Sitzung Umweltbeirat
Die Stadt der Zukunft
Nachhaltige Stadtentwicklung ist eines der wichtigsten Themen auf der globalen Agenda des 21. Jahrhunderts. Die Hälfte der Menschheit lebt in Städten und hat einen Anteil von 75 Prozent am weltweiten Energieverbrauch – Tendenz steigend. Wie kann das weitere Wachstum von Ballungsräumen gesteuert werden, welche Rolle spielt dabei der Klimaschutz ? Darüber diskutierte der Umweltbeirat in seiner diesjährigen Sitzung.

Die Stadt der Zukunft: Entwurf für eine ökologische Wohnsiedlung vom Architekturbüro Vincent Callebaut.
Die jährliche Herbstsitzung des Umweltbeirats hat Tradition: Seit 1997 trifft sich das Expertengremium der UmweltBank, um sich über aktuelle Themen mit Bezug zu Nachhaltigkeit und Ökologie zu informieren und auszutauschen. Die Sitzung am 28. Oktober hatte als Schwerpunkt das Thema „Nachhaltige Stadtentwicklung“.
Herausforderung Stadtplanung
In seinem Einführungsreferat berichtete Frank Weyherter vom Stadtplanungsamt Nürnberg aus der Praxis der Gesamtstadtplanung einer Halbmillionenmetropole. Die wichtigste Aufgabe einer nachhaltigen Stadtplanung ist die möglichst ressourcenschonende Nutzung der Flächen, die für Baumaßnahmen zur Verfügung stehen.
Die Stadt Nürnberg steht dabei vor besonderen Herausforderungen: Das Zentrum der Metropolregion wächst, bis 2030 wird ein weiterer Anstieg der Bevölkerungszahl um bis zu 20.000 Einwohner prognostiziert. Gleichzeitig ändern sich die Wohnverhältnisse: Die Wohnfläche pro Einwohner steigt, während die durchschnittliche Personenzahl je Haushalt sinkt.
Die Umweltbeiräte Fabian Tacke, Margarete Bause, Prof. Dr. Heinz Häberle sowie Frank Weyherter vom Stadtplanungsamt Nürnberg (v. l.) beim Gedankenaustausch.
Flächen in Nürnberg sind knapp
Da im Stadtgebiet kaum zusätzliche Flächen für Bebauung zur Verfügung stehen, stützt sich die Stadt im Wesentlichen auf Maßnahmen, die den Flächenverbrauch minimieren: Schließung von vorhandenen Baulücken, Nutzung von Militärflächen wie dem ehemaligen Hospital der US-Streitkräfte, Umwandlung von nicht mehr genutzten Bahnanlagen.
In der anschließenden Diskussion waren sich die Teilnehmer einig, dass an einer Weiterentwicklung der Innenstädte kein Weg vorbeiführt. Allerdings müssen Nachhaltigkeitsthemen aus Sicht der Expertenrunde stärker berücksichtigt werden – auch in Nürnberg. Dazu gehören Mobilitätskonzepte ebenso wie Energieeffizienz der Gebäude und sozialer Wohnungsbau.
Ziel: Öko-Energie und Effizienz
Im Anschluss erläuterte der Architekt Dr. Rainer Vallentin aus München sein Konzept „Klimaschutz und solarer Städtebau“. Seine wichtigste Aussage: Der Ausbau Erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden müssen parallel umgesetzt werden.
Bei der Sanierung des Gebäudebestands plädierte er für Qualität statt Aktionismus, da nach seiner Auffassung ein „Dilemma der mittleren Qualität“ besteht: Gebäude, die jetzt saniert werden, ohne das komplette Potenzial bei der Energieeinsparung auszuschöpfen, belasten die Klimabilanz auf Jahrzehnte, da weitere Sanierungsschritte eher unwahrscheinlich sind. Mit den heute üblichen Baustandards für Niedrigenergiehäuser werden die angepeilten Klimaschutzziele seiner Meinung nach deutlich verfehlt.
Passivhaus als Standard
Eine „Politik der kleinen Schritte“, also die Sanierung weniger Objekte auf höchstem energetischen Niveau, hat für Dr. Vallentin einen erheblich größeren Einfluss auf die Klimabilanz. Energiesparmaßnahmen sollten seiner Meinung nach nur umgesetzt werden, wenn sie wirtschaftlich sind. Aus diesem Grund plädierte er dafür, alle sich bietenden Gelegenheiten für den Einsatz hoher Qualitäten bei der Energieeinsparung unbedingt zu nutzen. Dabei wies er dem Passivhaus-Konzept eine Schlüsselrolle zu, da nur so der Energiebedarf im Gebäudebestand massiv gesenkt werden kann.
Für den solaren Städtebau hob Dr. Vallentin die Bedeutung der Gebäudeorientierung von Neubauten hervor. Die Südausrichtung von Immobilien ist ein entscheidender Faktor für die Senkung des Wärmebedarfs. In Stadtlagen stoßen Solarsysteme allerdings an Grenzen, da eng stehende, mehrgeschossige Gebäude oder hoher Baumbestand für Verschattung sorgen. Was bereits heute im energetischen Hausbau möglich ist, zeigte Dr. Vallentin am Beispiel eines von ihm realisierten Projektes: Er hat ein Nullenergiehaus für einen Auftraggeber in Finnland entworfen, das selbst unter den dort herrschenden extremen Witterungsbedingungen funktioniert.

Auch zwischen den Vorträgen setzten die Mitglieder des Umweltbeirats ihre Gespräche fort. Von links nach rechts: Dr. Richard Storhas, Sebastian Schönauer, Sabine Jesse-Kniesel (Foto links), Prof. Dr. Bernd Wagner, Silke Riedel (mittleres Foto), Prof. Dr. Johannes Hoffmann, Horst P. Popp, Frauke Hammermann (Foto rechts).
Klimaneutralität erreichbar?
Auch stellte er das Ziel „Klimaneutralität bis zum Jahr 2050“ in Frage. Der Auftrag sei zwar formuliert, aber aus seiner Sicht noch nicht durchdacht worden. Dr. Vallentin wies darauf hin, dass Klimaneutralität in Deutschland nur mit sehr hohem Aufwand erreichbar sei, da zum Beispiel denkmalgeschützte Gebäude nur bedingt oder gar nicht saniert werden können.
Die Expertenrunde sah die Situation etwas optimistischer und verwies auf die Möglichkeiten des technischen Fortschritts: Das Beispiel Photovoltaik zeigt, wie eine Technologie sich innerhalb weniger Jahrzehnte so weiterentwickelt hat, dass sie in naher Zukunft bei der Stromerzeugung konkurrenzfähig ist. Umweltbeirat Fabian Tacke zog das Fazit der interessanten Diskussion: „Wir können die Energiewende schaffen, wir müssen es nur wollen.“ 
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Sitzung Umweltbeirat
Finanzkrise contra nachhaltige Finanzwirtschaft
Ein weiteres Thema auf der Umweltbeiratsitzung war die aktuelle Situation an den Finanzmärkten. Unter der Überschrift „Finanzkrise contra nachhaltige Finanzwirtschaft“ erläuterte der Vorstandsvorsitzende Horst P. Popp zunächst die aktuelle wirtschaftliche Situation der UmweltBank, bevor über Ursachen und Folgen der Finanzkrise diskutiert wurde. Die Teilnehmer waren sich weitgehend einig, dass das Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft an Bedeutung gewinnen wird.
Vertrauen als Erfolgsfaktor
Herr Popp betonte zu Beginn seines Vortrags, wie wichtig Vertrauen für die Akteure an den Finanzmärkten ist. Dies gilt für Unternehmen und Staaten gleichermaßen. Vertrauen ist ein Gut, das man sich über einen längeren Zeitraum erarbeiten und aufrechterhalten muss, um erfolgreich zu sein.
Das Beispiel der UmweltBank verdeutlicht, wie nachhaltige Unternehmensführung für Vertrauen sorgt. Ein Prinzip, das die grüne Bank seit langem verfolgt, ist das gleichgewichtige Wachstum von Einlagen und Kreditgeschäft aus eigener Kraft. Die Kreditmittel in Höhe von 1.344 Millionen Euro wurden im Wesentlichen durch Kundeneinlagen bereitgestellt, die bei 1.260 Millionen Euro lagen (Stand 30. Juni 2011).
Keine Liquiditätsprobleme
Die Liquiditätssituation der UmweltBank ist ebenfalls sehr gut: Die UmweltBank verfügt über eine Liquiditätsreserve von über 500 Millionen Euro für die Auszahlung von zugesagten Krediten und Kundeneinlagen. Herr Popp wies darauf hin, dass die UmweltBank aktuell keine ausländischen Staatsanleihen im Portfolio hat und verstärkt auf Pfandbriefe setzt, die mit Immobilien als Sicherheiten unterlegt sind.
Baufinanzierungen gefragt
Die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells der UmweltBank wird auch bei Betrachtung des Kreditgeschäfts deutlich: Die Aufteilung nach Branchen ist stetig und verändert sich nur langsam.
Der Anteil der gewerblichen Solarfinanzierungen steigt derzeit leicht an, da die Größe der realisierten Photovoltaik-Projekte ebenfalls wächst. Aufgrund der starken Marktstellung der UmweltBank im Bereich der Baugruppen hat auch die Finanzierung von ökologischen Neubauprojekten zugelegt. Die Finanzierung von kleineren Solaranlagen ist dagegen leicht rückläufig.
Hohe ökologische Bonität
Herr Popp hob die Bedeutung des ökologischen Ratings für die Kreditvergabe der UmweltBank hervor. Im Jahr 2010 erzielten die Finanzierungen eine Durchschnittsnote von 1,23 bei der ökologischen Bonität. Die ökonomische Bonität erreichte mit 1,99 ebenfalls einen guten Wert, wie auch die Kreditausfallrate von 0,02 % verdeutlicht.
Im Anschluss an den Vortrag wurde lebhaft über die Ursachen der aktuellen und der vorhergehenden Finanzkrise diskutiert. Während einige Redner die Verantwortung der Politik hervorhoben, stellte Professor Bernd Wagner die Frage, ob nachhaltiges Verhalten bei Banken die Krise hätte verhindern können.
Eine abschließende Antwort darauf fanden die Teilnehmer nicht. Vielfach wurde betont, dass Banken wieder ihre ursprüngliche Aufgabe wahrnehmen sollten: Die Vergabe von Krediten für die Realwirtschaft. Das Geschäftsmodell der UmweltBank dient dafür als Beispiel.
Forderungen an die Politik
Gleichzeitig ist die Politik gefordert, wie einige Diskussionsteilnehmer betonten. Sie plädierten für eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte, vor allem durch ein Verbot von Spekulationsgeschäften. Ob diese Maßnahme allerdings die gewünschte Wirkung hat, blieb am Ende der Debatte offen. 
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Rainbow Warrior III
Neues Flaggschiff für die Umwelt
Seit 40 Jahren macht die Umweltschutzorganisation Greenpeace auf die globalen Folgen von Umweltzerstörung und Klimawandel aufmerksam. Zum Symbol für den Kampf der Umweltaktivisten wurde die „Rainbow Warrior“ (Regenbogenkrieger), die weltweit bei Umweltverbrechen vor Ort ist: Atomtests in der Südsee, Robbentötungen in Kanada oder Walfang im Pazifik. Bank & Umwelt war dabei, als im Oktober das neue Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior III in Hamburg vorgestellt wurde.
Daten und Zahlen: Länge: 58 Meter, Gewicht: 686 Tonnen,
Breite: 11,30 Meter, Tiefgang: 5,00 Meter, Wasserverdrängung:
860 Tonnen, Segelfläche: 1.256 qm, Geschwindigkeit: 14 Knoten
(26 km/h), Motorleistung: 1.425 kW (Diesel) bzw. 315 kW (Elektromotor), max. Besatzung: 32 Personen davon Crew: 14 Personen
Mit einer Schlauchboot-Flotte begrüßen Greenpeace-Mitarbeiter die Rainbow Warrior III im Hamburger Hafen. Nach
18 Monaten Bauzeit geht die erste Fahrt von Berne an der Weser zum Deutschland-Hauptquartier in die Hansestadt. Kräftige Regenschauer empfangen das Schiff, mit dem Aktivisten zukünftig auf die Jagd nach Umweltsündern gehen sollen.
Greenpeace-Mitarbeiter Christian Bussau trotzt dem Schmuddelwetter, als er an der Überseebrücke das neue Flaggschiff vorstellt: „Die Rainbow Warrior III ist ein Versprechen, dass sich Greenpeace auch in Zukunft für den Umwelt- und Meeresschutz einsetzt.“
100.000 Einzelspender
Erstmals hat Greenpeace ein Schiff nach eigenen Vorgaben speziell für den Einsatz gegen Umweltverbrechen in Auftrag gegeben. Der 23 Millionen Euro teure Neubau wurde von über 100.000 Spendern aus der ganzen Welt finanziert, die auf einer großen Fahne im Konferenzraum der Rainbow Warrior III verewigt sind. Einige von Ihnen konnten sich bei einer Besichtigung im Rahmen der „Open Boat“-Tage in Hamburg persönlich überzeugen, wie das Geld verwendet wurde. Gelohnt hat sich die Investition: Die Rainbow Warrior III ist wegweisend für die umweltschonende Schifffahrt. „Es hat eine hohe symbolische Wirkung, dass die Rainbow Warrior III ein ökologisches Schiff mit Segelantrieb ist“, so Brigitte Behrens, die Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland.
Die 50 Meter hohen sogenannten A-Masten und die 1.250 Quadratmeter Segel sorgen für einen überwiegend emissionsfreien Antrieb. Bei ungünstiger Witterung wird der Motorsegler von verbrauchsarmen Dieselmotoren unterstützt, die nicht wie üblich mit stark schwefelhaltigem Schweröl, sondern mit leichtem Diesel betrieben werden. Die Motoren sind zusätzlich mit einer Abgasreinigungsanlage ausgestattet und erreichen eine Spitzengeschwindigkeit von 14 Knoten. Für geringe Geschwindigkeiten bis 10 Knoten wird ein Elektromotor eingesetzt.
Grenzenlos im Einsatz
Früher mussten Einsätze gegen Walfänger oder Ölkonzerne immer wieder abgebrochen werden, weil der Treibstoff ausging. Doch im Gegensatz zu seinen Vorgängern hat die Rainbow Warrior III eine fast unbegrenzte Reichweite und kann problemlos mehrere Monate auf See verbringen. Christian Bussau ist überzeugt, dass Greenpeace damit noch schlagkräftiger wird: „Das Schiff wird überall dorthin fahren, wo Umweltverschmutzung stattfindet. Umweltsünder können sich auf See nicht mehr vor uns verstecken. Wir werden sie finden und die Verbrechen stoppen.“
Das Aufspüren von Umweltverbrechern mit der Rainbow Warrior III erfolgt in drei Schritten: Auf dem Mutterschiff werden die Einsätze von den Aktivisten und der Schiffscrew geplant und koordiniert. Vom Hubschrauber-Landeplatz auf dem Heck des Schiffes aus erkundet ein Helikopter die hohe See, um Umweltverschmutzer aufzuspüren und an die Kommandobrücke zu melden. Von dort können dann zwei extrem schnelle Schlauchboote mit je acht Mann Besatzung ins Einsatzgebiet beordert werden. Die Boote sind auch bei starkem Wellengang einsatzfähig und erreichen Geschwindigkeiten bis zu 35 Knoten. In Einzelfällen können Aktivisten auch vom Helikopter abgeseilt werden.
Twittern für die Umwelt
Das Schiff ist gleichzeitig mit modernster Technik ausgestattet, so dass Umweltverbrechen in kürzester Zeit per Satellit an Nachrichtenstationen gesendet und über das Internet verbreitet werden können. „Wir wollen von überall die Menschen informieren und dafür die neuesten Kommunikationswege wie Videos, Facebook und Twitter nutzen“, so Christian Bussau.
Darüber hinaus setzt die Rainbow Warrior III Maßstäbe in Sachen Umweltverträglichkeit: Der Müll wird direkt an Bord sortiert, Trinkwasser aus dem Meer gewonnen und das Abwasser wieder aufbereitet. Die deutsche Werft bekam außerdem zur Auflage, ausschließlich Materialien aus Europa zu verwenden und auf PVC zu verzichten. Die gesamte Beleuchtung ist mit energiesparender und wartungsarmer LED-Technik ausgestattet.
40 Jahre aktiv für den Planeten
Das „grüne Schiff“ ist somit ein Symbol für den Kampf gegen Umweltverschmutzung und Klimazerstörung. Seit nunmehr 40 Jahren sind Aktivisten für den Schutz der Weltmeere und ihrer Bewohner, für Klimaschutzabkommen und Erneuerbare Energien im Einsatz. Am Anfang stand eine Aktion kanadischer Naturschützer gegen Atomtests vor der Küste Alaskas. Heute hat Greenpeace 2,8 Millionen Fördermitglieder weltweit und ist in 44 Ländern aktiv.
Die Rainbow Warrior macht seit 1978 auf den Weltmeeren mit spektakulären Aktionen auf Umweltprobleme aufmerksam. Das erste Schiff wurde 1985 bei einer Protestaktion gegen französische Atomtests im neuseeländischen Auckland durch einen Bombenanschlag zerstört, verübt von französischen Geheimagenten. Die Rainbow Warrior II, ein umgebauter Nordsee-Trawler, war anschließend 22 Jahre für Greenpeace im Einsatz, zum Beispiel im Kampf gegen Walfänger oder gegen die Tötung von Robbenbabys. Seit August 2011 dient sie der Hilfsorganisation „Friendship“ vor der Küste von Bangladesch als schwimmendes Krankenhaus.
Aktion bei Klimakonferenz
Die Rainbow Warrior III wird indes den Kampf gegen Umweltverbrechen fortführen. Bereits am 26. Oktober war das Schiff erstmals im Einsatz, um gegen den Bau des größten Kohlekraftwerks der Niederlande in der Emsmündung zu protestieren.
Derzeit wird die Rainbow Warrior III in Amsterdam, Kopenhagen und London vorgestellt, bevor ihre erste große Reise nach Brasilien führt. Am Amazonas wird Greenpeace auf das Problem der Regenwaldzerstörung aufmerksam machen, anschließend ist eine Aktion beim nächsten Klimagipfel „Rio +20“ im Juni 2012 geplant. Die Rainbow Warrior III wird schon bald wieder von sich hören lassen.
www.greenpeace.de 
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Banker on Bike
Umweltbanker radeln für den Bergwald
Wie jedes Jahr in der Zeit von Juni bis August haben die Mitarbeiter der UmweltBank an dem firmeninternen Wettbewerb „Banker on Bike“ teilgenommen und ihren Arbeitsweg in den Sommermonaten klimaneutral mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt. Trotz des unbeständigen Wetters in diesem Jahr haben 66 Mitarbeiter insgesamt 11.898 km zurückgelegt. Für jeden Kilometer spendet die UmweltBank einen Euro an die Organisation Bergwaldprojekt e.V.
Die UmweltBank unterstützt im Rahmen von „Banker on Bike“ jedes Jahr einen gemeinnützigen Verein mit einer Spende. Diesmal geht die Summe in Höhe von 11.898 Euro auf Vorschlag der UmweltBank-Mitarbeiter an die Organisation Bergwaldprojekt e.V.

Einige der 66 Radler, die mit ihrem Einsatz zur Unterstützung von Bergwaldprojekt e.V. beitrugen.
Der Verein organisiert freiwillige ökologische Arbeitseinsätze an verschiedenen Einsatzorten zwischen den bayerischen Alpen und der Nordseeinsel Amrum. Typische Einsatzorte sind Schutzwälder und Schutzgebiete (Nationalparks), aber auch naturnahe Wälder und Biotope.
Förderung für Bergwaldprojekt
Das Arbeitsspektrum reicht von Pflanzungen und Pflegemaßnahmen über Erosionsverbauungen, Wege- und Steigbau sowie Pflege von Biotopen bis hin zu Moor- und Bachrenaturierungen.
Die Mitarbeiter der UmweltBank tragen mit ihrer Spende dazu bei, das diesjährige ökologische Projektcamp vom Bergwaldprojekt im oberfränkischen Fichtelgebirge zu finanzieren. Vom 24. Juli bis 6. August arbeiteten insgesamt 30 Freiwillige aus ganz Deutschland in Fichtelberg (Oberfranken) in den drei Bereichen Moorwiedervernässung, Bachrenaturierung sowie Pflege eines Biotops für das vom Aussterben bedrohte Auerwild.
Biotopschutz im Fichtelgebirge
Das Fichtelgebirge mit seinen tiefen Wäldern und Mooren beherbergt eines der letzten außeralpinen Auerwildvorkommen in Bayern. Seit 2010 arbeitet das Bergwaldprojekt dort gemeinsam mit dem Forstbetrieb Fichtelberg der Bayerischen Staatsforsten an der Verbesserung des Lebensraumes für das Auerwild.
Beim diesjährigen Freiwilligeneinsatz wurden Nadelwälder mit reicher Bodenvegetation gelichtet, zusätzlich pflegten die freiwilligen Helfer Vogelbeerbäume und Heidelbeersträucher, die den bedrohten Vögeln als wichtige Nahrungsquellen dienen.

Die freiwilligen Helfer schaffen Flugkorridore und Brutflächen für das Auerwild.
Engagierte freiwillige Helfer
Zudem verschlossen die Teilnehmer in diesem Sommer zur Wiedervernässung eines Hochmoores einen vorhandenen Entwässerungsgraben. Damit wird dem „ausgedrückten Schwamm“ Hochmoor wieder zu seinem lebenswichtigen Wasser verholfen, da Niederschläge im Moor gehalten werden. Zusätzlich wurde der Bachlauf der Regnitz renaturiert und auf einer Länge von 400 Metern beidseitig von Fichten befreit.
Bergwaldprojekt-Geschäftsführer Stephen Wehner bedankte sich für die Unterstützung der UmweltBank und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Mit der großzügigen Spende konnte das Bergwaldprojekt im Fichtelgebirge einen engagierten Einsatz zum Erhalt natürlicher Lebensräume für seltene heimische Tier- und Pflanzenarten durchführen.“
Mitarbeiter radeln seit 2002
Die UmweltBank führt seit 2002 den Wettbewerb „Banker on Bike“ durch. Dabei wurden verschiedene gemeinnützige Organisationen unterstützt, z. B. der Verein „SOS 86 Kinder von Tschernobyl“, die Kinderhilfe Afghanistan, eine Mädchenschule in Khadigram (Indien) sowie das Wildkatzen-Projekt des Bund Naturschutz in Bayern.
www.bergwaldprojekt.de 
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Neukundenprojekt
Erfolg bei Wiederaufforstung in Borneo
Die UmweltBank spendet für jeden Neukunden 5 Euro an die Umweltstiftung WWF zur Pflanzung und nachhaltigen Pflege eines Baumes im Norden der Insel Borneo (Malaysia). Im Aufforstungsgebiet wurden nun erstmals Orang-Utans gesichtet.
Die UmweltBank unterstützt den WWF seit November 2007 und trägt auf diese Weise zur Aufforstung eines etwa 2.000 Hektar großen Gebiets im Nord-Segama-Wald auf Borneo bei. Bis heute wurden rund 170.000 Euro zweckgebunden überwiesen. Damit leisten die UmweltBank und ihre Kunden nicht nur einen wertvollen Beitrag gegen die weltweite Klimaerwärmung, sie sichern auch den Lebensraum für eine in ihrem Überleben bedrohte Orang-Utan-Population von etwa 250 Tieren.
Die Aufforstungsmaßnahmen schützen den Rückzugsraum der Menschenaffen und schaffen ihnen eine dauerhafte Nahrungsgrundlage. Dabei sind nunmehr erste Erfolge zu vermelden: In einem vom WWF wiederaufgeforsteten Gebiet in Nord Ulu Segama wurden Ende September 2011 erstmals mehrere Orang-Utans beim Bau von Nestern gesichtet. Bedrohte Arten wie Nebelparder und Malaienbär sind ebenfalls in die renaturierten Waldgebiete zurückgekehrt.
www.wwf.de 
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Unsere Mitarbeiter
Erfahrene Bankexperten
Die Erfolgsgeschichte der UmweltBank wird in erster Linie von ihren Mitarbeitern geschrieben. Dafür sind neben vielen engagierten Nachwuchstalenten gerade die Erfahrungswerte langjähriger Bankspezialisten unverzichtbar – wie die von Jochen Gloger und Ingrid Dehl.
Der gebürtige Fürther Jochen Gloger blickt bereits auf mehr als 24 Jahre Erfahrung in der Bearbeitung von Baufinanzierungen zurück. Nach seiner Ausbildung zum Notariatsfachangestellten war er als Kreditspezialist in Bayern, Sachsen und Thüringen tätig, bis er schließlich vor rund zehn Jahren in seine Geburtsstadt zurückkehrte. „In der Heimat ist es halt doch am schönsten“, gesteht der eingefleischte Franke in gepflegtem Dialekt. Auf Empfehlung seines heutigen Abteilungsleiters kam er 2007 zur UmweltBank. Dort betreut er in erster Linie die ökologischen Bauprojekte einer großen Stiftung sowie verschiedene Baugruppen und Wohnungsbaugesellschaften.
Nicht nur beruflich hat der Vater eines Sohnes den Umweltschutz stets im Blick. Eine solarthermische Anlage versorgt sein Haus mit klimafreundlicher Wärme. Zudem tritt der 48-Jährige in seiner Freizeit leidenschaftlich gern in die Pedale. Für ihn ist es daher selbstverständlich, im Rahmen der Mitarbeiteraktion „Banker on Bike“ auch seinen zehn Kilometer langen Arbeitsweg mit dem Rad zurückzulegen.
Fast genauso lang wie ihr Kollege gehört Ingrid Dehl zum Team der UmweltBank. Die gelernte Versicherungskauffrau verfügt über umfassende Erfahrungen im Anlage- und Finanzierungsgeschäft – ihre erste Stelle in einer Bank trat sie bereits vor über 38 Jahren an. Ihr beruflicher Weg führte die gebürtige Mannheimerin anschließend über Stuttgart nach Nürnberg. Als sie 2007 nach einer neuen Herausforderung suchte, stieß sie im Internet auf die UmweltBank. „Das Konzept hat mich von Anfang an überzeugt“, erinnert sich die Bankspezialistin. In den ersten vier Jahren betreute sie zunächst die Finanzierung von Photovoltaikanlagen für Privatkunden. Seit Juli dieses Jahres berät sie die Kunden der UmweltBank in der Anlageabteilung zu ökologischen Geldanlagen.
Privat genießt die 57-Jährige das Familienleben mit ihrem Mann und fünf Töchtern. Kinder und Tiere sind gern gesehen im Hause der Familie Dehl. So dient der Garten ihres Energiesparhauses auch in diesem Jahr wieder als lauschiges Quartier für einen überwinternden Igel. Sehr zur Freude ihrer kleinen Enkelin, die beim Anlegen eines Laubhaufens für den tierischen Mitbewohner mit viel Begeisterung geholfen hat. 
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Umweltfreundliche Druckfarben
Bunt und ökologisch
100 % Recyclingpapier macht noch kein umweltfreundliches Druckerzeugnis. Einen erheblichen Anteil an der positiven „Öko-Bilanz” eines Printprodukts haben Öko-Druckfarben. Diese unterscheiden sich von konventionell hergestellten Druckfarben in einem wesentlichen Punkt: Sämtliche Mineralölanteile werden durch pflanzliche Öle wie z.B. Raps- oder Leinöl ersetzt.
Mineralöl ist das wichtigste Lösungsmittel für Farben, die bei gängigen Druckverfahren verwendet werden. Sie gelten zwar als ungiftig, sind wegen ihrer Beständigkeit jedoch ökologisch problematisch. Da das Öl nicht wasserlöslich ist, werden Chemikalien zum Entfärben von Altpapier eingesetzt. Die Umweltbelastung ist entsprechend hoch.
Bei Öko-Druckfarben wird das Mineralöl durch Pflanzenölfettsäuren, also durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt. Sie sind wasserlöslich und biologisch leicht abbaubar. Das Druckergebnis ist qualitativ ebenso hochwertig wie bei herkömmlichen Druckfarben. Wichtigster Vorteil von umweltschonenden Druckfarben: Bei der Wiederaufbereitung von Altpapier können sie rückstandsarm und ungiftig entfernt werden, ohne die Umwelt zu belasten.
Die UmweltBank druckt nicht nur auf 100 % Recyclingpapier ohne optische Aufheller, sondern verwendet generell für alle Druckerzeugnisse ökologische Druckfarben auf Pflanzenölbasis. Sie erfüllt auch damit ihren satzungsgemäßen Auftrag, die Umwelt zu schützen und zu bewahren. 
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Radeln für den Bergwald
Von Juni bis August sind die Mitarbeiter der UmweltBank im Rahmen der Aktion „Banker on Bike“ mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Für jeden Kilometer spendet die Bank einen Euro für den Schutz des Auerwilds an die Organisation Bergwaldprojekt e.V.
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Bunt und ökologisch

Die UmweltBank verwendet für ihre Druckerzeugnisse ausschließlich umweltfreundliche Farben. Öko-Druckfarben werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und sind biologisch leicht abbaubar.
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Flaggschiff für die Umwelt

Mit der „Rainbow Warrior III“ wird die Umweltschutzorganisation Greenpeace zukünftig Umweltverbrecher auf den Weltmeeren aufspüren. Vor dem ersten Einsatz wurde das neue Schiff in Hamburg vorgestellt.
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Erfolg bei Wiederaufforstung
Die UmweltBank spendet für jeden Neukunden 5 Euro an die Umweltstiftung WWF zur Pflanzung und nachhaltigen Pflege eines Baumes im Norden der Insel Borneo (Malaysia). Im Aufforstungsgebiet wurden nun erstmals Orang-Utans gesichtet.
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Erfahrene Bankexperten
Die Erfolgsgeschichte der UmweltBank wird in erster Linie von ihren Mitarbeitern geschrieben. Dafür sind neben vielen engagierten Nachwuchstalenten gerade die Erfahrungswerte langjähriger Bankspezialisten unverzichtbar – wie die von Jochen Gloger und Ingrid Dehl.
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Frohe Weihnachten !

Die UmweltBank und ihre Mitarbeiter wünschen allen Kunden einen besinnlichen Advent, frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr.

UmweltBank vor Ort
Auch im kommenden Jahr haben Sie wieder Gelegenheit, uns persönlich zu treffen: Auf dem Informationstag zu ethischen Geldanlagen im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg am 21. Januar 2012 informieren unsere Mitarbeiter über das Angebot der UmweltBank im Bereich der ökologischen Vermögensanlage. Vom 15. bis 18. Februar 2012 stellen unsere Anlageberater und Kreditexperten auf der Weltleitmesse für Bioprodukte „Biofach“ in Nürnberg die ökologischen Anlageprodukte der UmweltBank sowie Finanzierungsmöglichkeiten für Umweltprojekte vor.

Impressum
Infodienst Bank & Umwelt
Herausgeber:
UmweltBank AG,
Laufertorgraben 6,
D-90489 Nürnberg
Redaktionsschluss: 24.11.2011
Redaktion, Konzept und Layout: UmweltKontakt GmbH, Nürnberg
Autoren:
Oliver Brandt, Aline Reinhardt, Tatjana Reketat
Chefredaktion:
Horst P. Popp (verant.)
Fotos: UmweltBank, UmweltKontakt, VINCENT CALLEBAUT ARCHITECTURES, Oliver Tjaden / Greenpeace, Bergwaldprojekt e.V., WWF Malaysia, fotolia, dreamstime
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