Wochenrückblick: Koreaner dürfen Q-Cells übernehmen – 2G Energy setzt Wachstumskurs fort – KTG Agrar schüttet Dividende aus
Der DAX schloss am vergangenen Freitag exakt auf dem Niveau der Vorwoche bei 6.971 Punkten. Um 1,3 Prozent rückläufig war der US-amerikanische Dow Jones Index. Er notierte bei 13.093 Punkten. Der japanische Nikkei fiel um 3,3 Prozent auf 8.895 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 114,80 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ sank um 0,9 Prozent auf 7.663 Dollar. Der Euro kletterte um 0,5 Prozent auf 1,2577 Dollar.
Windaktien
Der Windkraftprojektierer PNE Wind AG aus Cuxhaven ist im ersten Halbjahr in die Verlustzone gerutscht. Nach 900.000 Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den ersten sechs Monaten des Vorjahres wies PNE nun 6,3 Millionen Euro EBIT-Verlust aus. Der Umsatz des ersten Halbjahres brach um 61 Prozent ein, von 19,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 12,3 Millionen Euro.
Solaraktien
Der koreanische Mischkonzern Hanwha Group erhält den Zuschlag zum Kauf der Insolvenzmasse der Q-Cells SE. Die Gläubigerversammlung stimmte dem Kaufvertrag mit großer Mehrheit zu, den Insolvenzverwalter Henning Schorisch von der Kanzlei hww wienberg wilhelm Ende vergangener Woche unterzeichnet hatte. Die Transaktion wird vollzogen, sobald die Kartellbehörden zustimmen. Schorisch hatte schon bei der Unterzeichnung des Vertrages darauf hingewiesen, dass die Q-Cells-Aktionäre von dem Verkauf nicht mit profitieren werden. Hanwha übernehme Schulden von Q-Cells in dreistelliger Millionenhöhe und zahle zusätzlich einen zweistelligen Millionenbetrag in bar, teilte der Konzern aus Bitterfeld-Wolfen mit. Damit ist Q-Cells vorläufig gerettet und bleibt in großen Teilen erhalten. Allerdings sollen 300 der weltweit 1.550 Beschäftigten entlassen werden. Kurz nachdem der Deal mit Hanwha als perfekt vermeldet wurde, erklärte Schorisch zudem, er habe einen Antrag auf Widerruf der Börsenzulassung der Q-Cells-Aktie gestellt.
Die finanziell schwer angeschlagene sunways AG aus Konstanz hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2014 in die Gewinnzone zurückzukehren. Das gab das Solarunternehmen aus Konstanz auf seiner jüngsten Hauptversammlung bekannt. Gelingen soll dies vor allem mit Hilfe des ebenfalls finanziell angeschlagenen neuen chinesischen Mutterkonzerns LDK Solar. Speziell das Geschäftsfeld Wechselrichter soll durch die Erschließung neuer Auslandsmärkte zum Schlüssel für die Rückkehr in die Gewinnzone werden. „Geplant sind Markteintritte zusammen mit LDK Solar im kanadischen, dem US-amerikanischen und auch dem chinesischen Markt. In fünf Jahren wollen sunways und LDK Solar zu den drei größten Herstellern für Solarinverter weltweit gehören“, prognostizierte Michael Wilhelm, Vorstandsvorsitzender von sunways, auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Singen.
Bioaktien
Mit 47 Prozent mehr Umsatz und 64 Prozent mehr EBIT als im Vorjahreszeitraum hat die 2G Energy AG aus Heek ihr erstes Halbjahr 2012 beendet. Der aktuellen Bilanz zufolge kletterte der Umsatz der ersten Jahreshälfte von 34,2 auf 50,3 Millionen Euro. Das EBIT legte 1,1 Millionen Euro zu und erreichte 2,8 Millionen Euro, meldete die Spezialistin für Blockheizkraftwerke (BHKW) und Kraftwärme-Kopplungsanlagen (KWK). Andere Aktien
Die Aktionäre des Hamburger Agrarkonzerns KTG Agrar AG erhalten für das Geschäftsjahr 2011 je Aktie 0,18 Euro Dividende. Nachdem die Hauptversammlung diesem Vorschlag der Unternehmensspitze zustimmte, werde die KTG Agrar AG diese Dividende auszahlen, teilte der Konzern mit. Damit erhöhe sich die Dividende im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent. |