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31.10.2011: Umweltaktien-Wochenrückblick

Wochenrückblick: Squeeze-out bei REpower Systems – Solar-Fabrik stellt Solarzellenfertigung ein – Manz kappt Umsatzprognose

Der DAX hat sich in der vergangenen Woche um 6,3 Prozent auf 6.346 Punkte verbessert. Der US-amerikanische Dow Jones Index stieg um 3,6 Prozent auf 12.231 Punkte. Der japanische Nikkei legte 4,3 Prozent auf 9.050 Punkte zu. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 0,45 Prozent auf 110 Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ ist um 14,6 Prozent auf 8.179 Dollar gestiegen. Der Euro gewann 1,87 Prozent an Wert und kostete zum Wochenschluss 1,415 Dollar.

Windaktien

Die Aktie von REpower Systems SE verschwindet vom Kurszettel der Börsianer. Denn der auf der letzten Hauptversammlung verabschiedete Beschluss, die Minderheitsaktionäre von der Beteiligung auszuschließen (squeeze-out), ist nun mit dem Eintrag in das Handelsregister amtlich geworden. Die Minderheitsaktionäre erhalten eine Barabfindung in Höhe von 142,77 Euro. Der Ausschluss der Minderheitsaktionäre war möglich geworden, weil der indische Mutterkonzern Suzlon über seine dänische Tochtergesellschaft AE-Rotor Holding B.V. die Beteiligung über die dazu erforderliche Mindestmarke von 95 Prozent des Grundkapitals erhöht hatte. Suzlon hatte 2007 die Mehrheit an dem Hamburger Hersteller von Windkraftanlagen übernommen.

Solaraktien

Die Freiburger Solar-Fabrik AG steigt aus der konzerneigenen Produktion von Solarzellen aus. Sie kündigte an, die Solarzellenfertigung der Tochtergesellschaft Solar Energy Power Pte. Ltd. (SEP) in Singapur zum Jahresende 2011 einzustellen. Die Solar-Fabrik AG will sich nun auf das Modulgeschäft sowie die neuen Geschäftssegmente Installation und Stromproduktion konzentrieren. Das Unternehmen gab bekannt, dass der Ausstieg die Solar-Fabrik mit 2,6 Millionen Euro belasten und damit insgesamt in 2011 zu einem negativen Konzernergebnis führen wird.

Interimschef Dr. Sebastian Biedenkopf, erst seit August 2010 Finanzvorstand der Conergy AG, wird das Unternehmen Ende Februar 2012 verlassen. Er macht damit von seinem Sonderkündigungsrecht im Zusammenhang mit dem im Juli dieses Jahres stattgefundenen Wechsel im Aktionärskreis des Unternehmens Gebrauch. Der Solarkonzern gab zudem einen Nachfolgeauftrag aus Italien bekannt: Für die italienische Messegesellschaft Fiere di Parma errichtet er nach eigenen Angaben auf den Dächern der Messehallen in Parma ein Solarkraftwerk mit 5 MW Leistung.

Die US-Tochter von SOLON SE soll in Arizona einen Freiflächen-Solarpark mit einer Gesamtleistung von 10 MW errichten. Der in dem US-Bundesstaat ansässige Strom- und Gasversorger UniSource Energy Services (UES) hat sich in einem so genannten Power Purchase Agreement (PPA) dazu verpflichtet, über 20 Jahre den von diesem Solarkraftwerk produzierten Strom abzunehmen. Im Sommer hatte SOLON für UES bereits ein anderes Solarprojekt mit einer Leistung von 1,2 MW errichtet. Das neue Solarkraftwerk soll nach Angaben des Unternehmens im ersten Halbjahr 2012 ans Netz gehen. Ferner hat der Berliner Solarkonzern an den norwegischen Investor EAM Solar AS ein Solarkraftwerk mit einer Leistung von 1,5 MW in der norditalienischen Provinz Udine verkauft. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, will EAM Solar ein zweites, in der Nähe liegendes Projekt von SOLON mit einer Leistung von 3,1 MW erwerben. Beide Solarparks seien bereits ans Netz angeschlossen.

Aufgrund des schwachen Marktumfeldes kann der Solarausrüster Manz AG nach eigenen Angaben seine Jahresziele nicht mehr erreichen. Das Unternehmen aus Reutlingen kappte die Umsatzprognose von bislang 240 bis 250 Millionen Euro auf 220 bis 230 Millionen Euro. Es rechnet weiterhin mit einem ausgeglichenen bis positiven Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). 2010 hatte Manz 181,4 Millionen Euro Umsatz und 600.000 Euro EBIT verbucht.

Die centrotherm photovoltaics AG aus Blaubeuren hat nach vorläufigen Zahlen in den ersten neun Monaten 2011 einen Umsatz von 635,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Summe übersteigt bereits den Gesamtumsatz des Jahres 2010. Das EBIT betrug 25,2 Millionen Euro. Den Auftragseingang für die ersten drei Quartale bezifferte das Unternehmen mit 410,7 Millionen Euro. Die offiziellen Geschäftszahlen will das Unternehmen am 10. November veröffentlichen. Aufgrund der starken Auftragslage und der guten Geschäftsentwicklung in der ersten Jahreshälfte geht der Solarausrüster davon aus, dass der Jahresumsatz voraussichtlich höher ausfallen wird als bisher prognostiziert. Allerdings rechnet er nur noch mit einer leicht positiven Gewinnmarge. Das EBIT werde insbesondere durch den Preisdruck im Geschäft mit Silizium und Wafern belastet.

Bioaktien

Gerrit Holz, Firmengründer und Geschäftsführer des Biogasanlagenherstellers Biogas Nord AG, hat das Unternehmen verlassen. Das teilte die Gesellschaft mit Sitz in Bielefeld in einer kurzen Erklärung mit und erklärte den Rückzug mit privaten Gründen.

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Der Text spiegelt die Meinung des Autors/der Redaktion des ECOreporter und nicht unbedingt die der UmweltBank AG, Nürnberg, wider.

Bemerkung der UmweltBank AG: Dies ist ein Auszug aus dem ECOreporter.de Wochenrückblick, bezogen auf die Werte, die im UBAI vertreten sind.


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