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Infodienst Bank & Umwelt

- Aus Wind wird Wasserstoff   - 100.000 Stimmen für „Vielfalterleben“
- Der Weg zur klimaneutralen Energieversorgung   - Unsere Mitarbeiter: Naturliebhaber
- B.A.U.M.-Vorstand Prof. Dr. Gege im Interview   - UmweltBank vor Ort
- Erfolgreich für den Klimaschutz   - Banker on Bike
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Bank & Umwelt Nr. 61 als PDF    

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Hybridkraftwerk

Aus Wind wird Wasserstoff

Windkraft hat mit über 35 Prozent den größten Anteil an der regenerativen Stromerzeugung in Deutschland. Allerdings unterliegt Windenergie natürlichen Schwankungen: Bei geringen Windstärken wird wenig Strom erzeugt, bei starkem Wind müssen Windräder abgeschaltet werden, um eine Netzüberlastung zu verhindern. Eine mögliche Lösung: die Speicherung von Windstrom in Form von Wasserstoff.

Die optimale Stromversorgung orientiert sich im Idealfall am Bedarf: Kraftwerke produzieren genau die Menge Strom, die nachgefragt wird. Bei Änderung der Nachfrage wird die Stromerzeugung entweder gedrosselt oder erhöht. Dies stellt Windstromproduzenten vor besondere Herausforderungen, da Windenergie nicht nachfragegerecht zur Verfügung steht. Wenn zu wenig Wind weht, müssen andere Energieträger die Stromproduktion übernehmen, um die Nachfrage zu decken. Bei starkem Windaufkommen ist der Strombedarf dagegen geringer als das Angebot. Die Folge: Windräder werden abgeschaltet, da der Strom nicht vom Netz aufgenommen werden kann, die zur Verfügung stehende Windenergie bleibt ungenutzt.

Wasserstoff aus WindkraftUm dieses Problem zu lösen, widmen sich bereits zahlreiche Forschungsprojekte der Entwicklung von Technologien, um die Stromproduktion optimal an den Bedarf anzupassen – durch Speicherung der überschüssigen Windenergie.

Wasserstoff aus Windkraft

Ein Beispiel dafür ist ein Hybridkraftwerk, das derzeit von der Enertrag AG im brandenburgischen Prenzlau errichtet wird: Die Anlage produziert nicht nur Strom aus Windkraft, sondern ist in der Lage, Windenergie zusätzlich in Form von Wasserstoff zu speichern. Dieser Wasserstoff kann bei Bedarf wieder zur Stromerzeugung genutzt werden. Alternativ dient er als Kraftstoff für emissionsfreie Fahrzeuge.

So funktioniert das Hybridkraftwerk: Die Stromerzeugung erfolgt durch drei Windkraftanlagen mit je 2,3 Megawatt Leistung, die grundsätzlich direkt in das Stromnetz einspeisen. Liegt die erzeugte Strommenge über dem Bedarf und kann nicht vom Netz aufgenommen werden, kommt ein sogenannter Elektrolyseur zum Einsatz. Er nutzt den Energieüberschuss zur Produktion von Wasserstoff: Wasser wird mit Hilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltet. Der Wasserstoff wird anschließend komprimiert und in Druckbehältern gespeichert. Vorteil: Eine Abschaltung der Windräder ist nicht notwendig, es wird eine bestmögliche Energieausbeute erzielt.

Innovative Hybridtechnologie

Zum Hybridkraftwerk gehören außerdem zwei Blockheizkraftwerke (BHKWs), die mit Biogas betrieben werden. Diese BHKWs produzieren sowohl Strom als auch klimaneutrale Wärme, die in das Prenzlauer Fernwärmenetz eingespeist wird.

Bei hohem Strombedarf und geringem Windaufkommen wird das Biogas mit gespeichertem Wasserstoff angereichert. Der mit diesem Gemisch zusätzlich erzeugte Strom gleicht die geringeren Winderträge aus. Durch diese intelligente Kombination von Windkraftanlagen und BHKWs ist das Hybridkraftwerk grundlastfähig, es kann unabhängig von den Windverhältnissen die Produktion einer festen Strommenge garantieren.

Ein Betrieb der BHKWs ausschließlich mit Wasserstoff ist allerdings nicht möglich, da maximal 70 Prozent des Biogases ersetzt werden können. Zudem ist der Wirkungsgrad bei der Rückverstromung von Wasserstoff mit 35 bis 40 Prozent relativ gering.

Klimaneutrale Mobilität

Wesentlich effizienter ist es, den Wasserstoff als emissionsfreien Kraftstoff für Fahrzeuge zu nutzen. Dabei wird der Wasserstoff mit Hilfe einer Brennstoffzelle zum Antrieb eines Elektromotors verwendet. Es gibt bereits konkrete Pläne für den Einsatz des Wasserstoffs aus dem Hybridkraftwerk: Im Laufe des Jahres 2011 sollen eine Wasserstofftankstelle in Berlin und der mit Wasserstoffantrieb ausgerüstete Fuhrpark des neuen Großflughafens Berlin-Brandenburg beliefert werden.

"Nur regenerativ erzeugter Wasserstoff ermöglicht nachhaltig eine wirtschaftliche CO2-neutrale Mobilität", erläutert Jörg Müller, Vorstandsvorsitzender von Enertrag, die besondere Bedeutung des Projekts. Bislang wird Wasserstoff aus fossilen Energieträgern wie Erdgas oder aus konventionell erzeugtem Strom hergestellt.

Das rund 21 Millionen Euro teure Hybridkraftwerk wurde von Enertrag AG gemeinsam mit der FH Stralsund, der TU Braunschweig und der BTU Cottbus entwickelt und mit Forschungsmitteln des Landes Brandenburg und anderen Trägern gefördert. Die UmweltBank ist für eine Zwischenfinanzierung des Projekts angefragt.

Funktionweise des Hybridkraftwerks der Enertrag AG in Prenzlau

Aus Wasserstoff wird Methan

Auch andere Unternehmen suchen nach Wegen, um Windstrom zu speichern. So hat der Ökostromanbieter Greenpeace Energy angekündigt, zukünftig überschüssige Windenergie ebenfalls zur Wasserstoffproduktion zu nutzen. Der Ökostromanbieter geht allerdings einen etwas anderen Weg: Der gewonnene Wasserstoff kann bis zu einem Anteil von fünf Prozent in das Erdgasnetz eingespeist werden und somit den CO2-Ausstoß bei der Wärme- oder Stromproduktion verringern.

Die Juwi-Gruppe aus Wörrstadt testet in einer Pilotanlage derzeit eine weitere Möglichkeit, den aus Windkraft erzeugten Wasserstoff zu nutzen: die nachgelagerte Methanisierung. Dies ist ein chemischer Prozess, bei dem Wasserstoff mit Kohlendioxid (CO2) in Methan und Wasser umgewandelt wird.

Für diesen Prozess muss erneut Energie aufgewendet werden, so dass sich der Wirkungsgrad nochmals um zehn Prozent verringert. Methangas bietet andererseits auch Vorteile gegenüber Wasserstoff: Es benötigt aufgrund seiner dreifach höheren Energiedichte weniger Speicherplatz und kann in größerer Menge in das Erdgasnetz eingespeist werden.

Testlauf für die Zukunft

Die Inbetriebnahme des Hybridkraftwerks in Prenzlau ist für den Herbst 2011 geplant. Die gewonnenen Daten aus dem Praxisbetrieb mit dem Zusammenwirken aller Anlagenelemente sollen verwertbare Erkenntnisse auf dem Weg zu einem umfangreichen Einsatz der Speichertechnologie in naher Zukunft geben – und damit die Speicherung von Windstrom einen weiteren Schritt voranbringen.    Artikelende
www.enertrag.com
www.greenpeace-energy.de/windgas
www.juwi.de



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Der Weg zur klimaneutralen Energieversorgung

Die vorgestellten Forschungsprojekte zeigen, dass es bereits Lösungsansätze für die zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Erneuerbaren Energien gibt. Die Speicherung von Energie aus Wind und Sonne, die nicht permanent zur Verfügung steht, ist jedoch nur ein Aspekt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energieversorgung.

Speicher- und Netzausbau

Der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien bringt zwei wichtige Herausforderungen mit sich. Da Strom aus Sonne und Wind nicht ständig zur Verfügung steht, brauchen wir neue Technologien zur Speicherung von Energie aus regenerativen Quellen. Zusätzlich müssen die Stromnetze erheblich ausgebaut werden, da Windstrom überwiegend in Nord- und Ostdeutschland erzeugt wird, der Strombedarf hingegen im Westen und Süden der Republik besonders groß ist.

Die Errichtung neuer Anlagen, insbesondere im Bereich Windkraft, muss dabei ebenso wie der Bau von neuen Stromtrassen im Konsens mit den betroffenen Anwohnern erfolgen – die Akzeptanz in der Bevölkerung ist eine wichtige Voraussetzung für den Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Dezentrale Stromversorgung

Parallel dazu wird die dezentrale Stromversorgung weiter an Bedeutung gewinnen: Mit Hilfe von Solardachanlagen oder Blockheizkraftwerken wird Strom produziert, der in der unmittelbaren Nachbarschaft verbraucht wird und damit nicht über weite Strecken transportiert werden muss.

Energieeffizienz

Ein erhebliches Potenzial zur Verringerung der CO2-Emissionen bietet die energetische Sanierung des Immobilienbestandes. Insbesondere durch verbesserte Gebäudedämmung, aber auch mit energieeffizienten Heizungsanlagen kann massiv Heizenergie eingespart und damit der CO2-Ausstoß deutlich gesenkt werden.

Ziel: das intelligente Netz

Eine Zukunftsvision ist das "intelligente Stromnetz": Die Erzeugung, Speicherung sowie der Verbrauch von Elektrizität werden zusammen überwacht und so gesteuert, dass die vorhandene Strommenge optimal genutzt wird und Überkapazitäten ebenso wie Engpässe vermieden werden.
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Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V.

Mitgliedschaften

Umweltschutz in Wirtschaft und Gesellschaft

B.A.U.M. e.V. (Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management)Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V. beschäftigt sich bereits seit über 25 Jahren mit dem Thema Umweltschutz in Unternehmen. Prof. Dr. Maximilian Gege, Mitbegründer und seit 1989 geschäftsführender Vorstand von B.A.U.M. e.V., stellt im Interview mit Bank & Umwelt die Arbeit der Organisation vor, bei der die UmweltBank seit 1999 Mitglied ist.

Wie ist B.A.U.M. entstanden ?

Meine Initialzündung war 1979, als ich auf einer Rundreise durch die antiken Stätten Griechenlands zum Abschluss das Buch von Herbert Gruhl "Ein Planet wird geplündert" las und mir vollkommen bewusst wurde, dass die Welt so wie bisher nicht weiter wirtschaften konnte.

Parallel entstand im Hause Winter auf Initiative von Dr. Georg Winter ein umfassendes Konzept für ein umweltbewusstes Unternehmen, das so genannte "Winter-Modell". Dabei ging es um die Einbeziehung aller Unternehmensbereiche. Als Direktor für Umwelt und Planung war ich intensiv mit dieser Aufgabe beschäftigt. Schon damals war uns klar, dass Ökonomie und Ökologie keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig bedingen, ja unterstützen.

So entstand 1984 zunächst der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusste Materialwirtschaft, den wir dann sehr bald in "Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management" umbenannten. Wir begannen mit zwei Mitarbeitern und sind mittlerweile zur größten Umweltinitiative der europäischen Wirtschaft mit über 500 Mitgliedern angewachsen.

Wer sind die Mitglieder bei B.A.U.M., welche Intention verfolgen Unternehmen mit ihrer Mitgliedschaft ?

Unsere Mitglieder sind Unternehmen und Institutionen jeder Größe und Branche aus allen Bereichen der Gesellschaft und Wirtschaft. Sie alle eint ein wahrhaftiges Interesse für Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility. Unsere Mitglieder verpflichten sich dem B.A.U.M.-Ehrenkodex für unternehmerisches Verhalten, der Umweltschutz eine hohe Priorität bei den Unternehmensentscheidungen beimisst.

Durch eine Mitgliedschaft im Förderkreis von B.A.U.M. e. V. unterstützen die Mitglieder die Arbeit von B.A.U.M. und tragen dazu bei, den vorsorgenden Umweltschutz in Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern und neue Impulse zu geben. Sie stärken gleichzeitig die gesellschaftliche Funktion von B.A.U.M. und profitieren selbst wieder durch die hohe B.A.U.M.-Reputation und Glaubwürdigkeit.
Zudem können sie die vielfältigen B.A.U.M.-Serviceangebote wie Informationsdienste, Veranstaltungen und praxisorientierten Erfahrungsaustausch in Anspruch nehmen, bekommen Unterstützung bei ihrer Unternehmenskommunikation und profitieren vom B.A.U.M.-Kontaktnetzwerk.

Bitte erläutern Sie uns die wichtigsten Aufgabengebiete von B.A.U.M. !

Unsere Hauptaufgaben sind die Sensibilisierung von Unternehmen, Institutionen, Politik und Bevölkerung für den vorsorgenden Umweltschutz sowie die Beratung und Unterstützung der (Mitglieds-)Unternehmen. Unsere Stärke ist die Praxisbezogenheit:

Durch das Aufzeigen von praktikablen und erfolgreichen Lösungen können wir unseren Mitgliedern und Interessierten Orientierung bieten. Zudem bilden wir strategische Allianzen mit anderen Institutionen, um unsere Ziele erfolgreich zu erreichen. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder vor Politik und Öffentlichkeit, leisten aktive Kommunikationsarbeit und fördern den Austausch in unserem Netzwerk.

Welches sind die aktuell wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen von B.A.U.M. ?

Die tragischen Ereignisse in Fukushima haben die Diskussion um einen schnellstmöglichen Atomausstieg in Deutschland erneut angefacht. Endlich werden wieder ernsthafte Gespräche über Alternativen zu Kernkraft geführt. Dabei darf jedoch die dringend notwendige Aufmerksamkeit für die Themen Klimaschutz und Ressourceneffizienz nicht vernachlässigt werden. Es gilt nun, mit einem Masterplan all diese Punkte nutzenstiftend unter einen Hut zu bringen.

Welches Umweltthema findet aus Ihrer Sicht zu wenig Beachtung in der öffentlichen Wahrnehmung ?

In der Debatte um den Atomausstieg werden die regenerativen Energieträger stets als die Energiequelle genannt, durch die die wegfallenden Kapazitäten der Atomkraftwerke kompensiert werden können. Langfristig gesehen ist für den Atomausstieg der Umstieg auf Erneuerbare Energien unabdingbar.

Doch bis die Umsetzung möglich ist, bis die Infrastruktur im notwendigen Umfang geschaffen wurde, kann die Zeit nur durch Energieeffizienz sinnvoll und nachhaltig überbrückt werden. Bisher findet die wichtige Rolle der Energieeffizienz als "Brückentechnologie" in der öffentlichen Diskussion zu wenig Beachtung. Um hierfür ein breites Bewusstsein zu schaffen, nutzt B.A.U.M. zur Zeit alle uns zur Verfügung stehenden Kanäle.

Was ist Ihre Motivation für die Tätigkeit als B.A.U.M-Vorsitzender ?

Umweltbewusstsein und Management – das passt für viele noch immer nicht ohne Weiteres zusammen. Aber ich glaube, der Wind dreht sich allmählich. Und gerade die Mitglieder von B.A.U.M. stellen in ihrer täglichen Arbeit unter Beweis, wie gut umweltbewusste Unternehmensführung und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können.

Nennen Sie uns bitte Ihren persönlichen Energiespartipp !

Da fragen Sie den Richtigen! Unser Arbeitsschwerpunkt ist zwar der betriebliche Umweltschutz, aber jeder Mitarbeiter ist auch ein Privatmensch. Aus diesem Grund hat B.A.U.M. e.V. ein ganzes Buch mit Energiespartipps für den privaten Haushalt herausgebracht. Unser "Großes Energie- und CO2-Sparbuch" ist mittlerweile über 140.000 Mal verkauft worden.

Das Buch behandelt die Themenbereiche Energie-, Wasser- und Spritverbrauch, Müllabbau und umweltfreundliche Bürotechnik, Ernährung und Gartenanlagen. Die einzelnen Kapitel beinhalten wissenschaftlich ermittelte Geld- und Treibhausgas-Spartipps sowie eine Übersicht zu den finanziellen und klimatechnischen Einspar-Potentialen in Ein-, Zwei- und Vier-Personen-Haushalten.

Pro Jahr und Haushalt lassen sich so ganz einfach zwischen 1.300 und knapp 3.000 EURO und bis zu 8.000 kg Kohlendioxid einsparen. Ich versuche, jeden Tipp im Buch zu befolgen, einen einzelnen Lieblingstipp habe ich dabei nicht.   Artikelende

Weitere Informationen zum Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management finden Sie unter www.baumev.de


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Umweltbilanz

Erfolgreich für den Klimaschutz

Das für die UmweltBank erfolgreich verlaufene Geschäftsjahr 2010 zahlte sich auch für die Umwelt aus: Die Kunden der grünen Bank sparten insgesamt über 1,8 Millionen Tonnen CO2 ein und trugen auf diese Weise zum Klimaschutz bei. Die CO2-Emission aus der eigenen Geschäftstätigkeit der UmweltBank stieg trotz des starken Kundenwachstums nur leicht an.

Das besondere Geschäftsmodell der UmweltBank erwies sich im vergangenen Jahr wiederum als nachhaltig erfolgreich: Im Gegensatz zu anderen Finanzinstituten fließen bei der grünen Förderbank die Kundeneinlagen ausschließlich in Umweltprojekte.

Grünes Kreditportfolio

2010 machten Solarkredite mit 47,9 Prozent den größten Anteil am Kreditvolumen aus, vor ökologischen Baufinanzierungen mit 30,9 Prozent. In Wind- und Wasserkraftprojekte flossen 14,5 Prozent und in Projekte aus den Bereichen Biomasse/Biogas sowie ökologische Landwirtschaft 6,7 Prozent. Mit diesem rein ökologischen Kreditportfolio wurde der Satzungsauftrag erneut zu 100 Prozent erfüllt.

 CO2-Einsparung aus Kreditprojekten in 1.000 t Die UmweltBank verzeichnete 2010 ein unverändert starkes Wachstum im Förderkreditgeschäft und bleibt in Deutschland führend bei der Finanzierung von Umweltprojekten. Die Zahl der geförderten Kreditprojekte lag am 31.12.2010 bei 13.700, eine Zunahme um 11,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Förderung von Pilotprojekten

Die UmweltBank unterstützt eine Reihe von ökologischen Pilotprojekten: So wurde der Prototyp eines innovativen Kleinwasserkraftwerks in Bad Sulza (Thüringen) finanziert, das insbesondere für bisher nicht genutzte Wehranlagen an kleinen Flüssen geeignet ist. In Brandenburg fördert die UmweltBank die energetische Sanierung eines kompletten Dorfes. Die Gebäude gehörten früher zu einem Gutsbetrieb am Ortsrand von Berlin und wurden 2010 von einer Wohnungsbaugenossenschaft erworben.

Ebenso hat die UmweltBank die Errichtung eines Solarparks am Standort des ehemaligen Braunkohlekraftwerks Trattendorf in Sachsen mit einem Kredit gefördert. Im unterfränkischen Kurort Bad Brückenau hat die staatliche Kurverwaltung die Wärmeversorgung des Staatsbades und einiger angrenzender Hotels auf ein Biomasseheizwerk umgestellt, das mit Holzhackschnitzeln befeuert wird. Auch dieses Projekt wurde mit einem Förderkredit der UmweltBank ermöglicht.

Beitrag für die Umwelt steigt

Die CO2-Ersparnis aus allen geförderten und finanzierten Kreditprojekten zusammen nahm 2010 erneut zu und betrug rund 1,83 Mio. Tonnen, ein Anstieg von 4,4 Prozent. Umgerechnet auf eine Aktie entspricht dies einer Einsparung von 330 Kilogramm CO2 (Vorjahr: 316 Kilogramm). Die CO2-Bilanz verbesserte sich 2010 zusätzlich durch den Wechsel der UmweltBank zu einem Ökostromanbieter.

Die CO2-Emissionen aus dem eigenen Geschäftsbetrieb nahmen 2010 um
6 Prozent auf 73,9 Tonnen zu. Aufgrund des dynamischen Kundenwachstums stieg der Geschäftsverkehr um 32 Prozent an, wobei der Anteil der Pkw- und Flugreisen zu Gunsten der Bahn erneut gesunken ist. 2010 wurden 83,5 Prozent aller Dienstreisekilometer bei der UmweltBank mit der Bahn zurückgelegt.

Papierverbrauch halbiert

Der Stromverbrauch sank im zweiten Jahr in Folge, ebenso der Papierverbrauch. Bezogen auf die Mitarbeiterzahl hat die UmweltBank den Papierverbrauch damit seit 2007 mehr als halbiert (von 676 kg auf 322 kg pro Mitarbeiter).   Artikelende

Nähere Informationen zur Umweltbilanz und zu den vorgestellten Kreditprojekten finden Sie in unserem aktuellen Jahresbericht.

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Vielfalt erlebenKampagne gegen Gentechnik

100.000 Stimmen für Vielfalt

Die Kampagne Vielfalterleben war ein voller Erfolg: Über 100.000 Unterstützer setzten mit ihrer Stimme ein Zeichen für den Zulassungs-Stopp von Genpflanzen.

Am 16. Mai um 24.00 Uhr war es soweit: Am Ende der Zeichnungsfrist durfte sich BÖLW-Präsident Felix Prinz zu Löwenstein über die Unterstützung von mehr als 100.000 Unterzeichnern der von ihm eingereichten Petition gegen Gentechnik freuen. Das auch von der UmweltBank unterstützte Bündnis Vielfalterleben mit Partnern aus den Bereichen Umwelt- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Lebensmittel-Verarbeitung und Handel hatte in den vergangenen Wochen zur Unterstützung der Petition aufgerufen.

Prinz zu Löwenstein wird nunmehr im Herbst 2011 in einer öffentlichen Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages die Forderungen der Initiative gegen Agro-Gentechnik und für mehr Vielfalt in der Landwirtschaft persönlich vortragen.   Artikelende
www.vielfalterleben.info



Unsere Mitarbeiter

Naturliebhaber

Knuth Pophal arbeitet bei der UmweltBank eher im Hintergrund: Er ist Innenrevisor und kontrolliert regelmäßig die Geschäftsprozesse der grünen Bank. Anja Felgner dagegen steht als Solarexpertin in direktem Kontakt mit den Kunden. Als Kontrast zum Berufsalltag verbringen beide gerne ihre Freizeit im Grünen. Egal ob beim Wandern oder im heimischen Garten – sie lieben die Natur.

Knuth PophalUnter der Tätigkeit des Innenrevisors können sich wohl die wenigsten Menschen etwas vorstellen. Der Bank-
betriebswirt Knuth Pophal ist seit mittlerweile fünf Jahren bei der UmweltBank für diesen Bereich zuständig. Er erarbeitet zusammen mit dem Vorstand die jährlichen Prüfungspläne für die jeweiligen Abteilungen. Zu seinen Aufgaben gehören die Prüfung von Geschäftsprozessen sowie die Kontrolle der Einhaltung von Gesetzesvorgaben. Ein besonderes Faible hat er dabei für den Kreditbereich entwickelt. "Soviel Gesetz wie nötig und dabei soviel Beratung und Optimierung wie möglich", beschreibt der 40-Jährige seinen Grundsatz. Aufgewachsen ist er im Land der 1.000 Seen – an der Mecklenburgischen Seenplatte. Bereits in den 80er Jahren war er für den Naturschutz aktiv und hat dort Fließgewässer kartiert. Durch das Infomagazin Bank & Umwelt, das ihm eines Tages in die Hände fiel, wurde Knuth Pophal auf die UmweltBank aufmerksam. Schnell war ihm klar, dass er dort sein Engagement für die Umwelt mit dem Bankgeschäft verknüpfen kann. Seine Freizeit verbringt er gerne in der Natur – beim Trekking oder Wandern.

Anja FelgnerAnja Felgner aus der Abteilung Solarfinanzierung ist seit 2004 bei der UmweltBank. Die 38-Jährige absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau und studierte danach an der Universität Leipzig Afrikanistik mit den Nebenfächern Volkswirtschaft, Kommunikations- und Medienwirtschaft. Besonders das breite Spektrum von der Entwicklungshilfe bis hin zu ökonomischen Aspekten hat ihr am Studium gefallen. "Mir ist ein Arbeitgeber wichtig, bei dem ich einer sinnvollen Aufgabe nachgehen und gleichzeitig der Kindererziehung nachkommen kann", erklärt die zweifache Mutter ihren Schritt zur UmweltBank. Derzeit arbeitet Anja Felgner 30 Stunden pro Woche und betreut Solarkunden mit einem Finanzierungsbedarf von bis zu 100.000 Euro. Nach der Arbeit lässt sie den Tag am liebsten mit ihrer Familie im eigenen Garten ausklingen.    Artikelende



UmweltBank vor Ort

UmweltBank auf der Biofach 2011Unsere Mitarbeiter werden das Angebot der UmweltBank an ökologischen Geldanlagen und Förderkrediten im Sommer wieder auf einer Reihe von Veranstaltungen vorstellen.

Vom 8. bis 10. Juni präsentieren wir auf der "Intersolar Europe" in München unser Angebot im Bereich Solarfinanzierungen. Treffen Sie uns außerdem auf dem "Sommerkiosk" im Rosenaupark in Nürnberg am 25./26. Juni, bei der Messe "Grünes Geld" in München im Künstlerhaus am Lenbachplatz am 9. Juli oder bei "BioErleben" auf dem Hauptmarkt in Nürnberg am 23./24. Juli.   Artikelende

Banker on Bike

Ab dem 1. Juni radeln die UmweltBanker wieder für einen guten Zweck: Wie in jedem Jahr spendet die UmweltBank für jeden auf dem Arbeitsweg zurückgelegten Kilometer einen Euro.   Artikelende

 



Impressum

Infodienst Bank & Umwelt
Herausgeber: UmweltBank AG, Laufertorgraben 6, D-90489 Nürnberg
Redaktionsschluss: 27.05.2011
Redaktion, Konzept und Layout: UmweltKontakt GmbH, Nürnberg
Chefredaktion: Horst P. Popp (verant.)
Autoren: Oliver Brandt, Aline Reinhardt, Alexander Stark
Fotos: UmweltBank, UmweltKontakt, fotolia, Enertrag AG, B.A.U.M. e. V., Vielfalterleben

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