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Grüne Anleihen  

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Alternative Finanzierungsform

Mittelständische Unternehmen aus dem Erneuerbare-Energien-Sektor nutzen zunehmend die Möglichkeit, Anleihen zu begeben, um sich von Banken unabhängiger zu machen. Für diese Unternehmen ist die Emission einer Anleihe eine Alternative zum normalen Bankkredit: Sie erhalten Liquidität zu günstigeren Konditionen, ohne zusätzliche Sicherheiten stellen zu müssen.


Fester Zins, feste Laufzeit

Anleihen haben eine festgelegte Verzinsung mit jährlicher Zinszahlung und eine feste Laufzeit, in der Regel zwischen fünf und zehn Jahren. Die Verzinsung bleibt während der Laufzeit gewöhnlich konstant, die Anleihen werden in der Regel am Laufzeitende zum Nennwert zurückgezahlt. Für Unternehmensanleihen wie auch für jede andere Form der Anlage gilt der Grundsatz: Je höher die Ertragschance, desto höher ist das Anlagerisiko. Die Verzinsung ökologischer Anleihen liegt deutlich über dem Niveau von Spareinlagen, Käufer nehmen somit auch die damit verbundenen Risiken in Kauf. Die Höhe des Risikoaufschlags bei der Verzinsung von Unternehmensanleihen richtet sich nach der Bonität, also der Kreditwürdigkeit des Emittenten.

Einige Unternehmen bieten Anleihen an, bei denen die Verzinsung gemäß den Anleihebedingungen angepasst wird. Ein Beispiel sind Stufenzinsanleihen, bei denen die Verzinsung mit den Jahren steigt.


Marktzins und Kurs


Der Kurs von Anleihen wird in Prozent notiert, man erwirbt nicht – wie bei Aktien – eine bestimmte Stückzahl einer Anleihe, sondern einen bestimmten Nominalbetrag. Die Kurse der Anleihen orientieren sich am allgemeinen Marktzinsniveau – fallende Zinsen bedeuten in der Regel einen Anstieg der Anleihekurse, steigende Zinsen führen zu Kursverlusten. Alle über die UmweltBank angebotenen Anleihen werden an der Börse gehandelt, somit ist auch ein vorzeitiger Verkauf jederzeit möglich.


Keine Chance ohne Risiko

Unternehmensanleihen unterliegen betriebswirtschaftlichen Risiken ebenso wie gesamtwirtschaftlichen und Kapitalmarktrisiken. Zum Beispiel ist der Anleger bei vorzeitiger Veräußerung von Anleihen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt, denn bei steigendem Marktzins kann der Kurs unter den Nennwert von 100 Prozent sinken.

Konjunktur- oder Managementrisiken wiederum haben Auswirkungen auf die zugesagten Zins- und Kapitalzahlungen: Sollte das emittierende Unternehmen aufgrund seiner wirtschaftlichen Lage nicht über ausreichende Liquidität verfügen, ist die Zinszahlung gefährdet. Im Insolvenzfall ist auch ein Totalverlust des eingesetzten Geldes möglich. Beachten Sie hierzu auch unsere Hinweise zu Chancen und Risiken von Wertpapieren.


Unterschiede zu Genußscheinen

Projekt-Genußscheine sind zweckgebunden, das Kapital wird ausschließlich zur Finanzierung von konkreten Windparks oder Solaranlagen verwendet. Diese Projekte werden von der UmweltBank einer intensiven Kreditprüfung unterzogen, zudem dienen die Anlagen als Projektsicherheit, sie können im Insolvenzfall verwertet werden und damit einen Totalverlust vermeiden.

Geldmittel aus Anleihen hingegen stehen den Unternehmen zur freien Verfügung und werden zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit verwendet, besondere Sicherheiten gibt es nicht. Die systematische, qualitative Bewertung der Bonität eines Emittenten wird über ein sogenanntes Rating angegeben.


Unterschiede zu Aktien

Zwischen Anleihen und Aktien bestehen wesentliche Unterschiede bei den Renditeerwartungen und der Kapitalfunktion. Während die Anleihenrendite vom Marktzins beeinflusst wird, sind der erzielte und der erwartete Erfolg eines Unternehmens ebenso wie allgemeine Markteinschätzungen wichtige Einflussgrößen für die Aktienrendite. Aktienkurse schwanken sehr stark, was das Risiko für den Anleger im Vergleich zu Anleihen deutlich erhöht.

Im Gegensatz zu Aktien sind Unternehmensanleihen für den Emittenten Fremdkapital. Sie verleihen dem Besitzer keine gesellschaftsrechtlichen Mitbestimmungsrechte. Eine Aktie hingegen verbrieft einen Anteil am Eigenkapital des Unternehmens; der Aktionär ist somit Gesellschafter und Miteigentümer und kann auf der Hauptversammlung sein Stimmrecht ausüben.


Besonderheit Wandelanleihen

Eine Sonderform der Unternehmensfinanzierung stellen Wandelanleihen dar: Diese Anleihen weisen in der Regel einen relativ niedrigen Zinssatz auf, dafür können sie zu bestimmten Zeitpunkten in einem festgelegten Verhältnis in Aktien des Unternehmens getauscht werden.

Somit lehnt sich der Kursverlauf der Wandelanleihe sehr stark am Aktienkurs des Unternehmens an und unterliegt stärkeren Schwankungen. Auch die Renditeerwartungen orientieren sich primär an der Kursentwicklung der Aktie und weniger an der Zinsgestaltung der Wandelanleihe.


Einstieg ab 1.000 Euro möglich

Besonders für Kunden, die bereits Erfahrung mit Genußscheinen haben, stellen Anleihen eine interessante Option dar, denn sie bieten vergleichbare Bedingungen bei Zinsgestaltung sowie Rückzahlung und sind sämtlich börsennotiert.

Unternehmensanleihen werden in Risikoklasse 3 bis 4 auf einer Skala von 0 bis 5 eingestuft, das heißt: ein Totalverlust ist möglich, höheren Ertragserwartungen stehen höhere Risiken gegenüber. Anleihen sind mit einer Stückelung von 1.000 Euro auch für Privatanleger geeignet, empfehlenswert ist eine Mindestanlagesumme ab 2.000 Euro.


Breitgefächertes Angebot

Einige der bei der UmweltBank handelbaren Unternehmensanleihen stammen von Unternehmen, die auch im UmweltBank-AktienIndex (UBAI) vertreten sind, etwa die Anleihe von Deutschlands größtem Solarunternehmen, der SolarWorld AG oder die Anleihe des ökologischen Landwirtschaftsunternehmens KTG Agrar. Daneben sind die Emittenten aber auch nichtbörsennotierte Mittelständler wie der Windkraft-Projektierer Windreich AG.

Für eine faire Beratung zum Thema ökologische Unternehmensanleihen erreichen Sie die Vermögensberater der UmweltBank unter der Telefonnummer 0911 / 53 08 - 145.

 

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wertpapier@umweltbank.de

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Anleihen-Übersicht

Die Anleihen folgender Unternehmen können Sie über die UmweltBank handeln:

- BKN biostrom AG
- CENTROSOLAR Group AG
- e.n.o energy GmbH
- Energiekontor 2010/2020
- Energiekontor 2011/2020
- Energiekontor 2012/2021
- German Pellets GmbH
- KTG Agrar AG 2010/2015
- KTG Agrar AG 2011/2017
- Nordex SE
- Payom Solar AG
- PNE Wind AG
- Q-Cells Int. Finance B.V. 2009/2014
- Q-Cells SE 2010/2015
- RENA GmbH
- S.A.G. Solarstrom AG 2010/2015
- S.A.G. Solarstrom AG 2011/2017
- SiC Processing GmbH
- Solar8 Energy AG
- Solar Millennium AG
- SOLARWATT AG
- SolarWorld AG 2010/2017
- SolarWorld AG 2011/2016
- SOLON SE
- Windreich AG 2010/2015
- Windreich AG 2011/2016
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