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Infodienst Bank & Umwelt

- Kreditprojekt: Tradition mit Zukunft   - Änderungen bei der Altersvorsorge
- Geschäftsvolumen über 2 Milliarden Euro   - Unsere Mitarbeiter: „Freunde der Schiene“
- ADFC: Mit dem Fahrrad die Umwelt schützen   - UmweltBank vor Ort
- Gastkommentar Dr. Franz Alt   - Vielfalterleben
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Bank & Umwelt Nr. 62 als PDF    
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Ökologische Landwirtschaft

Tradition mit Zukunft

Daniel Wehmeyer hat nach eigenen Angaben „den schönsten Beruf der Welt“: Der junge Landwirt züchtet in seinem Bioland-Betrieb eine fast ausgestorbene Rinderrasse und beweidet mit diesen Viehherden ein Naturschutzgebiet im Harz. In Düna bei Osterode entsteht derzeit sein von der UmweltBank finanziertes Energiesparhaus – direkt neben dem Rinderstall.

Der junge Landwirt züchtet in seinem Bioland-Betrieb eine fast ausgestorbene Rinderrasse

Der 29-Jährige hat seinen Traum verwirklicht. „Für mich stand schon im Kindergarten fest: Ich möchte Bauer werden.“ Während er davon erzählt, sitzt der Ökolandwirt auf der Weide inmitten seines „Harzer Roten Höhenviehs“, das er seit 13 Jahren züchtet.

Obwohl er nicht auf einem Bauernhof aufwuchs, ging Daniel Wehmeyer konsequent seinen Weg. Bereits mit neun Jahren begann er mit seinem Vater rund um seine Heimatgemeinde Heu vom Wegesrand zu ernten: Futter für seine beiden Ponys. Am Ende hatte er soviel, dass er sogar Heu an benachbarte Viehhalter verkaufen konnte – sein erstes selbst verdientes Geld.

Heu von Harzer Bergwiesen

Da die Heuvermarktung sehr gut lief, suchte er mit Unterstützung seines Vaters weitere Flächen – und fand sie in den Bergwiesen der Umgebung, die über Jahrhunderte zur Beweidung genutzt worden waren. Mit dem Niedergang der Nebenerwerbslandwirtschaft im Harz lagen diese Flächen seit den 1960er Jahren brach. 1992 boten Daniel Wehmeyer und sein Vater einigen Besitzern die Pflege der Bergwiesen an und konnten damit die Flächen kostenlos zur Heuernte nutzen.

Die Einrichtung des Naturschutzgebietes Hainholz/Beierstein 1998 trug schließlich zum Start der Tierhaltung auf dem Landwirtschaftsbetrieb von Familie Wehmeyer bei: Die einzigartige Südharzer Gipskarstlandschaft, die je zur Hälfte aus Wald und Grünland besteht, sollte weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden, allerdings unter strengen Naturschutzauflagen: keine Düngung, Beweiden nach Beweidungsplan und späte Schnittzeiten. Die Ansiedlung einer vom Aussterben bedrohten, heimischen Rinderrasse wurde dabei sehr begrüßt.

Vater Dieter Wehmeyer bewarb sich und erhielt den Zuschlag. Auf den gepachteten Flächen begann er mit Sohn Daniel die extensive Viehhaltung unter Naturschutzbedingungen. „Es war gar nicht so einfach, Zuchtvieh zu bekommen, da die wenigen Hobbylandwirte, die es gab, selbst nur sechs, sieben Tiere hatten“, erinnert sich Dieter Wehmeyer.

Jungbauer mit 16 Jahren

Der Junior war damals gerade 16 Jahre alt. Nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung in einem Biobetrieb in der Nähe von Oldenburg übernahm Daniel Wehmeyer die Rinderzucht hauptberuflich – einer von nur drei Vollerwerbsbetrieben mit dem Harzer Roten Höhenvieh in Deutschland. Heute umfasst der Betrieb 210 Rinder.

Neben dem Verkauf von Zuchttieren lebt der Bioland-Betrieb vom Getreideanbau und der Direktvermarktung von Biofleisch. Abnehmer sind Privatkunden sowie Gastronomiebetriebe aus der Region, die mit dem Harzer Roten Höhenvieh auf ihrer Speisekarte werben. „Wenn genug Bestellungen vorliegen, wird ein Bulle geschlachtet. Das dauert in der Regel 14 Tage“, so Daniel Wehmeyer. Neben Steak und Filet verkauft er auch Bratwurst aus eigener Fertigung. „Nur Rindfleisch und Gewürze, absolut ohne Zusatzstoffe“, wie er betont.
Energetisches Eigenheim

Energetisches Eigenheim

Der engagierte Junglandwirt hat bereits weitere Pläne. Die Fleischvermarktung soll optimiert werden, und derzeit entsteht direkt neben dem Stall ein energetisches Einfamilienhaus für ihn und seine Frau, die im benachbarten Herzberg am Gymnasium unterrichtet.

Auch der Neubau folgt den Prinzipien sinnvoller Nutzung der vorhandenen Ressourcen und Energieeffizienz. Neben einer Solarthermieanlage sorgt eine Holzvergaserheizung für Wärme. Betrieben wird sie mit Hölzern aus der Landschaftspflege: Um eine Ausdehnung der Waldflächen im Naturschutzgebiet zu begrenzen, werden sie regelmäßig zurückgeschnitten. Die Holzreste werden zwei Jahre getrocknet und dann verfeuert. Noch vor dem Winter will das Paar sein neues Eigenheim beziehen.

Förderung durch UmweltBank

Finanziert wurde der Neubau mit KfW-70-Standard von der UmweltBank, die bereits die Photovoltaikanlage auf dem elterlichen Stall mit einem Solarkredit gefördert hatte. „Mein Vater war 2006 der erste im Ort, der Solarstrom produzieren wollte. Die Hausbank hatte keine Erfahrung mit Solarfinanzierungen, und der Installateur riet ihm, mal bei der UmweltBank anzufragen. Die Beratung und Abwicklung waren super, und so bin ich mit meiner Baufinanzierung auch dort gelandet“, erinnert sich Daniel Wehmeyer. Und wenn das nächste Projekt ansteht, wird er wieder anfragen – auch eine Biogasanlage kann sich der engagierte Ökolandwirt für die Zukunft vorstellen. www.roteshoehenvieh.com    Artikelende

Harzer Rotes Höhenvieh
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Halbjahreszahlen

Geschäftsvolumen über 2 Milliarden Euro

Die UmweltBank ist die einzige Bank in Deutschland, bei der die Kundeneinlagen ausschließlich in Umweltprojekte fließen. Dieses Geschäftsmodell ist auch im 15. Jahr nach Gründung von Deutschlands grüner Bank nachhaltig erfolgreich.

Struktur KreditgeschäftDas Geschäftsvolumen der UmweltBank überschritt Ende Februar die Zwei-Milliarden-Grenze und beläuft sich zum Ende des ersten Halbjahres 2011 auf 2.102 Mio. Euro gegenüber 1.940 Mio. Euro zum 31. Dezember 2010, ein Zuwachs von 162,6 Mio. Euro in sechs Monaten. Dabei erhöhte sich die Bilanzsumme um 97 Mio. Euro auf 1.860 Mio. Euro, die offenen Kreditzusagen stiegen um 67 Mio. Euro auf 232 Mio. Euro an.

Baufinanzierung wächst stark

Wachstumsträger im Kreditgeschäft war die Finanzierung von ökologischen Bauvorhaben, die am Neukreditgeschäft des ersten Halbjahres von 189,6 Mio. Euro einen Anteil von 89,7 Mio. Euro bzw. 47,3 Prozent hatte. Das Neugeschäft in der Solarfinanzierung belief sich auf 52,5 Mio. Euro bzw. 27,7 Prozent.

Nach Abzug von Tilgungen stieg das Kreditvolumen inklusive offener Zusagen auf 1.585 Mio. Euro, die in Anspruch genommenen Kredite auf 1.344 Mio. Euro. Die Gesamtzahl der mit eigenen und öffentlichen Mitteln geförderten Umweltprojekte beläuft sich auf 14.199.

Über 90.000 Kunden

Die Refinanzierung des Kreditgeschäfts erfolgt teilweise durch Förderbanken des Bundes und der Länder, schwerpunktmäßig aber durch die Einlagen von Kunden, angefangen vom Tagesgeldkonto UmweltPlus bis zum UmweltSparvertrag mit einer Laufzeit von bis zu 25 Jahren. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 80,7 Mio. Euro auf 1.260,4 Mio. Euro zum 30. Juni 2011. Insgesamt vertrauen mittlerweile mehr als 90.000 Anlage- und Kreditkunden der UmweltBank.

Eigenkapital weiter gestärkt

Mit einer schlanken Struktur, soliden kaufmännischen Grundsätzen und einer sorgfältigen Kreditprüfung ist die UmweltBank wirtschaftlich weiter auf Erfolgskurs: Das Halbjahresergebnis nach Steuern und vor Gewinnverwendung verbesserte sich von 7,8 Mio. Euro (1,41 Euro pro Aktie) auf 9,1 Mio. Euro (1,64 Euro je Aktie). Rund 6,1 Mio. Euro wurden aus dem Ergebnis den Rücklagen zugeführt. Das zur Unterlegung des Kreditgeschäfts haftende Eigenkapital stieg zum 30. Juni 2011 auf 120,7 Mio. Euro.

Um die Voraussetzungen für weiteres Wachstum im Kreditgeschäft zu schaffen, wird die UmweltBank ihre Eigenkapitalbasis durch die Ausgabe eines Genussrechts im September weiter stärken.  Artikelende

Werden Sie Miteigentümer:

Seit ihrer Gründung im Jahr 1997 ist die UmweltBank jedes Jahr kontinuierlich gewachsen. Die aktuellen Zahlen belegen, dass der erfolgreiche Kurs für Bank und Umwelt fortgeführt wird.

Als Aktionär der UmweltBank können Sie sich doppelt am weiteren Wachstum der grünen Förderbank beteiligen: Die Aktie bietet neben einer attraktiven Ausschüttung und interessanten Kurschancen eine ökologische Dividende für die Umwelt.

Mit dem Erwerb von Aktien der UmweltBank ermöglichen Sie durch Ihr Kapital die Kreditvergabe zur Förderung weiterer Umweltprojekte und tragen damit aktiv zum Klimaschutz bei.

Die UmweltBank-Aktie können Sie direkt bei uns erwerben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Oder rufen Sie unsere Vermögensberatung unter 0911 / 53 08 - 145 an.

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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.

Mitgliedschaften

Mit dem Fahrrad die Umwelt schützen

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist seit 1979 als Interessenvertretung der Alltags- und Freizeitradler in Deutschland aktiv. Der ADFC setzt sich für Fahrradfahrer in der Verkehrspolitik ein, bietet aber auch ein breitgefächertes Serviceangebot für Fahrradtourismus sowie Technik und Sicherheit. Daneben engagiert sich der Verband in den Bereichen Gesundheitsvorsorge sowie Umwelt- und Verbraucherschutz. Die UmweltBank ist seit kurzem Fördermitglied des ADFC.

An einem Sonntagmorgen im Juli begrüßt Erwin Meier eine Gruppe von etwa 20 engagierten Radlern, die dem kühlen Sommerwetter trotzen wollen. Der 70-Jährige ist seit zehn Jahren Tourenleiter für den ADFC in Nürnberg und betreut jedes Jahr vier bis sechs Radausflüge in die mittelfränkische Region. Diesmal führt die Strecke durch den Nürnberger Reichswald.

„Ich habe in der Regel 15 bis 20 Teilnehmer, bei größeren Gruppen benötigen wir einen zweiten Tourenleiter, allein aus Gründen der Verkehrssicherheit“, erläutert er. Erwin Meier führt nicht nur die Gruppe auf der von ihm ausgearbeiteten Route, er ist auch zur Stelle, wenn es mal eine Panne gibt. So wie an diesem Sonntag, als eine Teilnehmerin nach wenigen Kilometern die Gruppe stoppt: „Mein Reifen ist platt!“
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.

16.000 Radtouren im Jahr

Wie Erwin Meier engagieren sich etwa 4.000 Radler beim ADFC als ehrenamtliche Tourenleiter. Im Jahr 2010 hat der Verband 16.640 organisierte Touren mit über 200.000 Teilnehmern durchgeführt und ist damit der größte Radtourenanbieter in Deutschland.

Die Unterstützung des Fahrrads als umweltfreundliches Verkehrsmittel ist das Hauptanliegen des ADFC, der 1979 in Bremen gegründet wurde. Der Verkehrsclub setzt sich generell dafür ein, den Autoverkehr zu Gunsten anderer umweltverträglicher Verkehrsmittel zu verringern. Dazu ist nach Auffassung des ADFC eine stärkere Förderung des Verbunds zwischen öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrrad nötig. Erreicht werden kann dies durch Maßnahmen wie den Ausbau des Radwegenetzes an Stelle des Straßenbaus, fahrradfreundliche Ansätze in der Stadtplanung oder Streichung von Steuervergünstigungen für Autofahrer.

Ehrenamtliche tragen ADFC

Dabei ist der gemeinnützige Verein auf verschiedenen Ebenen tätig: Der Bundesverband mit Sitz in Bremen leistet übergreifende Öffentlichkeitsarbeit, tauscht sich mit der Politik aus, bietet Service im Verbraucherschutz rund um das Fahrrad und koordiniert Maßnahmen zur Förderung des Radtourismus. In den 400 Kreisverbänden wiederum gibt es eine Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern, die umfangreichen Service rund um das Fahrrad für die Mitglieder bieten.

Das Angebot umfasst die Tourenorganisation für Freizeitradler, Radsportler sowie Mountainbiker ebenso wie Reparaturkurse und Technikseminare. Auch die Fahrradcodierung als Diebstahlschutz gehört zum Angebot vieler Kreisverbände.

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.

32 Jahre Fahrradförderung

In den vergangenen 32 Jahren wurde mit Hilfe des ADFC viel für Fahrradfahrer erreicht, wie der Bundesvorsitzende Ulrich Syberg betont: „Das Fahrrad ist wieder ein gesellschaftlich anerkanntes Fortbewegungsmittel. Ende der 1970er Jahre hatten wir eine komplett aufs Auto ausgerichtete Gesellschaft, auf den Straßen hatten Fußgänger und Radfahrer nicht viel zu melden. Jetzt wächst der Zuspruch zum Radfahren kontinuierlich, das sehen wir auch an unseren stetig steigenden Mitgliederzahlen.“ Die Zahl liegt mittlerweile bei 133.000.

Auf politischer Ebene setzt sich der ADFC besonders für eine Erhöhung des Radverkehrsanteils ein. „Zurzeit liegt er bundesweit bei zehn Prozent, wir wünschen uns mindestens eine Verdoppelung. 50 Prozent aller mit dem Auto zurückgelegten Wege in der Stadt sind kürzer als fünf Kilometer – Entfernungen, für die das Fahrrad das perfekte Verkehrsmittel ist und bei denen auch ältere Menschen auf dem Fahrrad mobil bleiben können“, so Ulrich Syberg.

Nachhaltige Verkehrspolitik

Dafür sind aber aus Sicht des ADFC noch eine Reihe von Maßnahmen notwendig. „Nur mit sicheren und bequemen Wegen für Radfahrer und geeigneten Abstellanlagen bringt man Menschen dazu, das Auto häufiger stehen zu lassen. Die Politik – von der Bundesregierung bis zur Kommune – wird viel mehr Wert auf eine nachhaltige Verkehrspolitik legen müssen. Die Klimaschutzziele der Bundesregierung, Feinstaub- und Lärmemissionen sowie Staus in Städten geben diesen Wechsel praktisch vor“, ist Ulrich Syberg überzeugt. Auch der demografische Wandel mit einer alternden Gesellschaft wird seiner Meinung nach ein Umdenken zur „Stadt der kurzen Wege“ mit sich bringen.

Eine wichtige Errungenschaft, für die der ADFC lange gekämpft hat, war die Verabschiedung des Nationalen Radverkehrsplans 2002. Mit diesem Programm wurde die Fahrradförderung deutschlandweit koordiniert und nicht allein den Bundesländern überlassen. Das Bundesverkehrsministerium stellt seitdem jährlich zwei Millionen Euro an Fördergeldern für regionale und landesweite Projekte zur Verfügung. So hat der ADFC den Ratgeber „Mobil mit Kind und Rad“ entwickelt, der Eltern zeigt, wie sie mit ihrem Kind gemeinsam im Alltag und in der Freizeit auf dem Fahrrad mobil sein können.

Engagement für Radtourismus

Ein weiteres Aufgabengebiet des ADFC ist der Ausbau des Fahrradtourismus. Hier arbeitet der ADFC mit lokalen und regionalen Behörden zusammen, etwa bei der Zertifizierung von Radfernwegen, der Auszeichnung von fahrradfreundlichen Gastbetrieben oder dem Bereitstellen von Radtourenkarten. Jährlich gibt der ADFC zudem die Broschüre „Deutschland mit dem Rad entdecken“ heraus, in der 170 verschiedene Radrouten vorgestellt und erläutert werden. Außerdem kann man sich im ADFC-Tourenportal im Internet ausführlich über Streckenprofil und Schwierigkeitsgrad verschiedener Radwanderstrecken informieren.

Dem neuen Trend zu Elektrofahrrädern steht der ADFC positiv gegenüber: „Die Fahrräder mit Unterstützung beim Treten durch einen Elektromotor bringen Menschen zum Radfahren, die es sonst nicht tun würden. Sie eignen sich für längere Strecken, zum Beispiel zum Arbeitsweg oder für ältere Menschen, um länger mobil zu bleiben“, so die Einschätzung von Ulrich Syberg.

Radfahren ist Umweltschutz

Neben dem gesellschaftlichen und politischen Engagement auf Vorstands­ebene bilden die vielen Kreisgruppen in ganz Deutschland die Basis des ADFC. So haben viele Ortsgruppen im Frühjahr Fahrradtouren zu Anti-Atomkraftdemos organisiert. Daher wird ein Großteil der Mitgliedsbeiträge für die ehrenamtliche Arbeit vor Ort verwendet. Noch einmal Ulrich Syberg: „Beim ADFC kann man sich hervorragend für den Umweltschutz engagieren.“
www.adfc.de    Artikelende
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Gastkommentar

„Halbherziger Atomausstieg“

Bei aller Freude über den beschlossenen Atomausstieg: Bis zu einer wirklichen Energiewende liegt noch viel Arbeit vor uns. Das Gesetzespaket zum Atomausstieg hat mehr als nur Schönheitsfehler, so die Meinung unseres Gastautors Dr. Franz Alt.

Dr. Franz Alt
Dr. Franz Alt war von 1968 bis 2003 Fernsehjournalist beim Südwestfunk und moderierte 20 Jahre lang das ARD-Politmagazin „Report“. 1988 trat er aus Protest gegen die Atompolitik der CDU nach 25 Jahren aus der Partei aus. Dr. Alt setzt sich seit Jahren für die Solarenergie ein, seine Bücher wurden in 12 Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von über zwei Millionen. Er ist Betreiber des Internetportals
www.sonnenseite.com.

Erstens: Wer das atomare Restrisiko ernst nimmt, weiß, dass jeder Tag ein Tag zu viel ist. Ihre eigene Ethik-Kommission hatte der Bundesregierung vorgeschlagen „spätestens 2021“ in Deutschland das letzte AKW zu schließen. Auch das regierungseigene Umweltbundesamt hatte festgestellt und gut begründet, dass ohne Versorgungslücken das letzte AKW schon 2017 dichtgemacht werden könne. Nach Tschernobyl und Fukushima müssen wir endlich lernen, dass atomares Restrisiko jenes Risiko ist, das uns jeden Tag „den Rest“ geben kann.

Warum dann aber längere Laufzeiten bis 2022? Diese Frist ist gemessen am Restrisiko zu lang und die Abschaltungen massieren sich in den beiden letzten Jahren 2021 und 2022. Dies macht den definitiven Umstieg auf Erneuerbare Energien unnötig schwer.

Zweitens: Obwohl viele Wissenschaftler der Meinung sind, dass Salzstöcke das schlechteste Medium für Atommüll sind, wird in Gorleben jeden Tag weitergebaut. Im neuen Atomgesetz wird die Endlager-Frage faktisch ausgeklammert. Vor lauter Euphorie über den neuen „Atom-Konsens“ besteht die große Gefahr, dass die Atommüllfrage verdrängt wird. Doch dieses Problem bleibt langfristig das größte. Jeder Tag Laufzeit von AKWs bedeutet natürlich mehr Atommüll.

Nirgendwo auf der Welt gibt es ein atomares Endlager. Wir wissen nur, dass der Müll bis zu einer Million Jahre strahlt. Mit dem Einstieg ins Atomzeitalter haben wir uns ein unlösbares Problem eingebrockt. Deshalb bleibt nur: Ausstieg so rasch wie möglich.

Drittens: Die alten Energieversorger werden auch weiterhin mit unsinnig hohen Einspeise-Vergütungen bis zu 18 Cent für Windräder auf hoher See gepäppelt. Das ist etwa doppelt so viel wie die Einspeise-Vergütungen für Windräder an Land.

Bislang haben E.ON und Co. den Erneuerbaren immer vorgehalten, sie seien zu teuer. Und jetzt setzen ausgerechnet die vier alten Energie-Besatzungsmächte E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW selbst auf den teuersten Ökostrom, anstatt dass an Land, vor allem im Süden der Republik, entschieden mehr Windräder aufgestellt und die bisherigen kleineren Räder durch größere ersetzt werden. 10.000 neue große Windmühlen an Land können dreimal mehr Ökostrom erzeugen als die bisherigen 23.000 kleineren.

Wir brauchen in Deutschland weder viele Offshore-Windparks noch teuren Solarstrom aus der Wüste. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Die Antwort auf Desertec heißt Dächertec. 96 % der deutschen Dächer stehen noch immer ungenutzt in der Gegend herum. Deutschland ist ein Sonnenland, und auch in Süddeutschland weht genügend Wind zur Windstromerzeugung.

Allein die Sonne schickt uns jede Sekunde unseres Hierseins 15.000 Mal mehr Energie als zurzeit alle Menschen verbrauchen. Hinzu kommen Wind- und Wasserkraft, Erdwärme, Bioenergie sowie Strömungs- und Wellenenergie der Ozeane. Bürger zur Sonne, zur Freiheit!   Artikelende
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Grüne Altersvorsorge

Vorteile noch in diesem Jahr sichern

Ab 2012 kommen auf den Verbraucher im Bereich der privaten Altersvorsorge einige gesetzliche Änderungen zu. Bank & Umwelt informiert über die anstehenden Neuerungen.

Bei Riester- und Rüruprente, Direktversicherung sowie der Privatrente erhalten Versicherte eine garantierte Mindestverzinsung von derzeit 2,25 % p.a. Zum 01.01.2012 wird dieser sogenannte Rechnungsgarantiezins vom Gesetzgeber auf 1,75 % gesenkt. Außerdem erhöht sich ab dem kommenden Jahr bei Riester- und Rüruprente sowie Direktversicherung das frühestmögliche Rentenbeginnalter von 60 auf 62 Jahre.

Betroffen von beiden Änderungen sind nur Neuverträge, also Verträge, die ab dem 01.01.2012 beginnen. Für Vertragsabschlüsse bis zum Jahresende gelten noch die alten, besseren Bedingungen. Vergleichsrechnungen finden Sie hier.

Für eine individuelle Beratung erreichen Sie unsere Versicherungsexperten
unter 0911 / 53 08 - 135.    Artikelende
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Unsere Mitarbeiter

„Freunde der Schiene“

Die UmweltBank unterstützt satzungsgemäß die ökologische Entwicklung unserer Gesellschaft und fördert den Umweltschutz – durch die Finanzierung von Umweltprojekten. Dass auch viele Mitarbeiter einen persönlichen Beitrag zum Erhalt der Umwelt leisten, zeigen die Porträts der beiden Kreditexperten Benjamin Zeeh und Kathrin Schrepfer.

Benjamin ZeehStein auf Stein – schon von Kindesbeinen an begeistert sich Benjamin Zeeh für das Thema Bauen. So war es für den Diplom-Betriebswirt mit Schwerpunkt Immobilienwirtschaft ein logischer Schritt, nach Bankausbildung und Studium im Jahr 2007 in der Baufinanzierung der UmweltBank anzuheuern. Hier betreut er vor allem ökologische Bauvorhaben von gewerblichen Kunden und gemeinschaftlichen Wohnprojekten, zum Beispiel von Baugenossenschaften. Und auch im Privatleben bekommt der aus Schwaben stammende Immobilienprofi von seiner Passion nicht genug: Derzeit lässt der 30-Jährige zusammen mit seiner Frau eine denkmalgeschützte Scheune vor den Toren Nürnbergs zum Wohngebäude umrüsten und ökologisch aufwändig sanieren. Modernste Technik und Holzhackschnitzelheizung inklusive. In Sachen CO2-Einsparung geht Benjamin Zeeh den konsequenten Weg: er besitzt kein eigenes Auto. Vielmehr ist er – im Job wie privat – „Bahnfahrer aus Überzeugung“.

Kathrin SchrepferEine Einstellung, die er mit seiner Kollegin Kathrin Schrepfer teilt. Sie verzichtet generell auf Reisen mit dem Flugzeug und erkundet die Welt gerne auf Schienen – der Umwelt zuliebe. „Außerdem bekommt man einen viel intensiveren Eindruck von Mensch, Natur und Kultur“, erzählt die 29-Jährige. Schon als Jugendliche engagierte sich die gebürtige Regensburgerin im sozialen Bereich und verspürte früh den Wunsch, „etwas zu verändern“. So entschied sich Kathrin Schrepfer nach dem Abitur für ein Studium der Geoökologie, um „die globalen, naturwissenschaftlichen Zusammenhänge und Kreisläufe besser zu verstehen“. Wegen der großen Bedeutung der Erneuerbaren Energien für eine lebenswerte Zukunft führte sie ihr beruflicher Weg zur UmweltBank. Hier betreut sie seit nunmehr vier Jahren in der Abteilung Projektfinanzierung große Photovoltaik-, aber auch Wind- und Wasserkraftprojekte – und kann ihr Faible für Zahlen mit ihrem ökologischen Wissen ideal verbinden.    Artikelende
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UmweltBank vor Ort

UmweltBank vor Ort

Bei den „Experimentdays“ in Berlin am 24. September informieren die Baufinanzierungsexperten der UmweltBank über verschiedene Möglichkeiten zur Förderung gemeinschaftlicher Wohnprojekte. Auf der Messe „Grünes Geld“ am 15. Oktober im Historischen Kaufhaus in Freiburg präsentieren unsere Mitarbeiter das Angebot der UmweltBank an ökologischen Geldanlagen und Förderkrediten.   Artikelende

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Vielfalterleben

Nachdem sich über 100.000 Unterzeichner der Petition gegen Gentechnik angeschlossen haben, steht der Anhörungstermin fest. Am 26. September wird Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW, die Forderungen der Initiative vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages vorstellen.   Artikelende
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Impressum
Infodienst Bank & Umwelt
Herausgeber: UmweltBank AG, Laufertorgraben 6, D-90489 Nürnberg
Redaktionsschluss: 25.08.2011
Redaktion, Konzept und Layout: UmweltKontakt GmbH, Nürnberg
Chefredaktion: Horst P. Popp (verant.)
Autoren: Oliver Brandt, Martin Reimann, Alexander Stark, Dr. Franz Alt
Fotos: UmweltBank, UmweltKontakt, Tom Tomczyk, Dr. Franz Alt, ADFC Jens Lehmkühler, ADFC G.Heix, fotolia
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Bank & Umwelt Nr. 62 als PDF