hochreinem Silizium und übernimmt Engineering- und Projekt-Services bis hin zum Ramp Up. Den Auftrag erhielt die centrotherm SiTec GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, in der centrotherm photovoltaics seit 2008 die Silizium-Kompetenz des Konzerns bündelt.
Nach vorläufigen Berechnungen für das Geschäftsjahr 2009 ist der Umsatz der aleo Solar AG im Vergleich zum Vorjahr um 15,6 Millionen auf 376 Millionen Euro gestiegen. Gleichzeitig brach das EBIT von 23 Millionen auf 16 Millionen Euro ein. Deutlich niedriger als im Vorjahr werde auch das Ergebnis je Aktie ausfallen, stellte das Solarunternehmen mit Niederlassungen in Prenzlau und Oldenburg in Aussicht. Mit 0,78 Euro werde es 0,42 Euro unter dem Vorjahreswert liegen, schätzt der Konzern. Ihren endgültigen Geschäftsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr will die aleo Solar AG am 25. März veröffentlichen.
Bioaktien
Die BDI BioDiesel International AG hat ein Anlagen-Konzept für die Gewinnung von Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl entwickelt. Wie die österreichische Spezialistin für Biokraftstoffanlagenbau aus Graz mitteilte, stammt die Kerntechnologie für das neue Konzept von ihrer deutschen Tochter UIC. In dem neuen Anlagenkonzept kombiniere die BDI ihr Multi-Feedstock Verfahren aus der Biodieselherstellung mit der UIC-Technologie der Kurzweg-Destillation. Von der Entwicklung erhofft sich die BDI BioDiesel nach eigenen Angaben den Einstieg in das Geschäftsfeld Omega-3-Produkte. Die Nachfrage nach diesen Produkten habe sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Der Markt für Anlagen zur Herstellung von Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl sei ein weltweiter, da Fische aus kalten Gewässern besonders hohe Anteile an verwertbaren Fettsäuren aufwiesen, begründete die BDI BioDiesel den Schritt. Geeignete klimatische Bedingungen für Anlagenstandorte seien vor Peru und Chile vorzufinden, aber auch vor Japan, Kanada, Island und Norwegen. Wann die ersten Omega-3-Anlagen dieser Art in Betrieb gehen werden, ließ das Unternehmen offen.
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